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Aus Auf JUMt Aus HUfsveratas
der Deutschem JuAeu hu Jahre 1933
Dem soeben erschienenen kurzen Bericht des Hilfseereins
der Deutschen Juden ist der nachstehende Auszug’ entnommen.
In liebereinstunmunff mit den zentralen Organisationen in
Deutschland fährt« der HUfsverein kn Jahre 1903 die Auswan-
dererfünorge weiter, die seit Anfang des Jahrhunderts In sei¬
nen Händen lag.
Ende März begann die Zahl der Personen, die sieh an den
Hilfsveretn und an Komitees im Kelch um Rat und Hilfe in Aus-
»anderurufsangelegenheiten wandten, zu steigen. In den fol¬
genden Monaten erschienen täglich dreihundert und mehr Rat¬
suchende. Außer den Hilfesuchenden aus Berlin fanden « kh
täglich solche aus verschiedenen Städten jrn Reiche ein. In
immer gröberem Mabe häuften sich die brieflichen Anfragen in
Auswanderungsangelegenhefaen; in manchen Monaten Uberstieg
ihre Zahl dreitausend.
Die Ereignisse überstürzten sich anfänglich derart, deb die
Fürsorgestellen gor nicht in der Lage waren, in der weise, in
der dies erforderlich gewesen wäre, aufklärend auf die unge¬
duldigen. zur Auswanderung, drängenden Menschen einzu¬
wirken.
Bei der Berufsgliederung der deutschen Juden und der
wirtschaftlichen Struktur im Auslande fehlen vielfach die ersten
Voraussetzungen für den Aufbau einer neuen Existenz daselbst.
Kenntnis fremder Sprachen ist nicht immer vorhanden, land¬
wirtschaftliche und manuelle Berufe sind verhältnismäßig
schwach vertreten, und für zahlreiche kaufmännische Ange¬
stellte und Geistesarbeiter bieten sich in fremden Ländern wenig
oder gar keine Chancen. Bs fehlt fem^ in der Mehrzahl der
Fälle die Anpassungsfähigkeit, die für eine Tätigkeit in einer
ungewohnten Umgebung, insbesondere in Uebersee, unerlä߬
lich ist. Vielfach besteht der naive Glaube, de« Auswanderer
könnte in jedem Lande, in „einem Auslande", unter gebracht
werden, ohne dab hierzu besondere Vorbereitungen erforder¬
lich seien.
Wenn man di« Familienangehörigen hinzurechnet, so
waren es mindestens sechzigtausend Menschen,
denen der Hilfsverein und die Komitees, die mit ihm in Verbin¬
dung standen, im Laufe des vergangenen Jahres Rat und Aus¬
kunft zu erteilen hatten.
Zur Information über die Verhältnisse in den Einwande-
rungslänöern gab der Hilfsverein sein „Korrespondenzblatt
über Auswanderung»- und Siedlungswesen'* im Jahre 1933 zwei¬
mal heraus. Das erste erschien im Februar, es behandelte ein¬
undvierzig europäische und überseeische Länder. Nach diesem
Korrespondenzblatt bestand so starke Nachfrage, dab es nach-
gedruext werden mubte. Im Laufe der Sommermonate erwies
sich die Lieferung neuen Materials als notwendig. Kontinente,
die bisher wenig oder gar nicht aufgesucht wurden. Kolonien
in weiter Feme wurden mehr als vorher Ziele der Auswande¬
rung. Oktober 1933 wurde ein neues Korrespondenzblatt ver¬
öffentlicht, das Berichte über zweiundsechzig Länder enthielt.
