Page
Nr, 40
Seite 5
„Die & Welt**
weiss jeder, der in jüdische Verhältnisse Einblick hat- dass
die ' behauptete Alliance israelite nur Chimäre ist. Kaum
unter tausend Juden Einer weiss etwas von dem Humänitäts-
verein, „Alliance israelite“, und man kennt keinen Juden
hierzulande, der ihr jemals Geld zugewendet oder Geld von
ihr erhalten hätte. Was nun ein gewisses inneres, unorgani¬
siertes Zusammenhalten anbetrifft, so ist es ganz zweifellos,
dass auch ein solches nicht besteht, und die Juden im
Gegentheil überall in Westeuropa bestrebt sind, ihre Volks¬
zugehörigkeit zu vertuschen und in ihrer Umgebung nicht-
jüdische Freunde, nicht-jüdische Geselligkeit, nicht-jüdische
Angestellte und nicht-jüdische Geschäftsfreunde zu bevor¬
zugen. Was endlich die Unlauterkeit des jüdischen
Volkscharakters an betrifft, so wäre es wahrhaftig kein
Wunder, wenn die tausendjährige Erniedrigung die jüdische
Volksseele herabgedrückt hätte. Jeder Unbefangene wird
aber bei sorgfältiger Beobachtung nicht verkennen können,
dass wir Juden nicht besser, aber auch nicht schlechter sind
als andere Völker, sondern eben nur anders als die andern,
Es ist wahr, die im Vordergründe der Oeffentlichkeit
sichtbaren Juden sind nicht immer gerade sympathische
Figuren, sie sind sogar meist eher das Gegentheil davon,
man beobachte aber nur, welche sonderbare Typen
andere Menschen an ihre Spitze bringen, um die jüdischen
Ekels billiger zu beurtheilen. Will man den populären
Gregorig nicht als Muster des christlichen Wienerthums,
den polulären Schönerer für den Typus des öster¬
reichischen Deutschen, den Bfeznowsky als Czechen*
Drumont als Franzosen und die anderen appetitlichen
öffentlichen Notabilitiiten als Repräsentanten ihrer Rasse
gelten lassen, so muss man auch den Juden verzeihen, dass
sich nicht gerade die Besten von ihnen in den Vorder¬
grund gedrängt haben.
Einen Hauptgrund für die Missachtung der öster¬
reichischen Juden haben wir in dem Treiben der jüdischen
Journalistik zu suchen. Es ist sicherlich nicht übertrieben,
wenn hier behauptet wird, dass kein Volk der ganzen Mon¬
archie an commercieller, industrieller, wissenschaftlicher und
publicistischer Arbeit so viel hervorgebracht hat, als das
kleine jüdische Völkchen. Gleichwohl schämen sich die
meisten Juden ihrer Abstammung und suchen in einem
fremden Volksthum namenlos und abstammungslos unterzu¬
tauchen. Fast alle gelesenen Blätter Oesterreich-Ungarns
sind nahezu ausschliesslich von Juden geschrieben. Aber
man wird vergeblich in all diesem Berg von Zeitungen nach
einem jüdischen Namen suchen, denn jene compromittierenden
Namen werden von allen „besseren" Blättern sorgfältig
hinter Paradechristen versteckt, nicht vor den Christen, die
das ganz gut wissen und gewöhnlich vor selbstbewussten
Juden viel mehr Respect haben als vor geschlechtslosen
Juden, sondern vor den Juden selbst, welche sich mit Eifer
der Täuschung hingeben, auch nichtjüdische Blätter für sich
eintreten zu sehen.
Wer als Journalist seine Pflicht thun will, muss vor allem
mit offenem Visier kämpfen. Die Anonymität setzt das Niveau
der Presse herab, insbesondere, wenn man durch das eigene
Temperament oder durch die Lage der Dinge dazu gezwungen
ist, heftig an zu greifen. Einer, der jeden Augenblick gewärtig
sein muss, mit seiner Person für das Geschriebene einzu¬
stehen, schreibt viel besser, wahrheitsgetreuer und vor¬
nehmer. Er kann durch den Einsatz seiner Person, einer
ehrenhaften Vergangenheit und einer schönen Zukunft
immerhin einen Einsatz bieten für die unverhältnismässige
Macht der Presse einzelnen wehrlosen Personen gegenüber
Wer in öffentlichen Dingen mitredet und seinen Namen und
seine Rassenzugehörigkeit verbirgt, wer sieh in dieser Weise
selbst castriert, der kann niemals ein Wächter, sondern
höchstens ein geschlechtsloser Eunuch der öffentlichen
Meinung sein. Der Respect, welchen man solchen Leuten
entgegenbringt, ist auch ganz darnach.
