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JUEDISCHE RUNDSCHAU
^ 73 § Ni
Die HebrSlsche Universität
SttttmgdesVerwaliungsraies des Judahilschen Instituts
(Spezialbericht der „Jüd. Rundschau")
Am 2. September fand in Basel die dritte Sitzung des
Verwaltungsratcs des Judaistischen Instituts der Universität
Jerusalem statt. Es nahmen an ihr teil die Herren Oberrab¬
biner Dr. J. II. Hertz (Vorsitzender des VcrwaHungsrats),
Dr. A. BüchIer und N. Sokolow, als Vertreter des
Londoner Komites; David JeUin, Dr. J. L. Magncs und
Professor Dr. H. Pick als Vertreter des Jerusalcmcr KomitC-s;
Oberrabbiner Dr. J. Le vi und Dr. Li ber als Vertreter des
Pariser Komitcs; Dr. !.. Bncck, Dr. M. Nubcr, Prof. Dr.
J. E11 b o g c n, Prof. I>r. F r ci m an n und Prof. Dr. II o r o -
w|tz als Vertreter d-:s Deutschen Landcskomite's und Judgc
Mack als Vertreter des amerikanischen Komit-5s. Herr Prof.
Dr. S. Klein vom Lehrerkollegium des Instituts auf Ein¬
ladung an der Sitzung teil; ferner Herr L. Ko h n, der Sekretär
des Verwaltungsratcs.
Die Sitzung beschäftigte sich sehr eingehend mit der
Präzisicrung des Charakters und des Aufgabenkreises des Insti¬
tuts. Ausgehend von der bei der ersten Sitzung des Ver¬
waltungsratcs angenommenen Definition, nach welcher das
Institut den Charakter eines höheren Forschungsinstituts zur
Förderung der Erkenntnis des Judentums in seiner Totalität
tragen soll, wurde das Ziel des Instituts dahin präzisiert,
die jüdische Wissenschaft durch die Arbeit einer Auswahl von
Lehrern und Studenten zu fördern. Es soll nicht die Aufgabe
haben, einer möglichst großen Zahl von Hörern eine höhere
Bildung zu gewähren; vielmehr sojl es sein Arbeitsziel darin
sehen, ein Institut zur wissenschaftlichen Vervollkommnung
und ein Seminar zur Ausbildung von Qclehrtcn zu sejn. Es
zo\\ einerseits judischen Gelehrten die Möglichkeit zur For¬
schungsarbeit und zur Veröffentlichung der Resultate der¬
selben gewähren, andererseits junge wissenschaftliche Ar¬
beiter In den Methoden der Forschung ausbilden und sie
zu selbständiger Arbeit anleiten. Die Lehrtätigkeit zerfällt in
Voilcsungen und Seminare; zu beiden wird nur eine Auslese
von Studenten zugelassen, die außer ausreichenden Kennt¬
nissen im Hebräischen und in der jüdischen Literatur zu"
mindesten das Abihirientcucxamcn oder eine gleichwertige
Prüfung bestanden haben müssen. Nur ausnahmsweise können
Studenten aus Palästina auf Grund eines vor dem Profcs.orcn-
kcllcgium abgelegten Examens zugelassen werden. Neben
dieser Haupttätigkeit des Instituts ist, wenn auch in beschränk¬
tem Umfang, die Abhaltung von öffentlichen Vorlesungen für
ein weiteres Publikum Im Sinne,der „Universitc Extension"
vorgesehen.
Da das Institut auf die wissenschaftliche Fortbildung
und nicht auf die berufliche Ausbildung abzielt, so wird
es keine Titel erteilen. Doch können die von den älteren
Forschungsstudenten mit Billigung der Professoren verfaßten
wissenschaftlichen Arbeiten mit Prädikaten vergehen ur.d über
diese auch Bescheinigungen erteilt werden. Die so ausgezeich¬
neten Arbeiten können in der Schriftenreihe des Instituts ver¬
öffentlicht und die Verfasser mit der Abhaltung von Kursen
von der Höchstdauer eines Jahres am Institut betraut werden.
