Page
•2 ««״<i »»- -
föro Schwab.
•Kioi! raphifrije .Sfit,;,je non I>. •S. |
aorn'evung. ׳ '
Teutfd'manii's Znreren wirkte mir Sckwab blieb in Wewitsck.
Bereits knüpfte sid, aber ein stärkeres Bank, das fhu an ren Crt fesseln
feilte, liinev seiner 2 d, abbrftes - Herren, Elias Pfeifer,' hegte, gleich
nachrem er Sd'wab kennen gelernt, b.xtte, ini Stillen teil Wunsch. ren bli'i-
l,enren, talentvollen annglig. seinen Sohn ;11 nennen, unr einige Zeit rärans
trug er ibin rie Hank seiner ältesten,, eben erst ins jungsräulid'e Älter ge-
tretenen Teurer an. Cb er'S im Herrensgrunre fühlte er er eine Ahnung
ibin fagte, welche starke, liebenkc, treu anshanenre ?ebensgefährtiii bis an
ras Eure feine. Tage ihm rieses ;arte )' ׳ 'efdröps sein merke? — Sä,mal ׳ verlebte
ncl> mit 7l>!s1i111innna seiner Eltern nur unter kes VehrerS. nur ter acennte
sreukiger Thellnahine.
״ r! ׳ en rer Stnnke an verkoppelte er seinem- aleift, er arbeitete Tag
״ nur :)sacht: mir seine künftigen Schwiegereltern scheuten kein Crier ilm
״ mit materielle^ mir geistigen Hilfsmitteln ;u verleben."
T as mar gemift rie glücklichste .Heit in S d, m ab's ?eben, (betragen
von areunrfdiast nnk ?iebe, rer Sorge für rie nächste Zukunft überhoben,
konnte er nun mit aller .'traft mir arifcke, nach Her;cnslnst mir areuke
arbeiten mit schassen.
T eutsd'niann's Verträge regelmäftig fortbesuchenr, batte er and,
schon einen 'ireis von Hörern mit sich versammelt, mo feine pilpnlistische
,',»vention mit kein Vebrer- metteifernr sid> entfaltete. sta»t.'S Sd'riften,
Menrelsfohu mir ?essing mir rte Meistermerke rer reillfd'en ?Iteratnr
gaben feinem Tenkeil mir Perstäurnin :>c'abr1!ng unk Rid'iiilig. Mit nn-
geid,Wächter Vorliebe befd'äftigte er sich mit mathematifd>en Problemen, unk
feine reiche Phantasie ergoft std, in bebräifcheu mir te»tfd ׳ cn Pen'en. —
״ Womit uns 2 cb m a b am meisten übcrrafd'te" - schreibt nufer Berid't
en'tatter ״ ras waren seine kagarifchen Perfnd ׳ e." ״ ad ׳ kannte »nt
״ schätzte fd ׳ on lange nufere belferen Werke in riesem (Gebiete: kod, murre id> !
״ frappirt, wenn mir Sckwab ;»weilen aus schwierigen Bibelversen und .
״ fonrerbareu Taluntr mir Mirraschstellen obne alle Wesnd'iheii mir ohne
״ 'ävortverrrebnng rie tiefsten <''eranken nur rie erbabenste Moral herauslas:
״ ras mar mir etwas nie Wcahntcs." Er sammelte riese Arbeite» unter
^ ״ reut Titel: ״ H ״ t ׳ '• I,nn ׳ -t '8 ׳ <-I>." ׳
Bei tiefer Anstrengung unr bei riefen versdnerenartigsten Beschästi- >
gungen mar er ;ugleick voll ?ebensmutb unr fvrifd'C, rer treueste ,mimt
unr ter liebenSwürkigste l^esellschaster: unk mäkrenr er beut?an ras Sterbe
l'ctt eines an ter Sritalsvcst kranken befrenuretcu Ar;tes ging, um tesse»
lebten Willen niercr;usd,reiben, ergötzte er ein anrer Mal Vekrer mir Eolle
gen rnrdi seine geistreichen unk gemüthlicken Einfälle in Poesie unr Prosa.
