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Beschlüsse der dritten Rabbiner-Conserenz.
65) Von Piutim sind aufzunehmen (u.):
1. bei und (deutsche Gebete vorbehalten) die For¬
mel: ^ '.nini.i
2. Formeln für miM?,-?, unter Benutzung des Sephardi-
schen RituS und der Geiger'schen Tefillä;
3. für >i-»m nnv^ die Stellen: n^.i nn»<
NQMi ^>'^ mit Emendationen. —> Ebenso eine sehr
kurze Formel für .iiiri ;m. —
(>6) Ueber Tischgebet, Nachtgebet, i^.-i^n riuiz, Trauergebete,
sowie das Rituale für bleibt weitere Vorlage vorbehalten.
67) Die Conferenz erklärt, daß sie eine Einigung in dem mu.
sikalifchen Theile der Atnrgie fiir höchst wunschenswerth erachte
und beschließt, nach gepflogenem Einvernehmen mit dem Präses der
Culiussection bei der israelit. Gemeinde-Verwaltung zu Frankfurt a. M.,
Herrn Moritz B. Goldschmidt, den Vorstand der israelit.
Gemeinde daselbst zu bitten, das Werk der Einigung auf diesem
Gebiete in die Hand zu nehmen und andere Gemeinden zur Mitwir¬
kung aufzufordern. — (u.)
68) Die Conferenz erklärt ferner, daß das ihr vorgelegte erste
Heft der deutschen Gebete und Gesänge (für die Sabbath-
und Festvorabende), dem Inhalte und der Form nach, zweckmäßig,
erbaulich und anregend sei, weßhalb die darin enthaltenen Gebete und
Gesänge, mit zu erwartendem, besten Erfolge, zum praktischen Ge¬
brauche empfohlen werden können und zur Aufnahme in die neue Li¬
turgie sich vorzuglich eignen. — <u.)
Frankfurt a. M. im November 1857.
Die Redactionscommiffion:
Rabbiner Leopold Stein, Vorsitzender.
Rabbiner S. SüWno, Schriftführer.
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