Page
Uftn die Offenbarung dechsHHßi«»«.
IHM
.V ■ r 7 : ij ?:
lich'e Schicksal brr Tlftvrien haben:
I
sie fallen ab »nd
«erde» durch andere ersetzt r «he sie Früchte getragen
haben. Der morgenländische Lehnveg unterscheidet sich
von dem occidentaktschen wesentlich darin, daß die Ge¬
genstände der Erscheinung, wie sie vorliegen, besprochen
«erden, aber nicht in müßigem Gespräche, sondern in
einer Rede, die von dem mitzutheilenden Grundgedanken
durchwürzt ist. So trägt sich die Erkenntniß von Seele
zu Seele über, nicht bloü von Verstand zu Verstand.
Mag jede dieser Lehnveisen ihren eigenthümlichen Werth,
jede ihren Vorzug a» ihrem Vttr Hab»», gewiß ist, daß
jene, dem Aeaßern nach minder wissenschaftliche und lang¬
samere Verfahrensweise zumal da an ihrer Stelle ist,
wo der Sprechende nicht an eine besondere Elaffe oder
Zunft sich wendet, sondern alle« Gebildete« seiner Zeit
gegenüber tritt.
In dieser Weift haben wir'es unternommen mit un¬
fern Lesern uns nicht sowohl an ein gelehrtes Buch zu setze«,
das wir ihnen vorlegen, als vielmehr auf monatlichen
Blättern, wie Stoff und Gelegenheit sich darbietet, über
die Schrift und deren Erfüllung, über das alte und das
neue Morgenland uns zu unterhalte», so jedoch, daß
wir die Wahrheit der heiligen Schrift nicht erst bewei,
ftn, ftndern zu ihre« Gunsten die Thatsachen der Jahr¬
hunderts reden lasse«; daß wir ferner den Inhalt der
Schrift nicht blos als Lehre (dogmatisch) fassen, sonder»
»ehr ihn geschichtlich in uns ausgenommen haben und
ihn als das Licht der Weltgeschichte und als Schlüssel
zu den Rächsrl» der Menscheuführung betrachten. So
kommt es, daß wir namentlich das, was di« Propheten
nnd unser HErr selbst von Israel g«sagt habe«, nicht
von irgend eine« geistliche» Israel verstehen, sdnderu
das, was wir lese«, glauben, so wie es dasteht. Und