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Prag, den 20. Januar 1911. XII. Iahrg. 5
Das Leben des Gerechten.
Von phil. Leo Glück, Barlin.
Es gleicht das Leben des Gerechten
Dem Baume, reich an Laub und Frucht,
Er labt den Guten, wie den Schlechten,
Der Schutz und Nahrung bei ihm sucht;
Die Gaben, die ihm Gott verlieh’n,
Geniesset alle Welt durch ihn.
Es gleicht das Leben des Gerechten
Dem Wasserquell in' dürrem Sand;
Er geht die stille Bahn des. Rechten,
Stets vorwärts ist sein Lauf gewandt,
Und herrschten Laster rings umher,
Der Tugend nur gehöret er.
Es gleicht das Leben des Gerechten
Des Adlers wunderbarem Flug;
Wie hoch ihn seine Schwingen brächten,
Er tut doch nimmer'.sich genug,
Hoch über diese niedere Welt,
Hat seine Wohnung er gestellt.
0, möchte des Gerechten Leben
Doch unser aller Leben sein,
0, möchten wir uns stets erheben
In Tugend höchsten Sonnenschein,
Dazu, o Herr, der alles schafft
Verleih’ „Jung Juda“ deine Kraft.