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Einzelnummer 0,30 Goldmark
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fcdakUon u»d Verla«, W IS, Melnekcitraße 10, Ericheint
Eden DleneUg und' Freitag, Bezugspreis bei der Expedition
LnttHcb MS Goldmark, Viortelithrlich 5,35 Goldmark.
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Nummer 18,
Berlin, 3; HL 1925
. Anzclgon «Verwaltung
Jüdlach«Ruad»chaaG.tn.b.H., Berlin W13, Melnekcitr. 10
Telephon 1 Amt Bismarck 7165—70,
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Aai«Jtf«ucU*Bi DlaaiUf «ad PreltM oackttltlai 4 Uhr,. 1
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Telephon» Bismark 7165-70, Po«lachcckkontoj Berlin Nr. 17392.
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| BdftsprasMcni Eis<cri |
In tiefer Trauer steht die deutsche Republik an der
gahrc des ersten Reichspräsidenten. Nicht , nur dem
Träger der höchsten Würde des Reiches gelben die Oo
lühle, sondern der integren Persönlichkeit eines Mannes,
der sich durch eigene Tüchtigkeit und Klugheit vom
dnfachen Handwerker zum großen Politiker hinauf«
gearbeitet hat. Ebcrt war ein Mann ans dem Volke,
( r behielt die Geradheit und den Gerechtigkeitssinn des
einfachen Mannes bis an sein Lebensende. Dieser Ge¬
rechtigkeitssinn war es, der auch sein Verhältnis zum
Judentum bestimmte. Ebcrt hatte schon infolge seiner
Herkunft keine besonders engen Beziehungen zum Juden¬
tum oder Jüdischen Kreisen, später jedoch kam er in der
sozialdemokratischen Partei mit zahlreichen jüdischen
Intellektuellen in Berührung und arbeitete mit ihnen
zusammen in einem Verhältnis gegenseitiger Vorurteils«
fcser Achtung. Wahrend seiner Rclchspräsldcntschaft,
die ihm so viele Rcprascntatlonspflichten auferlegte, hatte
Ebert auch öfter Gelegenheit, mit jüdischen Persönlich¬
keiten und Repräsentanten Jüdischer Organisationen zu¬
sammenzukommen. Es ist bekannt, daß er zweimal den
Präsidenten der Zionistischen Organisation, Dr. Wclz-
«ann, empfangen hat und sich von ihm über den Aufbau
Palästinas informieren ließ. Der letzte Empfang Dr.
U'clzmnnn.« Hegt nur wenige Wochen zurück und Prä¬
sident Eberl, der sich damals noch völlig ungetrübter
Gesundheit erfreute, zeigte großes Interesse für die
palästinensischen Probleme.
Die Person des Reichspräsidenten war in der letzten
Zelt leidenschaftlich umstritten. Es wurde von natio¬
nalistischer Seite «In Kampf gegen Ihn entfesselt, den
|cdcr objektiv denkende Mensch als ungerecht, unbe-
irchtlgt und gehässig erkennen mußte. Denn Eberl
war nicht nur .ein Patriot, er war auch ein durch und
durch nationaler Mann, dessen Oroßmut gerade jene
Kreise, die jetzt am frechsten gegen ihn auftraten, viel
verdateten. Es ist vielleicht nicht unangebracht, darauf
hinzuweisen,'daß.die Verleumder, die,auch vor dieser
rdnen Persönlichkeit nicht zurückschreckten, dieselben
Uute sind, deren • antisemitische Propaganda den Qcist
des dcuUchen Volke* vergiftet •
' lW deutsche Judentum und mit ihm die deutschen
Zlonlsten betrauern tiefbewegt den schweren Verlust,
den' das Deutsche. Reich erlitten hat -
Du Präsidium der Zionistischen Vereinigung für Deutsch-
l«nd hat in die Familie des Dahingegangenen sowie an die
Rdchsreglerung folgende Beileidstelegramme abgesandt:
Relchsrcgicruug Dr. Luther,
Berlin, WilhctmstraUc.
