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Die Ackerbauschule zu Jaffa.
1 — Jahre 18*1.
(in. Fortsetzun g u. Schloss.*)
XI. Einnahmen und Ausgaben.
Es folgt der genaue Stand der Au«gaben
und Einnahmen der Schale Tom 1. Januar
bis zum 91. Oktober 1891.
Ausgaben:
Allgemeinheiten, Besoldung des Per¬
sonals und Bureaokosten .... 11,726.20
Ernährung und Unterhalt der Sc hüler 14 ,394.26
Prämien für die Lehrburschen . . . 1,664.50
Erhaltung des Hobilars und der Bauten 608.20
Pacht an die Legierung. 1,700.—
Frucbtgärten . . A . 3,459.40
Gemüsegärten. 3,600.—
Baumschulen.4,186.—
Weingärten. 3,052.20
Ackerbau und Pacht.1,317.76
Stallungen . 2,453.25
Wirthscbaftsbof. 385.65
Hofe, Gräben und Wege. 688.20
Bauten . ■ . _. . . . . 2 54.46
Gründliche Verbesserun gen und Ur-j
barmachung.i. . 7,932.50
Material für die Waarenlager, denAcker¬
bau u. Mobiliar tür die neuen Schüler 5,752.35
Frc s763.0~l8.90
Einnahmen:
Ergebniss des Fruchtgartens . . . 3,716.40
„ des Gemüsegartens . . . 4,700.20
„ der Baumschulen .... 5,771.60
„ der Weingärten .... 19,317.65
„. der Feldarbeit .... 1,482.25
„ der Meierei 5,350.85
„ des Viehhofes.1513.35
„ der Hecken, welche die B e-*
sitsung einschliessen 518.16
„ der Stallungen (Zuwachs an
Vieh, Milch und Dünger 3,4 48.76
Frc s, 44Z19M
Rekapitulation.
Ausga b en:
Unterhalt uncl Erziehung der Schüler 28,293.15
Bewirthschaftungskosten. 21,040.90
Verbesserungen. 7,932.50
Ausgaben für Material und Mobilar . 5,752.35
: IhFrc s. 63,018.90
Einnahmen:
Einnahmen aus dem Betrieb (miteinbegriffen die
1000 Frcs. des Herrn S. H. Gold¬
schmidt .45,819.20
Defli it 17,190.70
Einnahmen für den Betrieb .... 44,819.20
Ausgaben. 25,548 35
Ueberschuas 19,270.86
Wir sehen hieraus, dass trotz der schlechten
Ernte das Defizit des Jahres 1891 (10 Monate)
nur 17,199.70 Frcs. beträgt. Nun haben wir
aber durchschnittlich 50 bis 60 Schüler gehabt,
ohne das Personal zu rechnen. Alle diese sind
ernährt worden nnd in der Schule wohnhaft ge¬
wesen ; wir mussten in diesem Jahre bedeutende
Ausgaben für die Bekleidung der Kinder machen,
denn man giebt ihnen nur alle zwei Jahre einen
Samstagsanzug, welcher im Jahre 1891 erneuert
wurde. Wenn man ausserdem von dem Ge¬
summ tgewinu die 7,932 Frcs. für Verbesserungen
und 5,752.95 Frcs. für Material und Mobiler
in Abing bringt, die doch in Wirklichkeit Ein¬
richtungskosten sind nnd welche das Kapital
und den Werth des Etablissements um eben¬
soviel erhüben, so künnen wir fesstelleu, dass
die Ackerbauschule nahe daran ist, ihre Aus¬
gaben selbst zu bestreiten. Die Opfer, welche
das Central -Comit* sich seit zwanzig Jahren
für die Schule unterlegt, sind also nicht un¬
fruchtbar geblieben.
Das ist die Lage unseres Etablissements
in Bezug auf Ackerbau und Finanzen. Der
neue Credit, welchen ich für die Ausdehnung
unserer Cultur, für den neuen Orangengarten
für die den Schülerwohnungen zugedachten An¬
lagen erbitte, liefern den Beweis von der Be¬
deutung, welche unser Werk erlangt hat. Es
wäre unmöglich, am Schlüsse nicht der Gross-
muth unseres ehrwürdigen Präsidenten zu ge¬
denken, welcher der Schule so grosse Opfer
bringt, des unvergleichlichen Interesses, das Herr
Charles Netter s. A. an „Mik weh lisrael“
genommen, und der unermüdlichen eifrigen
zwölfjährigen Arbeit meines Vorgängers,
des Herrn Hirsch, dessen Vorbild hoffentlich
in der Anstalt weiterleben wird, die er mit so¬
viel Güte, Wissen und Thätigkeit geleitet hat.
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