Die Förderung durch die Gesellschaften, mit deneiv der
Hilfsverein seit langem zusammenarbeitet — vor allem ICA
und HICEM und ihre Zweigkomitees — kam ihm bei der Emi¬
grationsarbeit besonders zustatten. Der Hilfsverein steht
heute mit über 200 Komitees, Gemeinden, Vertrauensleuten
und Korrespondenten auber halb Deutschland« fei allen Erdteilen
in Verbindung. In dem Bericht ist ein UeberWick über die Hin¬
dernisse gegeben, «he sich einer Niederlassung von Einwande¬
rern in «den wichtigsten Ländern entgegenstellen, und anderer¬
seits wird auf Grund reichhaltigen Materials auf die Möglich¬
keiten hing e wiesen, die ach für Auswan d erer in kontinentalen
wie überseeischen Ländern geboten haben und zur Zeit noch
Von denen, die die finanzielle Hilfe des Hilfsfereins in An¬
spruch nahmen, wandten sich 5940 zunächst noch den Noch-
ba rutaatar _ Deutschlands und nach anderen europäischen Lite
-^jBWBdWMVBWimataWäApi'il bis September ging noch
der weitAs gröbte Teil der Auswanderer nach dem europl*
isckeiw Ausland. Zu ihnen Zählen auch diejenigen, die
zwecks beruflicher Ausbildung von den hierfür zuständigen Or¬
ganisationen, vor allem vom Hechaluz, auagaocnt und
zum Teil mit Unterstütnmg des Hilfsvereins auf Ale fn Fraga
kommenden Güter und Betriebe ia Frankreich^ Lettland, Limit¬
en, Dänemark, Jugoslawien undTdar Tschechoslowakei geschickt
wurden. Von Oktobers!» eröffnen Sich M 6(1 Ich x eiten
in Uebersee in weiterem Auvnaß. Ee ist Bemerkenswert,
dab in den Monaten Oktober bis Dezember fast 2S Fr o s sn t
überseeische Reiseziele hatten. Im Dezember verschob
sich das Verhältnis noch weiter; es gingen 40 Prozent
der vom Hilfsverein unterstützten Auswan¬
derer nach Uebersee. Ein« nicht unbeträchtliche Zahl
derer, die in europäische Länder auorotsterw ist von den sue-
ländtachen Komitees nach Uebersee; besonders nach Südame¬
rika und Südafrika, weiterbefördert worden, nachdem alle Ver¬
suche, für sie in Europa Existenunäflichkeiten zu schaffen,
fehlgeschiegen waren.
Wie in früheren Jahren war der HUfsverein auch im Jahre
1933 Auswanderern, die aus dem Osten kamen oder dorthin
zurückkehrten, auf ihrem Wege durch. Deutschland behilflich.
Das Ukrainewaisen-Fürsorgewerk erforderte noch Auf¬
wendungen für junge Leute, die noch europäischen und Ueber-
seeländem gefahren sind, wie für solche, die noch ausgebildet
Dem Kinderdorf Ben-Schemen in Palästina wandte der
Hilfsverein nach wie vor Interesse zu. Er hot es insbesondere
in dem Basti eben, aus Deutschland auswandernde Kinder auf¬
zunehmen. gefördert.
Für das Kinderheim „Ahowah" in Berlin, das 60 seiner
Zöglinge noch Haifa übersiedeln läbt. und die musterhaft gelei¬
tete Hebräische Realschule in Haifa wurden Bewilligungen aus
dem Jameo-Simon-Fonds beim Hilfsverein volzogerv.
