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5 DB a ^ r * 19—20. Prag^ den 22. September 1911. XII. Jahrg. A A, A
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Rosch Haschanah.
(Neujahr.)
Posaunenklang verkünde
In mächtigem Wiederhall
Den Tag, wo einst der Ew’ge
Erschuf das Weltenall,
Wo Allen — Lebensmorgen
Hervorstieg aus der Nacht,
Äm erstenmal erglänzte
Der Erde Wunderpracht.
Ja grusset stets, ihr Bruder!
Den hochgeweihten Tag
Mit jubelnden Gesängen,
Mit gluh’ndem Herzensschlag;
Lobsingt dem Herrn und bauet
Auf ihn voll Zuversicht,
Der. einst an diesem Tage
Gebot: Es werde Licht!
Das war der Gaben schönste
Zu aller Menschen Heil,
Weil in dem Lichte wohnet
Vom Göttlichen ein Teil;
Und ewig wird es leuchten,
Ein Leitstern rein und hell,
Dir, meinem heil’gen Volke,
Der Kinder Israel!
Wohl sahst du finst’re Stunden
So manch Jahrhundert schon
In Kummer und in Tränen,
Verfolgt von Hass und Hohn;
Doch blieb in deinem Glauben
Das Licht der Väter dir,
Das kräftig dich belebte
Mit Tröstung für und für.
Ludwig Liber.
Am 1. Tischri beginnt ein neues Jahr. Dieser Tag ist daher als Gedenktag der gött¬
lichen Wohltaten, die uns aus dem alten Jahr in das neue Jahr hineingeleiten, dem innigsten
Danke und der ernstesten Betrachtung geheiligt.