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Lerbesserung der Organisation unserer Lehrer-BersorgungS-
fassen ist im Grund« nichts anderes, al» der Ruf
nach dem BersicherungS-Fachmann fürsie
alle zur wissenschaftlichen Ordnung und Leitung ihre«
Betriebes. Und wenn wir uns dabei noch soweit »er»
st ä n di gen könnten, das, wir all« unsere Lassen einem
und demselben Fachgelehrten sBersichemngS-
Mathematiker) zur Bearbeitung übergeben wollten, *) so
würden wir damit den entscheidenden Schritt zu
einer einheitlichen Ordnung unseres ganzen BcrsorgungS»
wesen» unternehme» und würden den großen Fortschritt
in der praktischen und sozialen Wirksamkeit unserer Kassen
im Einzelnen, wie im Ganzen bald überall verspüren. ES
seblt dazu nur «in'bischen ftandeSeinige» ( ווו •
psinden auch aus diesein Gebiete unseres Allgemein«
bestreben«, und wir könnte« gar bald mit Stolz aus ein
un» eigene«, voll leislungSsähigeS BersorgungSwesen
blicken. Wann wird die Lehrerschaft dieses große Gefühl
zu entwickeln vermögen?
Correspondenzen.
Vertin, 28. April. Bei der jetzt erfolgten Neueinschulung
von Kindern wird in den Berichten einiger höheren Lehranstalten
darauf hingewiesen, daß über die reilnnhme schulpflichtiger
titln in kn Religiononnterricht einer anderen Aon-
feffl•« als der de- Vater- da- hiksige königliche Provinzial-
Schulkollegüim Folgende- bestimmt hat: .Wenn ein noch nicht
14 Jahre altes schuMtchtigeS Kind in einer anderen Konfession,
als der de- Later- unterrichtet werden soll, so^st es erforderlich,
datz beide Glternteile eine dahingehende Grklärnny per-
sönttch vor dem Vorsteher der Polizeiverwaltung sin Berlin der
einzelnen Polizeireviere) oder vor dem Landrat, Amtsrichter oder
Katar ausdrücklich zu Protokoll abgeben. Diese Bestimmung
findet nicht nur bei Mischehen, sondern auch in den Füllen An-
Wendung, in denen beide (Litern derselben Konfession angehören.
Nur nach Vorlegung einer solchen Urkunde ist
der Schüler dem betreffenden Religionsunterricht zuzuwetsen.^
Posen, 2. Mai. Der ״Verein I-rnelitilcher Lehrer
der Oftprooinzen" hält am St. d. Mt», im hiesigen Gemeinde-
Hause unter Vorsitz de- Herrn Hauptlehrers Her bft-Lisfa seine
jMhre-׳versa««lnng ab. Die Tagesordnung umfaßt u. A.:
Vorträge über die Lesebuch-Frage (Referenten: Kadisch-Gollub
und Loh n-Liffa), ,Die Liturgie in der Schule- (PeczkowSki-
Rakel), einen Antrag, datz auch nicht staatlich geprüfte Lehrer in
den Verein aufgenonimen werden dürfen.
Ratibor, 29. April. Die Verwaltungs-Behörden der hie-
sigen Synaaogen-Gemetnde haben in nachahmenswertem Beschlutz
iämtttchen Gemeinde-Beamten da- Recht auf Pension-- und Re-
ltkten-versorgung nach Mcrhgabe der für die Provinzial-Beamten
der Provinz Schlesien geltenden Bestimmungen zuaesprochen.
Setten- der Gemeinde wird ein PensionSfontz» gebildet, in den
die Beamten jährlich 8 pCl. lhreV GkhaNkS zu zahlen Huben.-
Norden, 6. Mai. Anlützlich seines fünfuntzz»nNzig-
jährigen Jubiläums al- Prediger und Lehrer mnerhalb
unserer Gemeinde sind Herrn Hauptlehrer Levy herzliche
Ovationen der Liebe und Dankbarkeit in reicher Fülle daraebrocht
worden. Bereit- am Vorabende de- IubeltageS überreichte nach
vortrefflichen GesangS-Vorträgen de- Synagogen LhorS eine Ab-
ordnung ehemaliger Schüler eine künstlerisch an-geführte Adresse
und wertvolle Geschenke. Am nächsten Morgen brachte die Stadt-
kapelle ein ״Ständchen"; sodann erschienen die Vertreter der Ge-
metnde und der Kollege de- Jubilar- mit den gegenwürttgen
Schülern, rvelche gleichfalls unter herzlichen Ansprachen kostbare
Angebinde darbrachtrn. In! Laufe de- Tage- fand sich eine statt-
ltch« Reihe von Gratulanten ein, u. A. Herr Landrabdiner Dr.
