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Tabelle XII.
Bekleidungsgewerbe in der jüdischen Einwanderung.*)
Art des Gewerbes
1888*1389
18894900
19004.901
19014902
19024903
19034904
19044905
1905 4906
Schneider.....
3664
7031
5981
6110
9233
16426
22334
18418
Schneiderinnen . .
1346
1589
2271
Weissnäherirmen. .
917
1300
184
1704
3315
2468
2068
3574
Putzmacherinnen . . .
101
273
488
Hutmacher . . .
683
8009
718
Friseure .....
141
177
164
172
266
403
578
594
Kürsebner e . . .
410
920
539
% der Ge
% der gc-
Art des Gewerbes
19064907
19074908
19084909
19094910
191C4911
Insges
samt-Ein-
werbl. Vor¬
wanderung
gebildeten
21779
14382
68^2
12552
12681
157953
13,55
36,31
Schneiderinnen . . .
4790
2310
j 1367
263-)
4708
21011
2 r 41
6,21
Weissnäherinnen . . ♦
2087
1268
892
1745
8335
26514
2 f 27
6,09
Putzmacherinnen . .
644
337
142
306
545
2836
0,32
0,83
Hutmacher ....
594
433
232
401
502
4572
0,52
1,35
577
361
233
388
496
4550
0,39
1,04
521
373
267
423
527
3671
0,41
i;o8
221107
19,87
52,91
Jahren (1889—1911) Demnach bilden sie
19,87 Prozent der gesamten jüdischen Ein¬
wanderung und 52,91 Prozent aller gewerb¬
lich Vorgebildeten.
Das Resultat ist gerade demjenigen
entgegengesetzt, das wir aus der Be¬
trachtung der Anteilnahme des Kauf¬
mannsstandes an der jüdischen Einwan¬
derung gewonnen haben. Die im Be¬
kleidungsgewerbe tätigen Handwerker
beteiligen sich an der Einwanderung nach
Amerika in viel stärkerem Masse als
sie sich nach ihrer Stärke im Heimatslande
eigentlich beteiligen sollten. So bilden sie
15,46 Prozent der gesamten jüdischen Be¬
völkerung Russlands, dagegen 19,87 Pro¬
zent der gesamten jüdischen Einwanderung;
sie bilden ferner 35,53 Prozent aller jüdi¬
schen Handwerker Russlands, dagegen
52,91 Prozent aller gewerblich Vorgebil¬
deten in der jüdischen Einwanderung.
Statistisches Ärcfcto.
Baden
Jüdische Studentinnen an badischen
Hochschulen von 1900 bis 1910.
In der vom Badischen Ministerium des Kultus und
Unterrichts bearbeiteten Badischen Schul-
*) Anm. Das Fehlen der Angaben für die Jahre
1889—1903 für einige Gewerbearten erklärt sich
dadurch, dass bis zum J. 1903 die Spezialisierung
der verschiedenen Gewerbearten nicht genügend
durchgeführt wurde.
Statistik findet sich in der Veröffentlichung,
welche die Ergebnisse der statistischen Ermittlungen
aus dem 19. Jahrhundert, sowie für die Zeit vom
Wintersemester 1900101 bis mit Sommersemester
1910 für die H.ochschulen behandelt, eine in¬
teressante Zusammenstellung über das Religions¬
bekenntnis der reichsangehörigen Studentinnen in
den einzelnen Fakultäten der Universitäten Heidel¬
berg und Freiburg. Wir wollen hier nur die Anzahl
der jüdischen Studentinnen zum Abdruck bringen.