Die Lehr- und Forschungsmatcrie des Instituts umfaCt die
Gesamtheit jüdischen Lebens und kulturellen
Schaffen«. Bei der Errichtung der Lehrstühle wird sich
der Verwaltungsrat in erster Linie von der Möglichkeit, kompe¬
tente Gelehrte für die Besetzung derselben zu gewinnen, leiten
lassen. Es wird mit andern Worten nicht nach einem st.vrcn
Programm vorgehen, sondern vielmehr von den für den Atisbau
des Instituts zur Verfügung stehenden Gelehrten ausgehen.
Das Institut besitzt im Rahmen der Universität volle
Autonomie bezüglich der Errichtung der Lehrstühle, der Er¬
nennung der Professoren und der Festlegung des Budgets.
Die Leitung des Instituts liegt in den Händen des Verwal¬
tungsratcs und zwar solange unbeschränkt als der Lehrkörper
noch nicht eine genügend große Zahl ständiger Professoren
enthält als daß diese eine Fakultät bilden könnten.
Nach Annahme der obigen Richtlinien trat der VcrwaHungs-
rat in eine Beratung über die erfolgten Berufungen und über
die Erteilung weiterer Lehraufträge ein. Die Verhandlungen
mit mehreren der von der letzten Sitzung eingeladenen Ge¬
lehrten sind noch nicht zum Abschluß gelangt. Das Arbeits¬
programm des Instituts für das kommend« Jahr wird erst
nach Abschluß dieser Unterhandlungen veröffentlicht werden
können.
Der Vcrwaltungsrat beriet des weiteren die Frage der
Errichtung der Abteilung für Bibclwisscnschaft. Es
wurde beschlossen eine Kommission zur Bearbeitung dieser
Frage und zur Sammlung von Materialien hierüher einzusetzen.
Die Kommission soll aus den Herren Prof. pr. Iiüchjcr (als
Vorsitzenden), Prof. Dr. Perlcs, Prof. Dr. Chajcs, Dr. Isidor
Lcvi, Prof. Dr. M. Margolis und Prof. Dr. S. Klein bestehen.
Eine weitere Kommission bestehend aus den Herren D. Jcllin,
Ch. N. Pialik, Prof. Dr. Epstein, E. Ljpsxhütz und Dr. J. Low
wurde zur Voiberatting der mit der Bildung der Abteilung für
die hebräisc hcSprachc verbundenen Fragen eingesetzt.
Willen sein und darum glaube ich, daß Gott Euch helfen
wird, um seines leidenden Volkes willen. . Ich möchte
nur noch mit eigenen Augen Ercz-Israel sehen. Dann
will Ich beruhigt sterben."
So hatle sich ohne mein Zufun die Bekehrung meiner
gottgläubigen Oroßmuttcr .vollzogen und so war es ge¬
kommen, daß sie die Nationalfondsbüchse, das Symbol
tätiger Zionfördcrung, an den Ehrenplatz neben de,. Misrach
hängte und die Melr Baal-Neß-Pischke In den Küchcn-
schrank verwies, wo vorher jahrelang die Nationalfonds¬
büchs« gestanden hatte.
„Juwal" Verlans-GesellscnaU för |Cdlsehe Mosik
Im Frühling 1923 wurde in Berlin durch die Herren
Hr. Engel, Dr. Jacobsohn, Dr. Katznclsohn, M. Sachs und
Dr. Rosenstein, der musikalische Verlag „Juwal" beg-.ündct,
welcher es sich zur Aufgabe macht, die jüdischen Kom¬
ponisten zu vereinigen und Ihnen durch die Gewährung
der Veröffentlichung ihrer Werke zur Verbreitung und Ent¬
wicklung der jüdischen Musik beizutragen. Trotz der großen
ökonomischen Krise hat es der Verlag vermocht über 170
Nummern herauszugeben, von denen einige schon in der
[weiten Auflage erschienen sind. Bisher wurden die Texte
in hehrnlsch-drutsch und jüdisch-russisch herausgegeben,
yoch sind auch englische und französische Texte geplant.
