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169 U«b«e di» OfMibanin^ bti Johann»«.
zug geben, haben wir auf diese- Heft »erspart, und le¬
gen hiemit unsere Gedaukeu dar mit dem Wunsche, daß
kundige und kompetente Beurtheiler sie prüfen mögen.
Wer «ns allenfalls, mündlich oder schn'ftlich, seine Ein¬
wendungen oder Bedenken mittheilen will, wird uns da¬
durch zu Danke verpflichten, denn es ist uns nicht zu
thun um die Geltendmachung einer eigenen Meinung,
sondern um.die Förderung biblischer Erkenntniß.
Es ist unter allen Auslegern anerkannt, daß Spra¬
che, Ausdrucksweise und Darstellung im Buche der Apo¬
kalypse genau übereinstimmt.mit den prophetischen Schrif¬
ten des alten Testamentes, und daß auf diese letzter»
unaufhörlich muß zurückgegangen werden, wenn es sich
handelt um Erklärung dessen, was wir in der Apoka¬
lypse lesen. Wir sind aber der Meinung und stellen
den Satz auf: Auch der Inhalt der Apokalypse ist
mit dem Hauptinhalte der alttestamentlichen Weis¬
sagung im engsten Zusammrnklaug. Wie das neue
Testament selbst Fortsetzung und Vollendung ist
de- alten, so ist auch die neutestamentliche Weis¬
sagung in der Apokalypse Fortsetzung und Voll¬
endung der alttestamentlichen Weissagungen der
Propheten. So wenig unser HErr— nach ftinm eigenen
Ausspruche Matth. S, 17. ff. — gekommen war, das Gesetz
und. die Prophtten aufzulösen, vielmehr sie zu erfüllen,
ebensowenig will sein Geist in der Apokalypse die WeiSsa-
gmigen der Prophtten auflösen, sondern vielmehr sie be¬
stätigen und ihre Erfüllung anzeigen. Um also die Apo¬
kalypse recht zu verstehen, müssen wir nicht bloS ihre
Sprache aus der Sprache dtt alten Propheten zu tr»
kläre« suchen, sondern das --feste prophetische Wort-- muß