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Nr. 15—16. Prag, den 28. Juli 1911. XII. Jahrg. g Q D D ^
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Sabbathruh.
Yon J, Löwenberg.
ln meines Lebens wilde Sturme
Bricht oft ein Friedensklang herein,
Da muss ich meiner Mutter denken,
Und alle Schmerzen schlafen ein.
Und mild seh ich’s von ferne leuchten,
Ich ziehe aus die Wanderschuh'
Vor meiner Kindheit heii’gem Boden.
Willkommen, süsse Sabbathruh!
Vom kleinen Zimmer strahlt die Lampe,
Die siebenarm'ge hell hinaus,
Und vor ihr steht die Mutter betend
Und breitet ihre Arme aus.
Des Lebens staubbedeckte Sorgen
Verschloss sie in des Werktags Truh',
Und frei und fröhlich jauchzt die Seele:
0 Licht und Freud’ und Sabbathruh!
So hoffte sie von Woch' auf Woche,
So ging sie ihren Pilgerpfad,
So trug sie leicht die schwerste Bürde;
Und als der Tod sich ihr genaht,
Ein Lächeln überflog ihr Antlitz,
Sie schloss die müden Augen zu
Und sang—tat sich schon auf der Himmel ?
0 Licht und Freud’ und Sabbathruh!
In meines Lebens wilde Stürme
Bricht oft ein Friedensklang herein,
Da muss ich dein, o Mutter, denken,
Und alle Schmerzen schlafen ein.
Und mir aufs Haupt, wie einst vor Jahren,
Legst linde deine Hände du,
Und mich umfängt wie Muttersegen
Ein Ahnen ew’ger Sabbathruh.