den Spezialgebieten de* Verlage« gehört die Klndermusik
sowie synagogale Gesänge. Außer der eigentlichen Verlags-
»rbeit hat der Verlag durch Veranstaltung eigener Konzerte
M„$ rh ü'. L< ? ndon » wien zur Propagierung der jüdischen
M»6k beigetragen. Außer den bereits herausgegebenen
^erken, welche im soeben erschienenen Katalog angeführt
Ä b » rb *iten d * c , Komponisten Engel und RosowskI,
welche in Erez-Jsrael weilen, für den Verlag eine Reihe
cmenltischer, persischer, und anderer orientalischer Mc-
SS il*. Auß " dem M e'« Lehrbuch für Musiktheorie und
«»n kleines Musiklexikon in hebräischer Sprache in Vor-
o«rc;tung,
t.t P c f CCflWärtige Sitz der Gesellschaft befindet sich in
lel-Awiw, wo er als „JuwaJ" tfebrew Muslc Publishing
^°nipany registriert wurde. An der Gründung beteiligten
! ?» u - «-Nahum Sokolow, Dlcscngoff, Prof. Schatz, der
dei Vuf hc t ra scbc , n ,°I )cr OoMnkln T Komponist Joel Engel,
aer Dichter TschernichowskI, Dr. Victor JtcobsohV Marcus
*«c und Dr. Moses Rosenstein.
Die polnisch-jüdische Verständig^
Enttäuschung über ihre Resultate §
Warschau (J. T. A.). Am 9. September traten ^ ■ f
dischen Deputierten und Senatoren zu ci.ter Beratung "I
inen, um sich über die Politik der j ü d i s c Ii c n*[> a " { '<"?;
meutarischen Vertretung in der dcmnäehst [ ){ 'i;
iicndcn Session von Sejm und Senat klar zu werden. T ^
Stimmung war gedrückt. In den Reden kam die Entt-. T
schung darüber zum Ausdrück, daß sogar die bcschc{^'|, K' ri ' :
nen Hoffnungen, die man an das Zustandekommen & ' :
Abkommens zwischen der polnischen Regierung uml ( i,., L £
liapiiard über Wctomanns Politik
In einem Interview mit dem Vertreter der Jüdischen
Telegraphen-Agentur äußerte sich während eines Aufent¬
halts in New York der frühere Sekretär der Mandatskom¬
mission des Völkerbundes Dr. Rappard über Dr. Weiz-
mann als Staatsmann wie folgt: Ich sehe in Doktor
Wcizmann einen der größten lebenden Staatsmänner; nie¬
mand konnte unter den gegebenen Verhält¬
nissen für die zionistische Bewegung mehr
leisten als er. Die Frage lautet nicht etwa: Dr. Wciz¬
mann oder irgend ein anderer, sondern: Dr. Wcizmann
oder keiner. Die Behauptung der zionistischen Oppo¬
sition, daß Dr. Wcizmann nachgiebig sei, zu Kompromissen
neigt und die Abschwncbung der Btdfour-Dcklaration ohne
Protest hinnimmt, sind ohne Grundlage. Seine Be¬
ziehungen zu dem britischen Auswärtigen Amt sind durch¬
aus staais männisch er Art. Die Zionisten dürfen
nicht vergessen, daß die öffentliche Meinung in den euro¬
päischen Ländern mehr oder weniger die Oppo¬
sition der Araber gegen die Ralfour-Dckla-
ration gutheißt. Leute, dje mit den Grundsätzen des
Zionismus, mit dem historischen Rechte des jüdischen Volkes
auf Palästina, nicht vertraut »lud, billigen es nicht, daß
ein Nationalhrim errichtet wird für c|n Volk, welches im
Lande eine kleine Minderheit bildet. Die britishe Re¬
gierung betrachtet die Balfour-Dcklaration nicht bloß
— wie manche meinen — als Kriegsmaßnahme,
sondern als rechtlich fundierte Tatsache;
sollte sich jedo-h eine Regierung finden, d'.c im Parlament
die Annullierung der Deklaration f o r d c rt,
dns Parlament würde dem sicherlich, zustimmen.
