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Das Laubhüttenfest (Sukkoth).
--Kinderchen! Wißt ihr denn nicht-
Daß ,,Sukkoth“ kommt schon bald?
Eilt rasch hinaus"- der Vater spricht-
--Aufs Feld und in den Wald!
Düs duftige Laub- man nennt's ,Sechach‘
Aas schneidet ab im Hain-/
Es bilde unsrer,Sukkah‘ Aach,
Sehr frisch und grün soll's sein!
Die Hagebutten holt vom Dorn-
Der wächst am Feldes-Rain-
Dort- wo im Sommer wuchs , das Korn —
Recht viele sammelt ein!
Gleich Perlenschnuren- glänzend rot-
Zieht fie von. Wand zu Wand —
Laßt wert euch sein des Herrn Gebot —
Legt fromm ans Werk die Hand!
Zm Garten pflücket Früchte viel-
Zieht drüber Blättchen Gold!
Der -Hütte* Zier sei jetzt das Ziel —
Ist uns das Fest doch hold.
. . . „Damit es euere Geschlechter erfahren. Laß ich i»
Hütten habe wohnen lassen die Linder Israels, La ich
fie herausgeführt habe aus dem Lande Ägypten."
(III. S. Mos. 23, 43.)
Dann dringt die schönsten Bilder auch-
Schrnückt jede kahle Wand-
Dringt Schilder bunt nach altern Brauch-
Mit goldenem Spruch und Rand!
Denn schön muß unsere Hütte sein,
Der Kinder Augenlust!
Wir ziehen dann mit Wonne rin-
Festjudel in der Brust.
Doch auch der Armen nicht vergeß't-
Wenn einzieht Festesruh':
-Kommt doch herein und mit uns eß*t?
Ruft ihnen freundlich zu!
Acht Tage lang die Hütte bleibt
Als unsere Wohnung jetzt-
Aus der kein Feind uns mehr vertreibt-
Wo Gott uns eingesetzt.
Das ,Ilallel £ stimmen laut wir an-
Den frommen, schönen Sang-
Wir danken Gott, -er wohlgetan —
Vor keinem wird uns bang.
Durch Gottes Schutz ist uns ein Turm
Das schivache Bretterhaus,
Mit Gott ziehen wir trotz Völkersturm
An Frieden ein und aus.
Moritz Autfchrrl.