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Das Morgenland.
Altes und Neues
für Freunde der heiligen Schrift.
N°. 9. September. 1840.
* Griechische Schilderungen.
. (»«< ttn Mittdtiimizen eine« SrtmiMl.)
WaS fast am meisten zur religiösen und christlichen
Bildung Griechenlands beiträgt, das sind die Bemühun¬
gen der protestantischen Missionare, die seit Jahre»
schon unter den Griechen arbeiten. ES ist wahr, da¬
unerachtet ihreS EiferS sie bisher hauptsächlich auf Hoff,
nung den Samen evangelischer Belehrung auSstreuen
mußten, ohne viel unmittelbare Wirkung zu sehen; aber
indirect stiften sie viel GuteS. Ja sie üben vielleicht auf
mittelbarem Wege einen größer» Einfluß, als sie selber
wissen. Im Allgemeinen ist man ihnen von Herzen
gram, aber eS wird doch dem Volke eine Regung und
Kenntnisse mitgetheilt, die nicht umhin könnm, gute
Fruchte zu bn'ngen, ohne daß die gn'echifche Kirche ihnen
dafür dankte. Die sorgfältige und treue Bildung der Kin¬
der, die zu den Missionaren in die Schule geschickt wer«
den, entfernt inde- nach und nach die Vorurtheile, gewinnt
die Herzen der Eltern, und bereitet in dem nachwachsenden
Geschlecht ein hoffnungsvolles Erdreich für Frömmigkeit
und Wahrheit. Die Missionare liefern den Beweis, daß
christlicher Sinn und weltliche Kenntnisse sehr wohl neben
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