Dr. Weizm.-.nn würde pewifi in den Augen der britischen
Regierung verlieren, wenn er mit einigen von seinen Geg¬
nern aufgestellten Forderungen vor die Regierung treten
würde. Das Unmögliche verlangen, ist kein Be¬
weis sfaafsmänr.ischcr Klugheit. Indem Dr. Wcizmann dem
White Paper zustimmte, hat er das Vertrauen eines großen
Teils der britischen öffentlichen Meinung, der bw dahin
der zionistischen Sache fremd gegenüber stand, gewonnen,
Durch diese Zustimmung ersparte Dr. Wcizmann viel un¬
nützen diplomatischen Streit und befestigte
die Position der Zionistischen Organisation.
Gewiß würde die britische Regierung mehr für das .jüdische
N.itionalhcim tun können, wenn ihr d-is 'Mandat nicht gleich'
zeitig die Sicherung der Rc.:htc der arabischen Mehrheit
vorgeschrieben und wenn Me td'bt mit einer gegne¬
rischen öffentlichen Meinung zu kämpfen
hätte; von der Opposition deß Vatikans schon
zu schweigen. Dieselben Ursachen find es, die eine Anzahl
Mitglieder der Ständigen Mandatskommission tu der b
kannten Stellungnahme veranlaßt hr.bcn. Es ist natürlich,
daß Leute mit demokratischen Ansichten die Förde
rung einer Minderheit gegenüber einer Mehr
heit nicht billigen können. Ntir diejenigen, die
wie ich das zionistische Problem studiert
haben, sind bereit, die zionistischen Ziele zu unterstützen.
Dr. Rappard bemerkte zum Schluß, daß die Balfour-
Deklaration eine unklare Formulierung dar
stellt und verschiedentlich gedeutet werden
konnte. Jetzt liegt die Sache klarer.
Nochmals die arabische r$$cralloii
Der Vertreter der Warschauer jüdischen, in polnischer
Sprache erscheinenden Zeitung ,,N,7sz Przcglad" be¬
richtet seinem Blatte aus Genf: „Ihr Vertreter hatte heute
mit dem britischen Kolonialmlnlster Amcry eine Unterredung
im Anschluß an die Depeschen den polnischen Tele¬
graphen-Korrespondenz-Büros, wonach A m e r y
dem polnischen Vertreter erklärt haben sollte, daß England
Mossul zur Schiffung einer arabischen Föde¬
ration benötige.
Amcry erklärte Ihrem Vertreter, daß diese Nachrieht
unrichtig sei. England habe hinsichtlich Palästinas eine Man-
datarverpfliehtung übernommen gegenüber dem ganzen jü¬
dischen Volk wie gegenüber der zionistischen Bewegung.
Es bestehen feierliche Versprechungen und
Encland beabsichtige niemals sich von ihnen
loszusagen. Es muß betont werden, daß die Arbeit
In Palastina viel i n t e .'e ss.n n t er und komplizierter
ist als in jedem anderen Lande. Deshalb muß sie
separat und unabhängig von der sogenannten
arabischen Konföderation geführt werden.
Außerdem habe In dieser Angelegenheit auch Frankreich
ein Wort mitzureden, da die arabische Konföderation
nicht nur England allein betreffe.
Lord Robert C e c i 1 richtete an den Vertreter der Zionisti¬
schen Organisation Dr. Victor Jacobsonn «inen Brief,
m welchem er Dr. Jacobsohn versichert, daß er von der
hldiing einer arabischen Konföderation keine Kenntnis habe.
I.ord Cccd lud Dr. Jacohsolm zu einer Besprechung ein,
Palästinensische Araber nid Drusealrleo
Die arabische Exekutive ersuchte Lord; Plumcr, den
Gebrauch der zionistischen Flagge entsprechend der
Verordnung vom Jahre 1920, d|e mir a>$ Hissen der engli¬
schen Flagge erlaubt, zu verbj etcrj, Ferner ersuchten die
Araber Lord Plumcr um die Erlaubnjs, am Mittwoch eine
Sympathiekundgebung für die Prusoij, welche für
die Unabhängigkeit Syriens kämpfen, |n «Ken Moscheen und
Kirchen abhalten zu dürfen.
