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haben. Die unterfertigten Zeichnungsscheine aber sind mit
Angabe der Depotstelle an die Jüdische Colonialbank in
London E. C., Broad Street Avenue, per Post einzusenden.
Subscribenten in Deutschland deponieren bei der
Norddeutschen Creditanstalt in Königsberg
in Preussen die 2<)percentige Anzahlung.
Die provisorischen Quittungen.
Die Präsidenten der Zionsvereine oder die von den
Vereinen oder vom Actionscomite bestellten Vertrauens¬
männer können im eigenen Namen oder im Namen des
Vereiltes die eingezahlten Gelder provisorisch be¬
stätigen. Die Anzahlung der Subscriptionsschejine muss
jeden Abend an die autorisierte Subscriptionsstelle ihres
Landes oder an die Jüdische Colonialbank London E. C.,
Broad Street Avenue, geschickt werden. Von diesen Stellen
aus werden sofort die definitiven Quittungen an die
Aussteller der provisorischen gesendet, um sie gegen
letztere umzutauschen.
Einzelheiten.
Krakau. Habe bisher 600 Shares. Täglich kommen neue
Zeichnungen mit Anzahlung und auch mit voller Einzahlung
hinzu. ' (gez.) Schön weiter.
Kolomea. Der Erfolg in Galizien wird sich voraussicht¬
lich sehr günstig gestalten. Wir arbeiten mit aller Energie.
(Gez.) Rosenheck.
Rohatyn. Durch die Agitation des hiesigen Zions¬
vereines 112 Shares gezeichnet. (Gez.) J. Weinlös.
Brody. Infolge der Bemühungen der Herren Lifschütz,
Partakowa, Holländer, C ultu s verstand Schapira, Gal atz er und
Kost bisher 150 Shares gesammelt. (Gez.) Zionsverein Brody.
Stanislau. In Bohorodschany grosse Volksversammlung
abgehalten, Dr. R. Jonas und J. Schönfeld referierten über
die Colonialbank. Sofort viele Actien gezeichnet. Ziffer u-
mässiges Ergebnis folgt.
(Gez.) -Bureau des zionist. Kreiscomites Stanislau.
Zloczow. Exclusive der bereits früher gezeichneten 100
Shares, nun 300 Shares gezeichnet infolge der Bemühungen
des Vereines „Degel Jeschurun“ und der uns zur Seite
stehenden Herren Waschitz, Seidmann und Leiter.
(Gez.) Schwadron.
Dukla. Nach einem Vorträge des Herrn Dr. Kom-
h ä u s er wurden vorläufig 40 Shares gezeichnet. Wir agitieren
weiter. (Gez.) H. Barel.
Nadworna. Dank der Agitation der Herren J. Mehr,
CultusVorsteher, Präsident des Vereines „Zion“ J. Sekler,
S. Griffel sen. und der zionistischen Jugend wurden hier vor¬
läufig 125 Shares gezeichnet, wir erwarten aber mindestens
das Zweifache. Die Subscription hat unsere Erwartungen
weit übertroffen.
Dolina. Hier allgemeines Interesse für die Colonial¬
bank. In den Bethäusern wird eifrig agitiert. Bisher
5o Shares. (Gez.) Engelstein.
Krosno. Dr. Kornhäuser aus Jaslo beehrte uns mit
seinem Besuche und agitierte für die Subscription. Die
Herren Hirschfeld, Brüder Dym, Storch, Seifmann, Katz
und Jolles sammeln Zeichnungen.
Plotycza. In unserem Dorfe wurden 40 Shares ge¬
zeichnet. (Gez.) Neiger.
Grzymalow. 30 Shares bei einer Versammlung, in der
die Herren Margulies, Blun und Laxer sprachen.
(Gez.) Freud,
Storozynetz» 50 Shares nach einer Rede des Herrn
Dr. Korner. (Gez.) Reichmann.
Przemysl. Nach einem Vortrage des Herrn J. Hochfeld
wurden bei Herrn J. Ehrlich 130 Shares gezeichnet.
Ottynia. Bis nun wurden 100 Actien gezeichnet. Es ist
/u erwarten, dass kein einziger Jude sich dieser Sache ent¬
ziehen wird. " (Gez.) Verein „Zion".
Brest. Lit. (Russland). Bis jetzt 2700 Actien von circa
100 Subscribenten gezeichnet, darunter ein Christ. Bank
sehr populär. L. H.
In Olmiitz hat die Shares-Subscription das erste
Hundert überschritten. Agitation wird rührig fortgesetzt.
(Gez.) Einzel-Verein Olmütz des „Zion". Rinnstein.
Ungarisch-Hradisch. 81 Shares. (Gez.) Weissmann.
