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wurde mit dem bischöflichen Silber gedeckt und die Auf¬
wartung bei Tische besorgte die Dienerschaft aus dem bischöf¬
lichen Palais. Schließlich aber ließ der Bischof das Braut¬
paar in einer Gala-Equipage in die Residenz abholen und
ertheilte demselben dort seinen besonderen Segen. Diese
Liebenswürdigkeit des Bischofs soll — wie man uns aus
Djakovar berichtet — ihren Grund darin haben, daß Koh»
seinerzeit der einzige Jude in der Stadt war, welcher —
für die Stroßmayer-Partei gestimmt hatte, ein Umstand, der
auch beim Hochzeitsmahle von einem der Theilnehmer in
einem eben nicht sehr delikatem Toaste besonders hervorge¬
hoben wurde.
Wie Name» entstehen.
Zu der Zeit, wo auch in Holland die Juden Fanrilien-
namen annehmen mußten, lebte in Wageningen (Holland)
ein Mann, dessen Frau Rosa hieß. Als er sich nun einen
Namen wühlen sollte, nannte er sich Rosenik (Ros en ik,
Rosa und ich).
Anzeigen.
Ty* werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächst-
Xllod folgende Wochennummer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich
an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren.
Für mein Bank- it. Wechsel¬
geschäft suche ich zum sofortigen
Antritt [®.i936
eilten Lehrling.
L. Kann,
Potsda m.
i.u.1444] Bacanz.
Auf sofort, spätestens zu Johanni d. I.
ist die Stelle eines geprüsten Religions-
lehrers, der auch Cantor und Schächter ist,
in hiesiger jüdischen Gemeinde zu besetzen.
Gehalt 1500 Mk. p- a. Reisekosten zur Prä¬
sentation werden nur dem Gewählten vergütet.
Peine, 11 . April 1886. Der Borstand.
Wir suchen einen unvsrheiratheten
der gleichzeitig als trCIUCilldedfeilcr zu fungiren hat und die Fähigkeit besitzen
I muss, den Cantor im Beliinderiuigsfalle zu vertreten.
! Zeugnisse über die bisherige Amtsführung sind der Meldung in Abschrift bei-
I zufügen.
| Briumsclnveiir, 9. April 1886. [B 2021
Das Vorsteher-Collegium der jüdischen Gemeinde.
Zjr.rSchtcr-Pcnsionat« .SöHereNnter»ichts-A»Katt.
| Gegründet 1864. — Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. — Prospekte ans Wunsch.
lFran Direktor Therese Gronau, Berlin, Hindersinslr. 11, Königsplatz.
Israel. Handels- und Sprach-Jnstttut,
— Internationales Pensionat —
zu Brüssel (Belgien).
$antor3,0$äcfyter§ tuSBalfore! mr 168—170 Chaussee d’Etterbeck, dem Park Leopold gegenüber. "W«
Die Stelle eines
in der hiesigen jüdischen Gemeinde wird zum
1. September d. I. vacant. Das mit der
Stelle verbundene Einkommen beträgt 1200 M.
Fixum, ea. 150 M. aus Legaten neben freier
Wohnung und den Nebeneinnahmen aus der
Schechita, die sich in den letzten Jahren auf
ca. 700 M. beliefen. Geeignete Bewerber,
welche genügende musikalische Bildung be¬
sitzen, um mit Harmoniumbegleitung vorbeten
und den Synagogenchor einüben zu können,
wollen ihre Meldung nebst Zeugnissen bal¬
digst an den Unterzeichneten Vorstand ein¬
senden. [iU.1297
Schwerin a. d. Warthe, den 22. März 1886.
Der Korporations - Vorstand.
Simon Boas.
Direktor: Prof. L. Kahn, F. S. S. L.
Ehreu-Genosse der k. Gesellschaft der Wissenschaft, Literatur und Kunst in London.
■ " Das Sommersemester beginnt am 3. Mai. ——
Wir suchen womöglich auf sofort für
die Synagogengemeinde Schötmar-
Salzufeln einen
«. öovürtrt
Gehalt 1)00 Mark.
Schot m a r.
Der Vorstand
L.c. I389j Theodor Hamlet.
Pensionat und Höhere Töchterschule
von
Fra« vr. Levers«» in Hannover,
Thiergartenstraße 3 und 4.
. . Beginn des Sommersemesters 3. Mai. ——
?■
Zsr. Pensionat u. Höhere Töchterschule |
ton Geschtt». Sobeenheim in Bingen n. Rhein.
Pensionärinnen können zu jeder Zeit eintrelen.
Lehranstalt für die Wissenschaft des Judenthums zu Berlin,
Unter den Linden 4 A . [B2003
Das Sonnnerfemefter beginnt am 3. Mai.
Anmeldungen nimmt entgegen der z. Vorsitzende Herr Dv. Müller, Auguststraße 10.