fi!llf<
Ziori
OcH'
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erst::'.
poiujsclUMJ Krgicrung um! u ,. r 4
di.solicu patkutieitlaiibchcn Vertretung gehegt halte, mUi uir'.?
erfüllt haben. Entgegen ihren Zusicherungen sa«
Regierung den Wirtschaftskampf gegen die i' jf
den fort, wie folgende Beispiele beweisen: JJ '|
Dys K r i c g s m i n i s t c r I u m beschloß, von j.i /t
{meinen üctrcidi.bedarf direkt bei den Produzenten zu <! t:
und den Zwischenhandel auszuschalten. Ob!
solche Transaktionen bis jetzt als allzu kostspielig <<u'
gescheitert waren, werden sie fortgesetzt, nur utif dj.'
dischen Händler an die Wand zu drücken. — D L ?
band der Rescrve-Offi/iere, in den sal/unp.^gemiiß Jiui U| lir .
aufgenommen werden, erhieit von der Regierung dar. Mol-
p 0 1 f ü r d c n Vertrieb und Verkauf inländisch."
und ausländischer Zeitungen und das aus cii r';v..,
Recht für Aufstellung von Zütungs-und iiuclneikau:' a -K| 0 s^'
wodnrcii wieder Tauscndc Juden brotlos gcm'acV
werden. Es besuchen Zweifel, ob C\: Rccjicruv
überhaupt will und in der Lage ist, ihre i„ \[:
bindung mit dem Abkommen gemachten Z u s i c Ii c r v. r . - c -
zu erfüllen. Lie versprochene Gcsct/esvorbgc bc ( -;') h i
der Linderung der Z w a n g s s o n 111 a g s r n he ' t,
jüdische Cic:.cliäil^inli.iher wurde noch nicht eingebracht; •'.
Arbcitcrfraktiouen und die Witos-Partci haben rieh gc^cn;
Gesetz erklärt. Die letzte Resolution des Klubs der Na: <■■■
demokraten läßt kein Zweifel übrig, daß diese Paitei ihre sr
semitische Politik ohne Einschränkung fortzusetzen r
Hclilossen ist. — Zu all dem kommt nach, daß \u,\r c
fortdauernden, ja sich verstärkenden Wirlsclijfh.kru,
S t c u e r d r Ii c k der besonders sich auf dem jihli'-.lun Mi;;,
stand auswirkt, nicht nur nicht nachläßt, sondern v.clj /
Teil verdoppelt.
Iin-besondcic waren es der Führer der Agudah-ii-j},::.
Abg. Kirsch brau u und der Führer der Mirlrjthi-l-'j.V:.,
Abg. Färb stein, die dieser Unzufrioenheit Ausdrnck
Angesichts des Plansc des Klubpräsidcutcn Dr. Reich, : ;
Amerika zu reisen, müsse — so sttIlten die R,:;
fest — der Pailamrulsklub entscheiden, ob rinc üohhe ICrj...
gesichtß dieser Situation überhaupt am Platze, sei. l>.. k ( .
als der Schöpfer des Abkommens mü~sc darüber wachen, i
das Abkommen durchgeführt wird. Gegen die VcrstänJ:; ;
sprach auch der Wiluacr Deputierte Dr. V/ygodski .',
der Vertreter der Ilitachduth Abg. Lcwinsohn atclt-
daß in der jüdischen Ocffcntlichkcit über uj .-
gativen Resultate des Abkommens Erbitterung Inr.-j.-;
Der Vorsitzende des Parbmcntsklubs, Dr. Leon Kci;
trat manchen dieser Ausführungen entgegen und crs'.i:!:;: c
Klub, die Sitzung abzubrechen, da er sich zum .Viini^-
präjidciitcn und Cildungsministcr begeben wolle, um mit ih-
die Lage zu besprechen.
Nach Unterbrechung der Sitzung des Jüdischen ! J ..;::
mantsklubs begab sich Dr. Leon Reich zuräd-M
Untcrn'clitemiiti:tcr St. Grabski. P-ie Uiitfrrcdimr; vrr..
sehr frnmdjcljafilich. Mihi^ttr Grab.>ki wies darjut "iiiu, 1!
er bereits an die Verwirklichung der gegc!>encu /.