Wir bitten anläOUch des Hinscheiden« dca Herrn Relchs-
rjasidenteo den Ausdruck der tiefsten Trauer aller deutschen
«misten entgegennehmen zu wollen.
Zionistische Vereinigung für Deutschland.
Der Vorsitzende Kurt Blumenfeld.
Frau Reichspräsident Ebcrt,
Berlin, Wllhelmalraße.
Wir exlauhen una Ihnen und Ihrer Familie anllßllch des
»nschelden» des von allen deutschen Zlonlsten tiefbetrauerten
itrrn Reichspräsidenten den Ausdruck unserer wärmten
"lillruhme ru übermitteln.
Zionistische Vereinigung für Deutschland.
Der Vorsitzende Kurt Blumenfcid.
' * . '• '
. Auch die jüdische Oemeinde Berlin hat, wie wir erfahren,
f J , Rclchsreglerung In einem Schreiben die Trauer der Berliner
Mcnschaft zum Ausdruck gebracht.
Die Einwudenmg In PalSsllna In Jahre 1924
London. (J.T.A.) Wie einem vom britischen Kolonial-
""t «m 24. Februar veröffentlichten Kommunique* ru entneh-
" ,fn K «tlucj wShrcnd des ganzen Jshrei» 1021 U 851 Juden
Minner, 3636 Frauen, 3112 Kinder) In Pa-
*MIna eingewandert. Während derselben Zeltpcrlode
^»nderten 2037 Juden aus Palästina wieder aus, so daß die
'"nähme der jüdischen Bevölkerung 08M beträgt. Im Jahre
523 Meine sich die Ziffer der reihen Einwanderung auf 3768.
' dt m Kommunicrue* wird festgestellt, daß sich In den letzten
j^naten der Charakter der Einwanderung Insofern geändert
7 als ein großer Teil der neuen Einwanderer'Jetzt aus be¬
izeiten Leuten besteht. Mehrere von diesen haben neue
"oustfic Im Lande begründet, alle-anderen Einwanderer wur«
^ vorn helmischen Arbcltsmarkt vollkommen
J ö »orbh>rt.' Unter der Jüdischen'Bevölkerung laßt sich
( , cü,e von irgendeiner Arbeltiloslgkclt'nicht reden; aber audi
■ c Zahl der nlchtJQdlichcn Arbeitslosen' ist stark gesunken.
Die erste jüdische Stadt
Tel-Äwiw, seine Entwicklung und. Zukunft
Von Dr. Arthur Ruppin, Mitglied der Zionistischen Exekutive, Jerusalem.
I. Rapides Wachstum. • •
So. oft ich nach Tcl-Awlw komme, Jedesmal bin Ich von
neuem fiber das rapide Tempo .seiner Entwicklung erstaunt,
jedesmal steint In mir von neuem die Erinnerung auf, mit
welch armseligen Mitteln vor 15 Jahren diese Stadt gc-
gründet wurde. Diu' 60 Mitglieder, welche Im 'Jahre 1907
die Gesellschaft Achusath Bnjiih begründeten, hatten, nach¬
dem, sfc mit etwa 50000 Frcs, (2000 C) den Boden bezahlt
hatten, noch.50000 Frcs. für den Bau der Häuser zur
Verfügung, d. h. ihr Ocsamtkapltal betrug 4000 £. Es be¬
durfte unendlicher Kombinationen mit den Verkäufern und
mit dem Oyrnnasltim, das damals von Jacob Moser Oeld
für Bauplatz und OebSudc erhalten hatte, um mit winzigen
Mitteln den Bodenkauf von 140 Dunam abzuschließen. Dem
Darlehen von 250000 Frcs. (10000 £), das der J. N.-F,
den 60 Mitgliedern von Tcl.Awlw gewährte, ist zu verdanken,
daß das ganze Projekt nicht schließlich doch Ins Wasser fiel.
