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Glaubensübertritte im Jahre 1910.
Üebertritte zur
Konfession, von
welcher der
Uebertritt erfolgte
katholischen
latein. || griech.
Ritus
reformiert.
evangel.
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rische Muttersprache. An zweiter Stelle stand die
deutsche Muttersprache mit 507 Personen. Das Ziel
der Auswanderung bildete für 1810 Juden Amerika,
für 116 Rumänien. Nach Deutschland wanderten nur
88 aus.
Den 2284 Ausgewanderten standen nur 191 Rück¬
wanderer gegenüber, (0,8 Proz. aller Rückgewan¬
derten). Fast alle, nämlich 180 ; kehrten a*s Ame¬
rika zurück.
Zur Anthropologie der nordafrikamschen Juden.
Unser Mitarbeiter Dr. S. Weissenberg, der
schon 40 viele Beiträge zur Anthropologie der Juden
geliefert hat, beschäftigt sich im 42. Bande der
„Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft
in Wien" in einem mit 6 Abbildungen geschmückten
Aufsatze mit der Anthropologie der nordafrika¬
nischen Juden.
Weissenberg kommt auf Grund seiner ei¬
genen Messungen und derjenigen Fishbergs {in
dieser Zeitschrift, Jahrg. 1905, Heft 11) zu
dem Ergebnis, dass die nordafrikanischen Juden
von den europäischen Juden körperlich verschiedem
sind und dass „in Europa und Afrika seit altersher
somatisch verschiedene jüdische Gruppen leben,
deren ethnischer Aufbau und deren Verhältnisse zu
einander erst ausfindig gemacht werden müssen."
Der Verfasser glaubt in den nordafrikanischen Juden
gegenüber denjenigen Europas den ursprünglichen
Grundtypus erblicken zu können und spricht die
Vermutung aus, dass die Juden nach Zentraleuropa
viel später gelangt sind, als im allgemeinen ange¬
nommen wird.
Mitteilungen.
Am 18. September d. Js. wurde in Frankfurt
a. M. ein Verein für Statistik und Demo¬
graphie der Juden begründet, welcher die¬
selben Zwecke verfolgt, wie die bereits in Berlin
und München bestehenden Vereine. Der Vorstand
des neuen Vereins wird von folgenden Personen
gebildet: Rechtsanwalt Dr. Budge (1. Vorsitzen¬
der), Bankdirektor H. M a i e r {2. Vorsitzender),
Dr. Wilhelm Hanauer (Schriftführer), Rechts¬
anwalt Dr. S. Schwarzschild (stellvertreten¬
der Schriftführer), Dr. Büding (Kassierer), Prof,
Dr. B o n d i, Dr. A. Feucht wanger, Stadt¬
verordneter Fromm, Frau Henriette Fürth.
Prof. Dr. Hülsen, Prof. Dr. Michel, Dr. med.
M. Mainzer, Rabbiner Dr. Nobel, Dr. med.
Th. Plaut, Rabbiner Dr. Salzberge r, Dr. med.
Sichel, Dr. A. Stern, Jos. Wisloch, Dr. A.
Worms.
Der Verein wird seine Tätigkeit mit einer öffent¬
lichen Versammlung beginnen, in der Rechtsanwalt
Dr. Blau (Berlin) über die Bedeutung der Statistik
für die Juden der Gegenwart sprechen wird.
Für die Redaktion verantwortlieh
Rechtsanwalt Dr. Bruno Blau, Berlin-Cbarlottenburg. — Verlacr von Max S Chi Idb erger: Inhaber
Arthur Schlesinger. Berlin W. 62, Schillstr. :t.
Druck^von Anton Timm, Berlin NO. 1*. StTausoerg-erstr^sse 14.