Der Hilfsverein ist, wie in dem Bericht hervorgehoben
wird, von der Reichsstelle für des Auswandersngswesen als ge¬
meinnützige Auskunftsstelle für jüdische Durchwandenmg und
Auswanderung anerkannt
Der Bericht schließt folgendermaßen:
Es ist auberordentlich schwierig — anders als es vor 20
bis 30 Jahren war — gröbere Menöchenmasse* in überseeischen
Ländern unterzubringen. Die deutschen Juden müssen ver¬
suchen. um die Erhaltung ihrer Stellung in Deutschland selbst
zu kämpfen. Der Drang zur Auswanderung wird aber begehen
bleiben, vor allem bei dienen, die sich hier nicht behaupten kön¬
nen, und bei jungen Menschen, denen sich sonst keine Zukunft
eröffnet Bei sorgfältiger Vorbereiumg werden sich für gewisse
Kategorien berufstätiger Männer und Frauen» Möglichkeiten im
Auslande, insbesondere in Uebersee, erschlichen lassen. Ihnen
zu helfen, wird weiter die bedeutsame Aufgabe des Hilfsvereins
sein. Es handelt sich um eine Schicksalsfrage für so vi«e. die
Deutschland verlassen, und für ihre Angehörigen, in Deutsch¬
land, von denen sie sich auf unbestimmte Zeit nennen müssen.
Das Los des Wanderers ist traurig; er bedarf vor Antritt der
Reise liebevoller Beratung und während derselben umsichtiger
Fürsorge. Ihm zu helfen ist eine grobe und heilige Pflicht
aller derer, die noch in der glücklichen Lage sind, sich nicht zu
dem letzten Mittel, eine neue Existenz aufzubauen, zur Auswan¬
derung. entschließen zu müssen.
Der Hilfsverein der Deutschen Juden muS an seine Mit¬
glieder und Freunde den dringenden Appell richten, ihn bei der
Durchführung seiner Arbeit auch im Jahre 1934 in tatkräftiger
Weise zu unterstützen, in der Erkenntnis, dab in so schwerer
Zeit jeder zu groben Opfern im Intereme des Einzelnen wie in
dem der Gesarotlmit mit der seine Interessen aufs
engste v et knü p ft mnd, bereit tan mufi. möge dksn Ruf i»a^
Hiife, der an die weitesten Kreise der Judenheu in Deutschland,
auch an alle diejenigen, die dem Hilfsverein noch nicht als
Mitglieder beigetreten sind, ergeht, nicht ungehört verhallen.
UoAtr-MAävtoMbMA Akkord CaSa
Den CHetwffaer Oberkante* kennt und schützt man auch
bei ans m B r esl au als einen gediegen en , charakteristisch pe-
startenden Sänger, der insbesondere auf dem Spezialgebiet
der 'Ballade Vortreffliches zu bieten hat. Begründet wurde
dieser gute künstlerische Ruf schon vor fahren, als Richard
Cohn oftmals an schlesischen Rundfunk zu hören war. Sein
Auftreten auf dem Konzerlpodium bestätigte im allgemeinen
die früheren Eindrücke; es wäre beshmml noch wesentlich
güidhger ausgefallen, wenn man einen akuslisct geeigneteren
Saal als den der Lessingloge zur Verfügung gehabt hätte.
Herr Cohn begann mit 1 zudem von Brahms, WoU und Schubert
Die 'milde Lynk der meisten dieser Gesänge widerspricht
sowohl seinem Temperament als auch dem Charakter seines
ins Hektische weisenden Organs. Daß man trotzdem nicht
ganz unberührt blieb, ist der Diszipliniertheit ruzuschreiben,
mit welcher der Sänger alles Stimmteehmsche in den Dienst
des Werkes stellte; nur die Aussprache, namentlich der
Vokale. hätte man sich gern nodt deutlicher gewünscht. Sehr
schon geriet die Wiedergabe von Schuberts «An die Lever"
und Jkn Schwager Kronos“, in denen das baikxksche Element
ia schon eine gewichtige Rolle spielt. Sie leiteten zur Ballade
selbst über, zu Karl Löwe, der mit „Heinrich, der Vogler".
„Herr Ohif. dem an Schubert gemessen recht schwachen
„Erlkönig" und dem umso gewaltigeren „Odins Meeresritt“
vertreten war. Hier boten sich Herrn Cohn die reichsten
Möglichkeiten zur Entfaltung seines sonoren, üppig strömen¬
den Baß-Bantons, und er lieb sie wahrlich nicht ungenützt.
