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S, 101; scheint ihn später zu setzen.) Vesser aber dürfte
die Erklärung sein, mit der Schöpfung des siebenten Ta¬
ges sei erst das Gänze beschlossen; denn die Woche richte
sich nach der Herrschaft der sieben Planeten, deren jeder
die erste Stunde einer Nacht, und die eines Tages herrscht,
nämlich Dterkur Nacht 1, und Tag 4, Jupiter N. 2 u.
T. 5, Venus N. 3 u. T. 6, Saturn N. 4 u. T. 7,
Sonne N. 5 u. T. 1, Mond N. 6 u. T. 2, Mars N.
7 u. T. 3. Vollendet war also das Werk nach dem
Schluß dieses Kreislaufs. (Wir halten es für sehr in¬
teressant, dies bei einem Rabbinen zu finden.)
Die Erläuterung des dritten Capitels ist recht schön,
nur läßt sich der Vers, auf wesentliche Fragen über die
aufrechte Stellung oder die Sprache der Schlange nicht
ein. Nur ist zu bemerken, daß nach ihm der Segen i-i£>
12">1 im 1. Cap. anticipirt ist, weil er erst eintrat nach
der Sünde und der Versagung aus dem Garten., wie
y*ia!ri na iab?ai beweist. Ferner erklärt er ''N bd va,
20, Gebieterin; und 21, w rnbnb, Bedeckung für die
Haut, weil Thierhäute noch nicht ,da waren. Bei 22.
bemerkt er, es sei bescheidene Redeweise, und ver¬
wirft wiederum jede Deutung auf Dreieinigkeit. 22. ys
Baum des Heils j welcher Schmerzen tilgt und
Schwachheit kräftigt.
Zu 24. tnrn-Dn bemerkt Herr Jellinek S. 12. un¬
ten, es sei oben im Tert die Lesart fehlerhaft (man sehe
Baba Batra 12. b., soll heißen a.). Es ist aber nur
ein Ab sch reibe fehler und soll heißen *>inT a?3T’,
und *nn ab aa^b '«»t» vielleicht ist auch das vor¬
herige ai:vn Z'i ■»nn in atn^ W zu ändern. Der
Vers, will blos belegen, daß abis a l t e r n heiße.
IV. 23. zieht er eine sinnreiche Erklärung des Jo¬
seph Kara an, welcher sagt: Lamech habe die unver¬
träglichen Frauen angeredet, er begreife nicht, warum sie
ihm das Leben so verbittern, ob er denn Morde began¬
gen habe, daß er solch Schicksal verdiene? Gott werde
seine Schmach rächen. Die Stelle soll gegen Vielweiberei
gerichtet sein. Der Vers, selbst meint, er hätte seine Wei¬
ber beruhigt, welche sich ihm entzogen, weil sie voraussahen,
daß ihre Kinder in der Sündfluth umkommen würden.
■ 26. Vj erklärt er, man habe angefangen, den
Namen Gottes an die Namen zu setzen: ba^in^o ,babbiiv.
VI. 7. 12 b ba wegen des menschlichen Sinnes.
8. soll nicht heißen: ich bereue, sondern ich
strafe sie ihrer selbst wegen, gleichsam als hätte ich mei¬
nen Sinn geändert, aber sie haben durch ihre Sünden
die Aenderung hervorgerufen.
' 9. in aL? 2 . riäi. Die Umdrehung ist ein Wortspiel,
wie ns und sn, 38, 7. Eine Bemerkung, die wir sonst
nicht gelesen haben.*) " .
(Fortsetzung folgt.) - vt ; v
*) Mit Verlaub, Sle^stnden^^n'InspM^'WbK-
werke schon Bd. I. S. 30. / ' ' Redärt.
Wailted kor tlie Liverpool old Hebrew
Congregation a Gentleman qualified to officiate as
English Lecturer and to assist generally in Ihe perfor-
mance of Ministerial duties.
Applications, enclosing copies of testimonjais. aH
qualification and compelency; and cöntaining 'full p.ayti-
culars o'f age, nnwber of family, elcelra, .t6 .be forvyärded,
Post free, to the Senior Warden, D : aviä r .ßfiKrentl, i; E^q.
Liverpool. ' '• ", V ■ <
Die hiesige Lehrer- und Cantor-Stelle, verbunden
mit einem jährlichen Gehalt von 200 Thlrm und circa
80 Thlrn. Nebenaccidenzien, ist vacant, und-wollen fich
qualisicirende Personen bei dem Unterzeichneten Vorstände
melden. '' - - '
. Schöneck (in Preußen)/im November 185§.
Der Vorstand. -
Mannheim. I. JakovL.
Ein eraminirter Lehrer, zugleich Cantor, der im Stande
ist vierstimmige Choräle einzuüben, wird für die Synago?
gen-Gemeinde zu Memel, gesucht. Das firirte Einkom¬
men beträgt fünfh'un d e xt . Thäler; Mir erlauben
uns noch zu bemerken, daß es einer geeigneten Persön¬
lichkeit nicht schwer fallen dürfte-, durch Nebenrevenuen
das Doppelte des firirten Einkommens zu erzielen.- ^ Auf
portofreie Anfragen ertheilt nähere Auskunft Herr
Marcuse hier.
Memel, im November 1856.
In Folge der Berufung unseres bisherigen Predigers
des Herrn vr. Jellineck nach Wien, wird die Prediger¬
stelle in unserer Gemeinde demnächst erledigt werden. Wir
thun dies mit dem Ersuchen kund, daß alle diejenigen
Prediger, welche geneigt sein sollten, dieses Amt in un¬
serer Gemeinde zu übernehmen, sich unter Beilegung ih¬
rer Qualificationszeugnisse bei dem'. Unterzeichneten Vor¬
stände baldigst melden. ... * , ...
Leipzig, dem 3. December 1856.
Der Vorstand der israel. Neiig.-Gemeinde.
Hermann Mejer.
Zu Purim dieses Jahres, als den 11. März 1857,
wird die hiesige israelitische Lehrer-, Vorbeter - und Schach«