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Nr. 6. Prag, den 17. März 1911. . XII. Jahrg. g D D D £
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Saul bei der Hexe von En Dor.
Auf Samuels Grabe glänzte die Sonne grell,
Und Saul der Düstre ward König von Israel,
Schwarz blickte sein brennendes Auge am Morgen der Schlacht
Und düster aufs fliehende Volk zur Mitternacht.
Wohl schrie er zum Gotte der Väter am Rauchaltar,
Wohl bracht er den weißen Widder zum Opfer dar,
Wohl floß das Blut der Parren wie rotes Band
Vom weißen Stein über seine braune Hand, —
Um ernst Gebet und Blut und die Kraft im Speer,
Es hörte der alte Gott sein altes Volk nicht mehr,
Am lodernden .Lagerfeuer sprach Saul verstört:
„So sucht mir das Weib, das die Toten heraufbeschwört I"
Und sie ritten zur Hexe von En Dor bei der Dacht,
Dreimal schlug Sauf an die Tür, sie ward aufgemacht.
Dreimal zu den Pforten des Eodes schrie Schalomai,
Und die Pforten “des Todes barsten beim dritten schrei.
Und es dampfte Gewölk, und es sagte der ßexe Mund:
„Einen • Krieger seh ich steigen aus tiefem Grund..."
Da wallte ein TDantel im Rauch und ein Pardelfell,
Vor König Zaul stand Richter Samuel.