Braila. Wenn auch die Vorsubscription des vorigen
Jahres uns als Richtschnur dient, muss doch jetzt bei der
definitiven alles von neuem gemacht werden. Das Bild, das
sich jetzt bietet, ist in den meisten Fällen die Ergänzung
der früheren Anzahlung und zum Theile die Vergrösserung
der ersten Subscription. Es kommen auch viele Neuanmel¬
dungen hinzu. Die gesammelten Anzahlungen werden in
regelmässigen Zwischenräumen nach London geschickt.
Jeden Sonntag findet eine Volksversammlung statt, in der
für die Banksubscription agitiert wird. Braila dürfte hinter
den gehegten Erwartungen nicht Zurückbleiben.
(Gez.) Ellmann.
Jassy. Bis heute wurden, dank den selbstlosen Be¬
mühungen des Hrn* Bangui er Leo Popperund den von den hie¬
sigen zionistischen Vereinen eingesetzten Commissionen,
2300 Shares gezeichnet, und die 20 Percent bei Herrn Leo
Popper deponiert. (Gez.) Armin Dux.
Mülhauson. Am f>. April hielt Herr Rechtsanwalt
Dr. Friedmann aus Basel im Salon Vert des Cafe Moll in
Mülhausen einen Vortrag über „die Jüdische Colonialbank
und ihre Bedeutung für die Besiedelung Palästinas durch
Juden".
Die zahlreich erschienene Zuhörerschaft folgte mit
gespannter Aufmerksamkeit den sehr interessanten Aus¬
führungen.
Referent wies nach, dass die Bestrebungen einzelner
einem ganzen Volke wenig nützen können ; dazu gehöre vor
allem System und Organisation. Der Zionismus sucht durch
Organisation Palästina mit Juden zu bevölkern; das Instru¬
ment, dessen der Zionismus bedarf, ist die Colonialbank.
Indem die Colonialbank ihre Aufgabe löst, nützt sie
dem Judentlium und der Culturwelt.
Nach den Angaben vieler Forscher, die bei der Sache
uninteressiert sind, ist Palästina in vielen Theilen ein höchst
fruchtbares Land. Nicht umsonst spricht die Bibel vom
Lande, wo Milch und Honig fliesst.
W enn das Land in der Jetztzeit arm ist, so ist es nur
die Schuld seiner aller Energie und Thatkraft entbehrenden
Bevölkerung.
Sind einmal alle wirtschaftlichen Factoren vorhanden,
Arbeit und Capital, so wird aus den Ruinen neues Leben
entstehen.
Eine arbeitsame Bevölkerung wird Getreidebau sogar
für den Export betreiben können, sie wird aufs neue die
Bergwerke des Libanon in Betrieb setzen, sie wird sich
.industriell und commerciell bethätigen können.
Eine deutsche und eine italienische Bank machen im
Augenblicke sehr gute Geschäfte in Palästina.
Auch eine jüdische Bank kann und muss prosperieren.
Sie wird jüdische Arbeit unterstützen dadurch, dass sie
jüdische Capitalien in Palästina concentriert.
Fremde suchen sich in Palästina anzusiedeln ; wenn
das Judenthum sich nicht bald aufrafft, so kommt es zu
spät — andere haben sein Evbthe.il eingenommen.
Es wäre eine Schande, wenn das Judentlium das Ver¬
trauen nicht rechtfertigt, das seine Führer in dasselbe setzen.
Unsere Führer, deren Namen im Judenthum und in
der civilisierten Welt einen guten Klang haben, appellieren
an das jüdische Volk, um ein Werk ins Leben zu rufen,
das dem gesammten Judentlium nützen soll.
Nur eine Lösung der Judenfrage gibt es, es ist die
wirtschaftliche.
Reichliches Beifallklatschen belohnte den Redner für
seine Ausführungen.
Nach dem Vortrage erklärten sich mehrere Herren
bereit, für die Placierung der Shares unter der hiesigen Be¬
völkerung zu wirken.
Wir haben auch alle Aussicht, eine grosse Anzahl
Actien unterzubringen. (Gez.) Dr. Elias,
Lodz. Das von Böswilligen verbreitete Gerücht, einer
unserer grossen Subscribenten wolle den von ihm bei der
Vorsubscription gezeichneten Posten Shares nicht über¬
nehmen, ist, so viel ich weiss, un wahr. Das Interesse für
die Bank ist hier ein lebhaftes. Dr. J.
Kiew Die Stimmung für die Subscription ist aus¬
gezeichnet. Es melden sich auch Russen, die Shares zeichnen
wollen. Dass Herr A. Hornstein, der sich allgemein grossen
Ansehens erfreut, der Bankverwaltung angehört, hat in der
Geschäftswelt stark gewirkt. Dr. M.