Ebenso nachhaltig war die stimmliche Leistung in den Opem-
Anet von Gounod, Verdi und Offenbach. Was Cohn der
Gterwitzer Gemeinde bedeuten mag, das ging am über¬
zeugendsten aus dem herrlichen, von tiefster Inbrunst er¬
füllten Vortrog der beiden religiösen Gesänge hervor, mit
denen dos Konzert seinen endgültigen Abschluß fand. Hans
Baron, den man bisher nur ah Theaterfachmann kannte,
erwies sich ah ein versierter Klavierbegleiter, dem, wenn
es die Situation erfordert auch feinere Anschlagsnüancen zu
Geböte stehen. H f f.
Zum CaitspM das
„Die Wildente" In Breslau und GJdwiti am 23. und 24. April
Während Goethe as «maproch: „Alles Vergängliche tat
nur ein Gleichnis", formt« QtSen solche Glnirhriiseii in seinen
Gestehen für ein» kommende Menschheit Im Grunde ge¬
nommen ist ja alle Kunst nichts als Symbolik unserer Vor¬
stelligen und Gefühle. Als Ibsen erkannte, daß reiner Rea¬
lismus nicht mehr für die psychologischen Forschungen aus¬
reicht, dab allzu sklavische Femel
für me Regungen der Phantasie bedeute, erwuchsen Versuche
mit neuen Ausdrucksmitteln, unter anderem der sogenannte
SymboHwnus. Die „Wildente'.' tat gewissermaßen Ibsens erstes
symbolisches Drame. Der moderne Mensch hat sich von der
Natur entfernt, deshalb wird sie Ihm zum Spuk, man G es pe nst
Der alte Jäger Ekdal hat sich sowohl sn der GessBschsrt wie
am Walde vergangen. Seine gesellschaftliche Strafe war <&e
Entehrung, seine Hölle aber winde die Loslösung von der
Natur. Sein Wald ist nur eine Bodenkammer, sein WBeistand
ein paar armselige Hühner. Diese traurige Bodenkammer steht
wie ein Bild der verlorengegangenen Natur im Hintergründe
der Szene, spukt in die Fsmülenfa a gö d ie hinein. Zufälle werden
Äußerungen und Ironisierungen des Schicksals, nicht, daß sie
das Schicksal machen. Es gibt sogar eine verhängnisvolle
Pistole, die jedesmal nicht ebgedrifekt wird. Jedes BÜd sin
Hohn! -Der Wald rächt sich", kommt «s wie ein verklungenes
Lefdäotfv «har Ae Lippen des Alten. Er fordert dos Bgkmhi
des fntrr Ttnrmffirttrtinri Yirtilhniiacn labt und dar „wIMt
gl tackt» die, moi tee «agoachoaseiv fkte kn Ti
«taj zu veeähden. ItawnÜLM
hersgf und nun mm tao aalt __ _
„Ee gibt M ensc h en auf dieeer Well, die ns auf
tauchen, weim sie nur ein paar Schrotkömer in den Leih be¬
kommen haben and <taiwi niemals wieder emporkommenT Aus
solchen „ Wilden te“-Neturen besteht die ade Ische Familie.
Nur -die Ekdalsche Familie? So sehr aber auch das Symbol
in dar „WAdente“ bervorrWitt, «, Mi di fi n g t dudi keines*^*
die Wirklichkeit. Im Gegenteil bet Ibsen ln seinem ganzen
Schaffen niemals die Wirklichkeit mh festerem Griff gepackt
als in diesem Drama.
Das Beste und Folgenreichste an dieser „Wildente" ist die
Anregung zur Wahrheit: Jenes ttabedinsle Whhrheltsvertangen,
dem Ibsen selbst einmal beredten A —druck verlieh:
„Und so segle ich euch mein Schiff in den Grund,
O, so ist es doch herrKch zu fahren!"