Sicherungen geschritten sei. So habe er fünf f'<icr..-.!i:
der Gesellschaft „ORT* legalisiert, die restlichen \u;«,'"
noch im Verlauf dieses Monats legalisiert werden. Auch r.
A n z e 1 c g c n h c i t der jüdischen Gemeinden r ; c
der Erledigung entgegen.
Am Abend wurde Präsident Dr. Reich vom >.;.v,'.
Präsidenten W. Grabski empfangen. Der Mi;.isterprusig.:
erklärte, die Regierung werde das, was sie ci
mal versprochen hat auch loyal erfüllen, i
bat Dr. Reich, Ihm die weiteren jüdischen Fordcrunnen m Per
cinrr Denkschrift mitzuteilen. Man macht "der R:g
rung, sagte Herr Grabski, schwere Vorwürfe, daß fi« f
den Juden ein Abkommen geschlossen h;»t. Man ii.ir'i r.i.
was man als Gegenwert von den amcrikai:i r .chcn l;:Jcii t
halten hat. Ich halte eine solche i'ragcustel!u;i f r i'nr i>
und nicht im Staqtsintercssc liegend. Der Ministcrprj.-.u-.
unterstrich die loyale Haltung der Juden w ä ■
rend des Besuches des A 11 ß c n m i n i s t? i
S k r z y u s k i In Amerika.
Am 11. .September nahm der jüdische Paridincmsr
in Polen die am Tage vorher unterbrochene Sit/:
wieder auf.
Betreffend die bevorstehende Reise Dr.
den Vereinigten Staaten nahm der
lution an, in welcher ausgeführt wi:
Amerika reist um sich an d c n S i t z mj g c u d c r
parlamentarischen Union zu beteiligen.
diese Resolution soll den Gerüchten entgegengetreten wc; : c
als ob sich Dr. Reich im Interesse der ]• c 1 >'
scheu Anleihe nach Amerika begibt.
In einem Gespräch mit dem J.T.A.-Vcrtrctvr sa.^i -
Reich, der am Sonntag, den 13. September seine H'"; 1
nach Amerika antritt, er sei unter den pu^isclicii
mcntarlern, die sich zum Kongreß der Interparbmnici:t.ui
Union nach Washington begeben, der einzige j'-jdc./;
Dr. Reich, werde im Einverständnis mit den anderen
gliedern der polnischen Delegation handeln, er iijbc ; c ''' :
ila« Recht reserviert, auf dem Kongreß das Problem
nationalen Minderheiten anzuschneiden.
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Reise Dr. Reichs rsc |
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wird, daß Dr. R c i c h "V I , r ,
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Lord und l arfy Plomcr Im {ödisHim RHndf nlustllul In hnw< r *
Aus Jerusalem wird berichtet: Die erste Ac.<"' f '
welcher Lord und Lady Plumcr nach ihrer Ankunft in L; Ct '
Israel einen Hcsuch abstatteten, ist die jüdische Hl:tt^ v
crzlchungsanstalt In Jerusalem. Die Gäste besichtigten ti;t
nach europäischen Methoden geleitete Anstair und wohnt* 1
auch In einzelnen Klassen dem Unterricht bei.
Die paUsIinensich« Arbeiter an die I.abour l'arty
Jerusalem. (J.T.A.) Die Arbeiterorganisation
lästinas (Histadruth Haowdim) wandte sich mit dem Ersuchen |
an die britische Labour Party, bei der britschen Rcgicrn:'? |
zu Intervenieren, daß die Schikanen der palästinensisch 1 § t
Administration gegen die Arbeiterschaft aufhören. [ ' IC ? c,- ,'.. 1 .
„Histadruth' klagt Insbesondere darüber, daß die in " cs £ ' r c
letzten Wochen in Palästina abgehaltenen Arbcitcrversam* s J n 2chon
lungen von det Administration gestört wurden. |
i :
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i l ^rbi
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