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Schebuotht
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ileicli wie dereinst die herrliche Sonne aiif
Gelfeiß des allmächtigen Schöpfers der un¬
durchdringlichen Finsternis die Herrschaft
entrissen, so wurde vor tausenden, von Jahren j
am Berge Sinai von dem Ewigen, geloht sei er,
der geistigen Umnachtung der Menschen, durch
die Offenbarung der Zehngebote in Anwesenheit
eines ganzen Volkes ein Ende gemacht. Wir, die
unter dem Einflüße der göttlichen Gesetze, welche
inzwischen sich die ganze Welt zu eigen gemacht
hat, leben, vermögen uns kaum eine Vorstellung
darüber zu machen, wie es ohne dieselben mög¬
lich war zu bestehen.
Unsere Ahnen- unter der Führung ihres gottgesahdten Führers.
MoSe waren dazu aüsersehen, die Grundsätze einer über alles er¬
habenen Lehre unmittelbar von dem Schöpfer in Empfang zii neh¬
men. Freudig haben sie die kostbare Last auf sich genommen und
haben sie in das Land der Verheissung getragen. Jahrhunderte
hindurch mußten sie diesen Schatz mit den Waffen in der Hand
gegen eine ganze Welt von Feinden betreuen. Und als bie dem
unabänderlichen Ratschlüsse des Ewigen zufolge die teuere Heimat
verlassen mußten und hinauszogen in die weite Welt, da nahmen
die nichts anderes als diesen Schatz mit auf den Weg und trugen
ihn unter die Völker. Die Lehren die er enthielt wurden solcherart
Gemeingut der Mengchen. Israel aber daß trotz aller-äußeren und
inn eren Widerwärtigkeiten an dem göttlichen Geschenke festhält,
hajt es vorzüglich diesem zu verdanken, daß es besteht. Die gütige
Vorsehung aber die uns bisher trotz unserer verschwindenden
Minderzahl erhalten und vor dem "Untergänge behütet; hat uns ge¬
wiß noch große Aufgaben für die Zukunft zuzüteilen sieh, yorbe-
.h alten, an uns ist es sich dafür vorzubereiten. Viele unserer
gr oßen Männer halten' dafür, daß die Mission Israels den Völkern
Lehrer zu sein beendet sei, dagegen habe Cs nunmehr für sich-
allein zu sorgen Und zu scliaffen.* Öb sie — diese Männer — auch
Recht haben? ' . , *„ *
Ben Jehüda.