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ans sehr »ehwer IUI«», Ihnen einereeit» dt«
Gefühle unserer Dankbarkeit Ar Ihre edel-
müthige Aufmerksamkeit aaszudrflcken and Ik»e»
»adereneits Ar die Dienste im daakea, di« Ihre
Hilfe de» Armen unterer neue» An«Ult gewährt.
Herr Niego hat uae tob de» Summe», die
er durch Ihre Vermittelung erhalten hat, bereite
160 Frea Übergeben, die Ar die Kinder der
rassisch*» Flftchtli nge, die unsere Sehule
beauchen, bestimmt sind. Wir wussten nicht,
wie wir diese Summe verwenden sollten, da sie
xur Beschaffung von Kleidern unsureichend war,
und wir doch auch keine Ursache zum Neid
geben mochten. In dieser armen Klasse der
russischen Flüchtlinge herrscht soviel Elend —
und diese Klasse bildet die Hehrheit der jüdi¬
schen Bevölkerung Jaffas, — dass man die Einen
zu Gunsten der Anderen nicht vernachlässigen
darf. Ihre Unterstützung mit 369 Fr cs. er¬
schien uns daher wie ein Geschenk des Himmels.
Sie leistet uns einen dreifachen Dienst: Vor
Allem werden wir Ar mehr als sechzig arme
Kinder Kleider und Schuhe ansebaffen. Wir
werden ferner die wohlhabenden zwingen, sich
ebenso wie die armen zu kleiden, und so wer-
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| den wir kleine 8chnluniformen haben, die zwar
' sehr bescheiden . sein werden, aber, wpAr wir
sorgen werden, ganz rein gehalten werden
müssen. Ja, diese grossartige Unterstützung,
die ln Ihrem Namen ertheilt werden soll, wird
unsere Anstalt unmittelbar nach ihrer Entstehung
populär machen.
Namens der Armen und unseres Comitäu
beehren wir uns, Ihnen unseren Dank auaza-
sprechen Ar den ausserordentlichen Dienst,
den Sie uns leisten, indem Sie Kleider und
Schuhe Ar die armen Enterbten berheischaCen.
Wir bitten den Allgütigen, Ihnen hundertfach
das Gute zu vergelten, das Sie unseren armen
Glaubensgenossen erweisen 1
Genehmigen Sie den Ausdruck unserer Hoch¬
achtung 1 , -
Der Präsident de» Cemitüs: Ii.Alematoek.
Der Direct order Schule: Meyer Angel.
Der Schatzmeister: J. Nidge.
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Die Ackerbauschule zu Jaffa,
Han wird mit Interesse die Berichte lesen,
welche das Central - Comitü der Alliance
Israilite Universelle über die in mpo,,
"SlOtt?' während des Dezembers 1892 ans-
Feldarbeiten empfangen hat.
Die hauptsächlichsten im Dezember aus-
geAhrten Arbeiten bestanden einerseits in Um¬
grabungen und Vorbereitnngsarbeiten Ar An-
pflansungen von Weinbergen, Waldbäumen Ar
Gehülze und Hecken, andererseits in Ausgrab¬
ungen von Pflanzen der Baumschule, welche
dazu bestimmt waren, an einen anderen Ort
verpflanzt oder verkauft zu werden.
Die jüngsten Schüler sind fortgesetzt bei
dem Umgraben der Weinberge bei der zweiten
Bestellung und dem Jäten der Gemüse thätig
gewesen. Die Handwerksschüler haben gepflügt,
Bäume gepflanzt, die neuen Weinberge bezeichnet,
Steckkreise vorbereitet, die amerikanischen Wein¬
stücke umgepflanzt, die Weinetücke beschnitten
und die zahlreichen und wichtigen Weinbestell¬
ungen vorbereitet.
Das Wetter ist diesen verschiedenen Ar¬
beiten grOsstentheils günstig gewesen. Hin und
wieder hatten wir einige Platzregen, wglche von
heftigen Winden begleitet waren, die aber den
von Wasser durchtränkten Boden sehr schnell
wieder austrocknen. Erst gegen Ende des Ho-
nats fielen unausgesetzte Regengüsse, welche
noch immer nicht nacblassen.
Der Weinberg Crümieuz, welcher im
vorigen Jahre auf dem Nordabhange des Berges
Sarah angelegt wurde, ist nach Osten zu er¬
weitert worden. Die Pflanzung nimmt schon
eine Fläche von 76 Ares ein. Im Thale Ruth
ist der Weinberg VOnüziani gleichfalls bis zu
den Feigenbaumpflanzungen ausgedehnt worden,
Welche die Grenze des Gebietes im Westen bil¬
den. Endlich ist noch im Osten des Weinberges
desOelbergs,gegenüberdenWeinbergen Hirsch’»
und Goldschmidts, mit dem Pfluge Vernette
ein Gebiet von 1 h. 98 umgegraben und ange¬
legt worden. Andererseits setzt man auf dem
Versuchsgebiete, das im Osten derCitronenbäume
gelegen ist, die Urbarmachung mit der Hand
fort.
Jerusalem ist gegenwärtig die haupt¬
sächlichste Absatzquelle Ar die Bäume und