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Jg g Nr. 13. Prag, den 30. Juni 1911. . XII. Lahrg. { a n D g
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. Tamas S-7I
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Die Rose von Saron
Eduard Mauthner.
Es ^itzt der Rabbi lesend im stillen Kämmerlein,
Da klirrt's von Eisentritten, da blinkt's von Waffenschein,
Da tritt herein zur Türe, vom Mantel weit umwallt,
Ein Ritteismann von hoher, gebietender Gestalt.
Am Kreuz auf seiner Schulter, am Antlitz sonnverbrannt,
Wer hätt’ den heimgekehrten Kreuzfahrer nicht erkannt?
Er kommt vom heil'gen Lande, er trank vom Jordanfluss.
Geweihte Spur im Lande sucht' und betrat sein Fuss.
Der Rabbi fast erschrocken, blickt auf vom Lampenlicht
Und schüttelt greise Locken von Stirne und Gesicht;
Da — auf dem Mund, dem blassen, fühlt er zwei Lippen warm,
Als wollt' er nie ihn lassen, umfasst ihn stark ein Arm.
„Herr, seid mir hoch willkommen!“ — »Mein Rabbi, Gott zum Gruss !*
Gegeben und genommen ward wieder Kuss um Kuss;
Ein Jude und ein Ritter, lürwahr ein selt'nes Büd,
Durch schwarze‘Kerkergitter ein Strahl der Sonne mild.