Orund dazu wäre genug vorhanden gewesen, denn es fehlte
nicht an Skeptikern, welche es für den Olpfcl alles Unsinns
erklärten, auf den Sanddünen, In denen man knietief ver.
sank, eine Stadt gründen zu wollen.
i Einige'Zahlen bezeichnen, das Wachstum Tel-Awlws. '•
Die Zahl der Einwohner betrug: Im Jnliro 1011 5V)
1013 030
1010 2862
Anfang 1022 5506
Nach Vereinigung mit den umliegenden
Stadtvierteln Ende 1022 12862
September 1023 16 524
v ' ■ Dezember 1024 ' 27000
Die Zahl der Häuser betrug- 1O10 zirka 100
1014
1.O20 „
1021 „
1023 „ 1500
200
300
600
Dezember 1<?2f
2000
Zu diesen' massivem Wohnhäusern fcemmen noch viele
Hunderte von Holzbaracken und Zelten, In denen mehrere
tauend Menschen provl-oilseh leben.
Die Fläche von Tcl-Awiw, die Im Jnhrc 1000 110 Dunam
betrug, Ist bis Dezember 1021 auf niflir als 6W0 Dunniu
angewachsen. Der Wert dieser; Boden« ht heute mit den
darauf errichteten Ocb.\udcn auf 3 Millionen Pfund zu ver¬
anschlagen.
Mit seinen 27000 Einwohnern hehcrbcrRl Tcl-Awlw heute
ein Viertel der gesamten Jüdlsciicn BevAfkerunp; Palästinas,
Wenn die Einwanderung In derselben Welse weitergeht, wie
In der zweiten Hälfte des Jahres 192-1, d. Ii. wenn etwa
20 000 Juden nach Palästina kommen und sich zwei Drittel
davon In Tel-Awiw niederlassen, so wird Tcl-Awlw In zwei
Jahren bereits ein Drittel und'einige Jahre spater fast die
Hälfte der gesamten jüdischen Bevülkcnins Palästinas um-
fassen.
II. Kritik.
Tcl-Awlw hat viel Kritik erfahren, weil sein uchnuungv
plan unsystematisch und viele der gebauten Himer stillos
und häßlich seien. Ocwlß Ist nn dieser Kritik viele» ,hc :
rechtigt. Nur übersehen viele Kritiker, daß Forderungen,
die man mit Recht »u das heullf/e Tel-Awiw stellen kann,
unsinnig gewesen w.lren, wenn man «Ic an »las Tcl-Awlw
vor 15 Jahren gestellt hätte. Die Juden, die sich daninls.
In Tcl-Awlw ansiedelten, mußten Infolrrc den Mangels an
Mitteln In erster Linie darauf sehen, billig ru bauen. Für
sie gab es nicht die Möglichkeit gut zu bauen, weil dieses
gute Bauen Immer mit höheren Ausgaben verbunden war,'
Sie hatten nur die Alternative, billig oder gar nicht m
bauen. Heute wirken die kleinen Häuschen,-die Im Beginn
von Tel-Awiw gebaut wurden, ärmlich und unharmonisch
Im Vergleich mit den 60 viel größeren Häusern der Nach-
barschaft.
Die engen Straßen des ursprünglichen Tcl-Awlw genügen
nicht dem Verkehr von heute, well die rapide Entwick-
Jung von den Begründern nicht vorausgesehen werden konnte
und sogar, wenn man sie vorausgesehen hfltte, die Siedler
nicht Imstande gewesen wären, breitere Straßen ru bauen.