Einem Einzelnen ist es nicht möglich, den alten
Gebrauch zu durchbrechen, noch dazu, wenn er einen recht
jüdischen Namen hat. Fast sämmtliche Redactionen der
radicalsten Blätter, welche Gott und den Teufel und was
sonst noch bekämpfen, getrauen sich nicht, jüdische Autoren¬
namen zu drucken. Blätter, die zu neun Zehntel von Juden
geschrieben und zu drei Vierteln von Juden gelesen sind,
verbergen die jüdisch klingenden Namen unter red actioneilen
Spitzmarken oder bestenfalls unter Anfangsbuchstaben. Es
wird wohl in Wien keine Zeitung geben, an der nicht zu¬
mindest ein Kohn oder ein Löwy regelmässig mitarbeitet.
Einen solchen Namen findet man jedoch in keinem Blatt
unter einem Beitrag. Wen wollen sie eigentlich damit
täuschen ?!
Es ist bei Strafe des Todtsehweigens verboten,
öffentlich an diese Dinge zu rühren. Wenn ich finde,
worin die Theorie und die Empirie vom tiefsten
Fachgelehrten bis zum letzten Gassenjungen einig ist,
nämlich, dass der Jude ein Mensch von ausgeprägten inneren
und ausserrn Rassenmerkmalen ist, so habe ich damit noch
noch nichts Besonderes gethan. Die Christen finden das
auch selbstverständlich und haben für Juden, die von ihrem
Wesen nichts abhandeln lassen, auch die volle Achtung, die
man Vollmenschen entgegenbringt. Nur die jüdische Pluto-
kratie und die jüdische Presse, weiche den Rassenunterschied
und den Rassenhass in einem Meer von Tinten-Idealen
ertränken wollen, hassen und boykottieren alle jene, die sich
auch äusserlich zum Judenthum bekennen. Deshalb braucht
man noch nicht ein schlechterer Deutscher zu sein, ganz
im Gegentheil, wir Juden deutscher Cultur sind uns jeden
Augenblick dessen bewusst, was die Deutschen uns geschenkt
und was wir ihnen zurückgegeben haben. Die deutsche
Cultur der Gegenwart ist zu einem grossen Bruchtheil
jüdische Cultur, und in einzelnen Zweigen der Wissenschaften
und Künste übersteigt der jüdische Antheil den Antheil der
Rassen deutschen. Wir lieben diese Cultur, mit der wir seit
Jahrhunderten enge verwachsen sind, ohne Selbstentwürdigung,
voll berechtigt zu dem Antheil Mitarbeit und Mitgenuss, der
auf uns entfällt
Wer unter den Juden ein journalistisches Talentchen
hat. dem rathen die guten Freunde, sich den Namen ändern
zu lassen oder zumindest pseudonym sein Glück zu ver¬
suchen. Diese gescheidten Freunde haben sicherlich nicht
unrecht, aber es ist nicht jedem gegeben, sein Menschenthum
ab streifen zu können und sich auf jenes gottähnliche Ueber-
mcnseh-Europäerthum der altliberalen Leitartikler zu erheben.
Was Oesterreich dem Auslande gegenüber zur Bedeutung
verholten hat, das sind seine Industrie und sein Handel,
seine Wissenschaft und sein Schriftthum, seine Kunst und
sein politisches Leben. Alle diese Dinge sind zumindest
ebensoviel jüdisch als deutsch, czechiseh, polnisch, slovenisch,
magyarisch oder italienisch. Deshalb müssen die Juden in
Oesterreich, wo sie trotz allen officiellen Ignorierens noch
etwas bedeuten, sich nicht vor der Oeffentlichkeit verkriechen
und ihr Wesen verleugnen.
Die Woche.
Wien, J. October.
Es liegt die Befürchtung nahe, dass die Wiener
Christlich-Socialen trotz ihrer bekannten Vorliebe für Rom
jetzt ebenfalls in den stürmischen Ruf „Los von Rom P
aiisbrechen werden. Rom hat sich nämlich jetzt soweit ver¬
gessen, einem — Orientalisten - Congresse Obdach zu
gewähren.
* * *
Tn Wiener - Neustadt wurde kürzlich — wie die
Zeitungen meldeten — eine französische Sprachlehrerin
wegen Diebstahls zu vier Monaten Korkeis verurtheilt,
ausserdem wurde über sie die Ausweisung aus Oesteireiah