Page
.iliiiuinaiiiiiuiiiiiu
8«rta«f*pttU fflt Oesterreich 40 »rösche, .
■■■■■■■■■■■■■■■■«■■■■■■■■an
Ij desÄnKan-es natitMlWeutsthevIuöeu EL
■01999i!l!ll9illl9il9l!ll9illlll!9linm!!lll!nnil!l!!l!!l!9!l!!l!ia!l9!imii1
mm
gggaaggaagggggnggaggggggggggggggggggaggggggggggggagggaggggggggagq
Sitgjnätrifim, „
mdxmfamer 20
gg Geschäftsstelle des Verbandes: Berlin W 35, Blumeshof 9, Telefon: Lützow 5333/34
■j Bankkonto: Martin Schiff, Berlin WS» Iagerstr.9. Postscheckkonto Berlin Ar. 111231
■ggggggggggggggaaggggggggggggggggggggggggggsssasgggggggggggggggsgggagggg^gfti
Jahrgang 1927
Juni
Ar.
An unsere Leser.
Die Nr. 3 3 des Mitteilungsblattes erschien im Mai d. Is. als Sondernummer für unsere Mitglieder. Oie
Nummer enthält einen Aufsatz „Ghettofreund« und nationaldeutsch« Inden". Line Anzahl von Exemplaren
ist noch verfügbar und wird auf Wunsch versandt. Die Schriftleitung.
Wohin der Weg?
eine
k ser
ich
fönt t
Als vor 130 Jahren zwei preußische „Iudenschaften" um Verleihung der vollen bürgerlichen Gleichberechtigt
baten, erteilte das preußische Staatsministerium einen ablehnenden Bescheid. In der Begründung heißt es:
„Solange daher dieselbe (d. h. die „Jüdische Nation") fortfährt sich nicht blos durch speculative Religio»
Meinung, sondern durch praktisch« Grundsätze, Sitten, Gebräuche und Verfassungen von den übrig«
Ktaat«»Einwohn«rn abzusondern, und einen gewissen National-Haß gegen letztere zu nähren; so lange sie
möge ihrer inneren Konstitution und Hierarchie gleichsam «inen besonderen Staat im Staat« bild^
so lange die Erziehung b«^ dem grotzen Haufen auf «in« so verkehrt«, den Zwecken de» Staate» «
gegenlaufend« Art eingerichtet ist; so lange in allen diesen Stücken kein« gründlich« und allgemeine **
besserung erfolgt, al» wozu nur allein di« Nation selbst thätig wirken kann . . . ! so lange kann
Aufhebung dieser Gesetze um so weniger stattfinden, als.anderntheils.das fernere Bestehen di
Gesetze noch ein Bewegungsgrnnd niehr ist, auf eine solche obbeschrieben« solid« Reform hinzuarbeiten, und
dadurch zur vollkommenen Gleichfetzung mit den übrigen Staatsbürgern zu qualifizieren." -
Lassen wir beiseite, was in diesen, Edikt von J798 uns jüdische Deutsche von 1927 noch verletzen
so die — für Preußen schon damals nicht inehr zutreffende — verallgemeinernde Bezeichnung der Juden als „Nati
und vor allem das überscharfe Wort vom „National-haß", wir wissen heute, daß dieser vermeintliche haß niem
bestanden hgt, daß fich damals wie heute nur eine Sehnsucht und eine Furcht gelegentlich hinter Zornigen
verschanzte.
Aber im übrigen: Erkennen wir nicht in den Worten dieser keineswegs vorurteilsfreien, aber ehrlich zur
rechtigkeit strebenden Staatsmänner ein Stück Prophetie? Ist nicht di« Entwicklung de» deutschen Iud
frag« hier mit überraschender Alarheit vorgezeichnet? ^
Die Minister vor 130 Jahren wußten schon, daß die Lösung der Iudenfrage in Preußen nur durch
Wicklung der jüdischen „Natton" zum Teile der preußischen Natton, nur durch Erziehung der Juden zum Deuts
tum möglich sein würde. Sie wußten schon, daß dieses Srziehungowerk nur von den Juden selbst vollbra
werden könnte. ^
Ein volle» Jahrhundert hindurch find N« deutschen Juden mit festem Schritt den ihnen
vorgezeichneten weg gegangen. Aein Mensch mit gesunden Linnen hielt eine andere Entwicklung für mögli
als die schrittweise äußere und vor allem innere, gefühlsmäßige Eindeutschung, unbeschadet der „speculativen Religio, i:
Meynnng" und unbeschadet von Anechtsgefinnung wie von hoffahrt gleich weit entfernten Bekenntnisses
jüdischen Abstamnmng. Und schrittweise ging «» vorwärt», über den Erwerb der vollen Bürgerrechte zur
Gleichachtung als deutsche Volksgenossen, — bi» vor 20 Jahren.
ng
»*
n
n;
ht»
Bliä e
e,
oin"
als
n
Ge.
«in»
E,t-
«h.
s-
h,
Zur
voll en