Daß manche Straßen im Zickzack verlaufen, hängt damit
zusammen, daß der Boden nicht mit einem Male, aondem
In sehr vielen kleinen Stucken nllniühllch rusninmcugclcniift
wurde und daß man, wenn man ein Stück knufte, nlemaln
vorher wissen konnte, ob und wenn man das nächste Stück
würde kaufen können. Es war deshalb außerordentlich
schwierig oder sogar unmöglich, einen systematischen Par.
zrllicriingsplan nnfzmlellen. •, ' •
Schließlich darf nicht vergessen werden,, daß die Orfln-'
dung von Tcl-Awlw überhaupt den Beginn einer jüdischen
Bautätigkeit Im Lande bedeutete. Bis dahin waren alle'
Bauten In Palästina von arabischen Handwerkern ohne Hilfe
von Ingenieuren oder Architekten handwerksmäßig aus'-'
geführt worden. Niemand hatte'an so etwas wie clnou Stadt-i
plan gedacht. Es waren im ganzen Lande keine europäischen
Ingenieure mit Kenntnissen' in ! Architektur oder Stildiebau
vorhanden. Die ganze Anlage > vm»'Tcl-Awlw war.deshalb
In den Händen der Siedler selbst,'die notfltJI ::- r lnT'keine
lachlirhe Vorbildung verfügten.' E« Ist noch ü.t, ,yr undcr,
• > • ■ . .../.•■
daß nicht noch größere Mißgriffe vorgekommen sind, als
es z. B. die waren, daß man dem Oymnaslum, das als der
reiche Onkel gegenüber den 60 Mitgliedern von AehusMIi
Itojltlt leicht seine Forderungen durch:etzen konnte, den.
Platz bewilligte, auf dem es jetzt steht und auf ,dem • ta
die damalige Hauptstraße von Tel-Awiw abriegelte. Wenn
man auch ans den damaligen Verhältnissen alles erklären
und meist auch rechtfertigen kann, so muß- doch an das
heutige Tcl-Awlw ein anderer Maßstab angelegt, werden.
In der systematischen Gestaltung des Bebauungsplanes • ist,
zwar vieles besser geworden. Dagegen zeigt sich In den
Fassaden vieler Häuser noch licute ein erschreckender Mangel
an Geschmack und mangelnde Rücksichtnahme auf das Ge-
samlblld. Hier Ist. wie schon erwähnt, eine strengere Kon.,
trolle des Gesamtbildes von Tel-Awiw am Platze.
Hf. Neue Aufgaben der Stadtverwaltung. ,.
Daneben sind aber jetzt ganz neue Atifgabcn an Tel-Awiw
herangetreten. Solange es klein war, konnte es viele .Be¬
dürfnisse seiner Einwohner privaten Gesellschaften überlassen.
In der Tat wurde Im ersten Jahrzehnt Schulwesen, .Kranken¬
fürsorge, Armcnffirsorge ausschließlich von privaten Gesell-
fcfh.iflcii geübt und Tcl.Awiw Minimale sich nicht darum.
Aber für ein Stadiwesen von fast 31)000 Einwohnern läßt
sieh dieser Zustand nicht aufrechterhalten. Wenn es früher
genügte, daß der Stadtrat von Tcl-Awlw dafür sorgte, daß
Straßen gebaut und unterhalten wurden und daß die Ein-
wohner nicht die Bauvorschriften und die Gesetze der
Hygiene verletzten, so ist heute der Stadtrat aus dieser
beschränkten Rolle eine» Komitees für Straßen- und Bau¬
polizei herausgewachsen und muß alle Aufgaben auf sieh *
nehmen, welche einer Stadibchörde zufallen. Anfange dam
auf dem Gebiete des Schulwesens und Krankcnwcscns sind
schon da. Aber es ist kein Zweiitl, daß die Anforderungen'
auf diesem Ochlctc in den nächsten J.ilircn sich außer¬
ordentlich steigern werden und daß die .Gesellschaften, die
bisher hierfür sorgten, solange TeUAwfw? ein schwaches Ge¬
meinwesen war, sich von dieser Tiitlqkcit zurückziehen und