Dies« rfidthnkloee Bekennen zur Wirklichkeit ist nicht der
letzte' Grund ge w es en, der für die Wahl di eses Schauspiels
ausschlaggebend war.
Jfldisches Museum
Der Verein Jüdisches Mtsstn E. V. sw Breslau hat rieh
in den letzten Jahren um die fWwii.kühlte |tdischw> K>ÖZ-
lebens b e sond e re Verdiente «warben. N a chd em er vor einigen
Moneten e i gene Räum* bezogen hat, beabsichtigt er, diese
auch in den Dienst der Pflog* neuerer jüdischer Kunst zu
steilen. Er veranstaltet deswegen in amen (Gtflhsdhener
Straß# 61—65)
vom 11 Mai bis 24. Jtmi <L J. Se ernte Am tatBi g
von Werken jüdischer Künstler in Deutschland »im Vergan¬
genheit und Gegenwart. Es kommen kn bi sond csu i Werke rom
Malern, Graphikern und Bfld hu se r n zur Schau. Bs tat Vorsorge
getroffen worden, daß IsMgllrh der ktnaderische Wert für die
Aufnahme in die Auestefhsig hn AiasfMeg gfbt.
tum ersten Male wird hier ein feacMoe —lb BBd jüdi¬
schen Kunstschaffen* kn Laufe dar tetaten bändert Jahre ror
Augen geführt Persönttchketten wie turasi* Uehermaao,
Chagall und viele andere, die bisher nur im Rohmen de, all¬
gemeinen Kunstlebens gebarmt und beurteilt wurden, s o llen
nun in Zusammenhänge flwer Volkszugehörigkeit ersAeinenr
?Ulrich ober wird eich hier ein reiches Entwickhingtadd der
verschiedenen zeitlich oder persönlich bestimmten Stilarten
entfallen.
Diese Aussteömg wird zweifellos üb« die Kretas Brests ia
hinaus ln der jüdischen Weh Deutschlands große m I nt e re ss e
begegnen. Sie wird täglich von 11—18 Uhr n gto sikk sein.
Eintritt 25 Pfg„ Sc h üler 10 Pfg. Führung en noch be s o n d er et
Vereinbarung. Sonnabend Eintritt frei!
Nähere Anfragen, die sich auf die Ausstellung beziehen,
wird die GesdifiitastaPe des Vereins Jüdisches Museum,
Breslau 6, Strtegauer S traß e 2 (Felix Perle) b täte wollen.
Dmrtsdwr NakkaMkrata t. V.
Landesverband Schlesien
Am Sonntag, den 15. Apn! 1954. fand in Reuthen OS
das (FrühjahrseröffnungssportfeM des Lan¬
desverbandes Schlesien im Deutschen
Mak'kabikreis statt zu dem die Mokkobivereine von
Breslau, Beufben, Hinoenburg und Kreuzburg erschiene*
wmc*. Wenn auch infolge widriger Umstände das Sportfest
mehl im Beuthener Stadion stattfinden konrtr and daher die
Leichhiihleten mangels ein« Asche*bahn zur Untätigkeit ver¬
urteilt waren, so kann die Veranstaltung doch als ein voll«
Erfolg für den Mokkabigedonken bezeichnet werden. M e h rere
hundert Zuschauer wohnten am Nachmittag den spannenden
Hand* und Fußbeltkämpfen bei. Nach einem kurzen Ein*
tertungshand bell spiel der Knaben trafen sidi die Semoran-
HondboUmannschafteh von Hakoah Bcutken und Hollo aß
Kreuzburg. Die Betdbener waren in den ersten MMte» teßÄ
überlegen and kennten auch das Ftammgtaor erziele*. Denn
gingen jedoch die Kreuzburg« mächtig aus sich teer
es gelang ihnen, nach und nach eine öH-TOhniag^
zuholen. Beuthon mochte zwar noch ein Tor gut, jedoch l..