Lob-Lmben, eine Vertretung de- ״Verein» jüdischer Lehrer der
RabbinatS-Beztrke Gmden-Bremen-Oldendurg" u. v. A. Auch
<u!» ntchhudischen Kreisen wurden Herrn Leon Kundgebungen der
Vertschätzung und Anerkennung zu Teil. Die große Zahl der
brieflichen und telegraphischen Begrüßungen offenbarte, daß dr-
Jubilars auch in der Ferne mit Liebe und Dankbarkeit gedacht
wurde. Die am Nachmittag veranstaltete Schulfeier wurde, nach-
dem Herr Levy von zwei ehemalige«! Schülern in de« Festsaal
geleitet worden war, mit dem vom Schülerchor wirksam vor-
aetragenen Psalm 24 eröffnet, welcher zn einem sinnigen, von
Knaben und Mädchen »ortreffltch au-geführten Festspiel über-
leitete. Den-Reigen der Veranstaltungen beschloß eine musikalisch«
deklamatorische Avend-Unierhaltung. Lin Gruppenbild, da- die
verschiedenen, tbrem Lehrer huldigenden Generationen darstellte,
entfesselte lebhaften Bestall und mutzte mehrfach «vtederholt werden.
Gin reichhaltiges Programm poetischer und musikalischer Dar-
btetungen, denen ein zwanglose- Zusammensein folgte, hielt die
Teilnehmer bis in vorgerückter Stunde in gehobener Sttmmung
vereinigt.
Aöln» 28. April. Wie vor einiger Zeit mitgeteilt wurde,
sind ganze Provinzen Preußen-, auch solche, welche eine beträcht-
liche jüdische Bevölkerung zählen, ohne jüd is ch e Oberlehrer.
Dazu gehören Westfalen und die Rhe i nproot n z. Bisher «vor e-
in der Rheinprovinz für einen jüdischen Lehramts-Kandidaten
nicht einmal möglich, eine Anstatt zu finden, an der er sein Pro-
befahr absolvieren konnte. Jetzt ist dem hiesigen Realgymnasium
ein jüdsicher Lehramt-^kanhtdat überwiesen worden.
Zle«rnst»aeu.
«. Jaeotzi, Gin Jahr an- Ruth- Letzen. Gine jüdische Gr*
zühlung mit einem Vorworte von Dr. Meter Hilde-Heimer.
Berlin 1906. Verlag von Loui- La««.
D« für unsere weibliche Jugend bestimmte Bücherschatz ist
um ein vortreffliche- Verkchen bereichert wachen. Der Verfasser
wird von der Absicht aelettet, in dellitriststcher Seß-lt ein LjMbuch
zu bieten, ein Versuch, den »tr -IS vollkommen gelungen tzo»
Mädchen-, da- tm Glternhause nur da- .äutzerllche' IudenLm
kennen zu lernen Gelegenheit hotte und de-halb von nun an in
einem Hause erzogen werden soll, wo jüdische- Leben, jüdischer
Geist hetmifch sind, damit es lerne ,die Pflichten de- Judentum-
zu tragen, nicht «vie da- Tier sein Joch, sondern wie der König
sein« Krone, di« ihn schmückt und odett.' Der Verfass« versteM
e-, die junge Leserin mu den wichtigsten Satzungen und Bräuchen
de- JudenmmS bekannt zu mo«en. Gr sprecht von den Festtag--,
den Speise-Gesetzen etauch eine kurze Schilderung über den
Wert de- Gebete- und über die Stellung de- Judentum- zu
anderen Glaubensgemeinschaften ist sehr paffend venvertet. Venn-
gleich die Greignisfe, die Ruth Gelegenheit geben sollen, ihr jltz
bische- Wissen zu bereichern, etwa- gehäuft erscheinen, so ttflt
dieser nur scheinbare Nachteil zurück vor den maniafocben Vor»
rügen de- Verkche»»- GS kann deshalb nur al- wunfchen-wert.
bezeichnet werden, daß jede-züdtsch« Mädchen sich mtt dem Inhalt
und den Gedanken von .Ruth- Leben' bekannt mach«, besten
Wert durch die Nare, schlichte Sprache noch erhöht wird.
Sänger.
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Robert Ziegler
Berlin, ■arUuraplaU 1»W
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