der ; Stadt Tel-Awiw die Sorge, dafür, gänrlich überlassen
werden.' Auelt Aufgaben auf dem Gebiete der■ Annr.npliege,
der Sorge für Walsen und lür alle Leute, sowie Arhciulosen-'
fürsorge harren Ihrer Lftjiing. Daneben find auch wich¬
tige und kostspielige öffentliche Arbcilci, /. B. de Kanali¬
sation, die Anlage eines Parkes, die Vcrbcsic'rung der Wege
innerhalb Tcl-Awlws und von Tcl-Awlw nach Jaffa und
Pclach Tikwah zu erledigen und. schließlich wird der Stadt-
rat von Tcl-Awlw sich In viel höherem Maße ds bisher
mit wirtschaftlichen Fragen zu bcschaMgcn haben. Die
Wohnungsnot nimmt infolge der steigenden Einwanderung
sehr schlimme Formen an. Trotzdem so virl gebaut wird,
«laß ganz Tel-Awiw eigentlich einer großen Bauwerkslatt
gleicht, so reichen die nciilicr^'cstcllten lliiner doch nicht
aus, den Woiinuiigsbcdarf 711 decken. Tauscndc von Menschen
wohnen noch Immer Im Zentrum von Tel-Awiw In Zelten
und Baracken, was sowohl für diese Bewohner, als auch
für ganz Tcl-Awlw mit schweren hyglenl-ichen Nachtellen
verbunden Ist. Der Stadtrat von Tel-Awiw wird sich der
Aufgabe nicht entziehen, können, nach Mitteln zii stidien,
um den Wohnungsbau' »o zu beschleunigen,'- daß er mit
der verstärkten Einwanderung gleichen Schritt hält und den
Jel/.t In Zelten'und Baracken', kampierenden fJlliwollneni eine
hygienische Wohnung verschafft. Es wird auch zu den Auf¬
gaben Tcl-Awiwr. gehören", die Industrie ru fördern, indem
es den Industriellen, die In Palisllua Werkstätten oder
Fabriken errichten wollen, mit Rat an die Hand p.clit und
Ihnen nach Möglichkeit Boden oder wenn möglich Rlumc
In fertigen Werkstätten pachtweise^ liberläßl'. ' Auch zur
Förderung der Touristik künntc scltcus des Stadtrats von
Tcl-Awlw viel geschehen. Tel-Awiw als erste und einiigc
jüdische Stadt der Welt wird auf die Juden ln-alle.i Ländern
eine staikc Anriehungskraft ausüben und sein mildes Klima
Im Winter und der Strand des Mlttclmccrcs Im Sommer werden
den Strom der Brs,ucVer nnch verstärken. Tel-Awiw müßte
für diese' Touristen eine Auskuitftsstcllc schallen, Ihnen beim
Besuch der Stadt nnd der umliegenden Kolonien behillllch
sein und auch sonst : dafür sorgen, daß sie Ihre Zeit in
Tcl-Awlw angenehm und nüWich und ohne zu große Kosten
verbringen können. Anfange In dieser Richtung sind auch
bereits vorhanden. Wnn niicr ntillg |»t, Ist Ihr organischer
Aufbau,
. ; IV. Bodenpolitik.
Die Konzciitrlcrung einer so großen Zahl von Menschen
In Tel-Awiw hat einen schweren Mißstand mit sich gebracht:
eine außerordentliche Verteuerung des tv-xlcns. Es Ist sehr
schade, -daß durch die armtellgcij Anfänge, aus denen Tcl-
Awlw herauswuchs-, es unmöglich war,.von Anfang an eine
großzügige und gemeinnützige Bodenpolitik zu führen. Aber
was dem armen und kleinen Tel-Awiw vor 15 Jahren unm6g-
lieh war, sollte dem großen Tel-Awiw von heute möglich
»ein. In zwei Richlingen kann die Verwaltung. von Tel-
Awlw gegen die . Bodenspekulation mit Aussicht .auf Erfolg
vorgehen. Sic kann erstens für. bestimmte Zonen Innerhalb
Tel-Awlwa den Bauzwang einführen und zur Durch-
fülirung des Bauzwanges von der Rcglpruug die Berechtigung
verlangen, unbebauten Boden In Tcl-Awlw mit einer er-