Kreuzbura kurz darauf den allen Stand wieder her, so »
das Treffen mH einem 7 2-Siege der Kreazburger e*T
Anschließend fand ein Fukbaflkampf zwischen Bar Kq
Breslau und Bar Kochba Ttindenbarg stall. Die Bc e slaatr
waren von Anfang an etwas über l egen and drängten den
Gegner in seine Hälfte zurück, jedoch gehegt es dem zu ata*
genau spielenden Sturm zunächst noch mcht, zählbare Erfolge
zu-erringe». Erst gegen Ende der erste* Halbzeit tato kurz
hinteretnomter mrei Tore für Breslau. Nach der Pause weldfen
die Angriffe der Be u thener etwas gefährikh« and es ent-
stdien vor b ei den Toren bre nz liche SctuaBonetv, dte tedwh
vöa den guten Verteidig u ngen stete geklärt w e nden tagte.
Ent kurz vor Schloß gefingt es den Brc s teoern. durch eh»
drittes Tor den Sieg sicher z us t a tten. Zu mrihnen wä re hödi,
daß samttkhe Spiele vorbildhch fair darthgefthrt whfte.
Die Schiedsrichter leiteten mit groß« Umsicht und zu aller
Zufried e nheit Am Abend fanden ha Ho te l Kateerhof ntteh
Ti s cht en ,d sk äm rd e statt, die ebenfalls äußerst tpmmmi ver¬
liefen und dutefrweg von den Breslauern ge g en dte Vertreter
der and e ren Vereine Q c worwi cn worden, ha Aiadtd daran
trafen sich dte T e ttn cfc m c i noch zu einem oeatiMkheai Bei¬
sammensein mit Tanz. Dem als Veranstalter fu*0tranda*
ITSV Hakoah B e ath cn Sei an dtes« Stele für dte gute Or¬
ganisation und Aufnahme berztkh gedankt
UlnlBilB*
W« es die Ansprache von Herrn Robben« Dr. Simon^'"
sohn üb« «Festtage in Erez ksroeT otter war es der Fißa-
streifen JVdloioda, ein Volksfest in Tel Aviv" mH “ ‘
worten von Heran Dr. Hans Prinz octer war es «ter
Bar Kochba oder war es die z ündend e Kraft der !
Idee, die am letzten M i ttwo ch abend Hand el t e vc
m den großen Lessing-Saal staömen ließ. Schern hM0e vor
Begirm d« V«onstaHung w« d« Saal überfüllt Viele, sehr
riete Menschen waren gekommen, riete mußten mdtrhrm.
weil kein Platz mehr im Saale war. Herr Dr. S lio n aoh n
sprach von den mdmehen Festen, dte ia Midi- aidH *ar
historischen Charakter tragen sondern tebaadto VoBiswdr-
bundenhed «langt haben und die Mensdten'dorl zu echter
Freude führen. Dort sieht man, daß jaden nkhf abseits stehe*
müssen, wenn andere sich freuen. Sie wisaca, kn eigenen
Lande eigene Feste nach eigen« Art zu feiern. Der nha-
afrtaten „Purim 5094 in Tel Aviv" bewies es. Man sah Büder
von den Feiern, von den Aufzügen und vor altem man sah
Bader von Kindern, die aaßwiachsen in ^edBcher rrewÜL th
einer ihnen g emäßen Umgetamg. Unfenrßkhen wurde mfis
noch durch die wirklich zündenden Begteffworte yoa Htita
Dr. Hans Prinz, der darauf hkviries, daß fetzt der SoriMB
aus ein« Utopie zu ein« Realität gewateten ist. Aber
Ziönrimus ist dadunh nicht überflüsaM, sondern naß itadttltai
wachen, daß Palästina so geschaffen wtrd, wie wir es
wünsche». Nicht willkürlich, sondern cntipreihcad Wfltf
zionistischen Wettansdiauupg. Umrahmt wurde dte ada to
Anwe s enden beaelsterl aufgenogearae VeraasfathBO wd
Chöre des BarVCocMw, die die ZÜirfr etwas von doma*-
puls der Tikfis^e* jugerid ahmen f kL
Diese V«enMattuno sollte wiederholt werden , dmtit alle,
die es angeht -and es gaW alle jadaa m - mtoriasa*
wenden von der wichHgstai jüdischen Aufgabe der Gegen¬
wart: Dar« Aufbau Erez jUraeU
JßiEt
ttbtMBB I4N Ist dar Jbdteche thmBraevwßibiWaißa M
worden. Der wienBämäi Vantead da» tßNku
w en det siA mto m aia tausildiebendaa «d mmB eli
übenden Personen der Breslau« jifcBsrha* Oteastaia «md der
anderen Gemeinden Schlesiens, und fordert sie zum Bei¬
tritt auf.
Der lüdbche Mn s titv c rein hat sich die Aufgabe oeahelL
den Oe w e ß guter Mtrsfk zu v er m i t tel n and iüdisAe» Ifutaken»
Gelegenheit zur; Betähgong zu geb en . Er wkd der Titiger
des Midi sehen Kemmerchors und des Jüdische* Cftttiesters
sek% die aus üner IBtwkliuwg kl den 3ynagoge»-lCo *zen ed
boed* bekannt sind. Er wkv aoeh ^nllgBagi and Mtmäer-
musik-Konzerte v«ah»tallen. Et wird skh dte PledB Btider
Kirnst naoe te ge* sein lassen and wkd «Mh Werks« MMMT
Verfasser und jüdischen Inhalls seine AußnentsadM# mH
wenden.
Der jüdi s che Masikv«ein will alte musikalische* Be¬
stechungen zusammenfasaen; er afrd damit dte Gewähr btetea,
daß die Veranstaltungen streng k Uas B cris dien Caaraktte
träges und unerfreuliche EradNMtangen kn Musikleben be¬
seitigt werden.
Der Verein kann eine erfafUekha TUBiMaB JW
entfalten, wenn er die tatkräftige T ' iTiOii li i iiTr
Bevöikenmg findet Erat wenn One ganäganda Aaadtt aa*
Mdgtjedem vorhanden ist, kram.Me Arbeit oagonaa* msd eki-
Programm Für den Kommendem Muter aufgest«B arerdem Dar
Battet« zum jüdischen Mua&veräi* ist dto eki Gebot
zum jüd i sc hen Mn
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Der Vwriawt de, kidixbea MM4nerWn* trqHi
Dr. VeneWIei*. KMe risdier. ImÜM LnOH. Dr. tMenaC
Dr. Lm. Fritz SrmnckeVV, AHM4 bprimrt
Vir erhaBee die Nadvid« von AfeUni de» trdnrea
Rabbiner, in ColMr 0>(nen) Dr. |o,epkZoii»,ki. Nndl
Miner AudÄtew am (UdiKt-mMogMdMn SaäiMr in Bra»>
lau, wo der Verdarböe, nie «G »ei» Vater aeWea Vr*n
»dz halte, wurde er in Cohnar Rabhiner and Mdter Ldter
einer Prriutsdidte h tWrahmg. Nadr »einer UebenteSna
nedr den Vereinnten Staate» wurde er BibtioÖdar aa 4er
lohn Hopkins lim*er»flv kl BaHarore fttarvlaadl and haSMa
sich auch als Lehrer in St Louis, Wew Ortean», Herr York
und Texas. Nun ist er un Alter von Och f
Krankheit gestorben.
Vir Mnsn alle Gw
Paliadaaaairau, uns Mr die A» _
PküHfiephl» (BraeleMr W PetMWa « A|, ,
DÜkSarwriäu» der Geachtete* cU. T ‘—
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