Wiewohl bei ren schled'ten Eoniinunieationsuiittelii jener Zeit rie Wc
nieiuren red't west auseinanrer lagen: so bestanr rod ׳ , kurcb ras Hin unr
Herwaukern ter Badiurim mir in aolgc rer Tbeilnabme, weld ׳ e ras kffent-
lict'c jürisd,e Voten überbaupt »cd, erregte, ein immerwäbrcnrer Rap von
;wischen ren ven'dnereneu (Gemeint en unr aeidumoth: mir ״ Vo b 'iromau"
_ ׳ eie Badiurim murren gemöbnlid, nad, ihrem Weburlsone be;eid,net war
schon ein in rer Provin; vielgenannter ׳ Name.— C eitere Reisen mit Teutsd, ׳
. mann, ter ibn aus Wohlwollen mir aus 2 toi;, solchen Schüler ;11 ;eigen,
gerne ;um Begleiter mäblte, gaben auch (Gelegenheit, ^in weiteren urtkeils-
fäbigen Xreifen Beifall mir Anerkennung ;u gewinnen: unr mark ihm rurch
fold>e Peranlastung aud ׳ rie Besrierigung ;u Tkeil, ein in ren lobenksten j
Austrücken abgefafttes Morenu - Tiplom von seinem ebemaligen Vebrer, rem !
VanreS Rabbiner, heiunubringen.
Tech kein ?id ׳ l obue Sd'atten. 'tonnten kiese wenigen aahre rie
— Blumen ׳ Cafe aus- rem Tornenxfare reS BachurlebenS' genannt werken: fo i
barg sich and, schon unter reu Blumen tic Sd,lange, mir hielt ihren Weifet I
mir ihr Wist bereit, um Sd,wab ramit ;u bbspritze». Wir veiftebeii.rar-
unter rie würcigen Weistesspreftlinge jenes ehrsamen. atbemensischen Töpfer-
meisiers, rie 's immer verkrieftt von einem gar viel spred'en ;u hören, fo ׳
rann reu Troft jener matten Seelen, rie ״ Alles sd'reckt was eine Tiefe bat,
׳ 'Ki'e ■)ix. 1 , •j u.
־ " Hieoen ba! SdnaVr e:e ׳ . nur nocd ein, iiebies Bruchnüd aueben.
unr rcnen eS nirzents wohl, als wo 's reckt flack ist," und endlich tie
echten und falschen Hüter im Weinberge des Herrn, in deren Aligcn selbst
Teutsd,mann nid't rein genug gewesen, die aus fromiiiem Eifer oder im
Jewnfttsein eigener Nullität, Sckeu hatten vor jedem frischen Hauch der
Zeit, mit tas Heiligtbiim nickt ängstlid, genug bewahre» konnten vor rem
Eiiidringen deS ihnen sremrcn ElcnicnteS. — Tic Alle spitzten sd>on rie
Zungen mir rie Schroetter unr putzten die Waffen fanatisd'er Perfolgung,
rer Angeberei nur der Pcrläninrung, um ste am Tage des stampses nnk
kes Weridnes wacker ;u sd'wingen.
Tie ,},ihre waren sdmell geflohen und Sdnvab min ;um Mann
geworren. Tie-Berufung Teutsd,mann's nad, Trebitsd, im aal,re ls.IK
batte ihn res gemohnten Ningauges eines lieb geworrenen VebrerS nnk
a.cnnres beraubt; hingegen war's ihm 1 ^ 1 '.) nach mühseligen 'tänipsen und
Proceffcn um rie sogenannte ״aamiliensteUe" gegönnt, ras Weib seiner Wahl
nur seines Hcr;eus nun beiuizusühren. Aber and, der volle Ernst des ?e
bens trat jetzt an ihn heran unr Sckwab mußte nur tas eine Ziel tut-
verniet bar vor Augen halten: rie vollste Ausbilrung ;um und die Anstellung
als Rabbiner.
Nur ras eine, die Ausbilrung, mar in seine Mad,t gegeben. Wie
er daran arbeitete, ;eigt eine Stelle seines Briefes an Teutsd,mann. Er
entsd'ulrigt sein »1ehrn1o1tatlid,es Stillschweigen damit, daß er std׳ vbrgc-
noninien hakte, während rieset Zeit den gesammten aore Tea — Tut mir
Sd'uld'a» Arud, — ;11 miererholen, ,,nur was id, »nr ;ur Ausgabe ge-
setzt, habe id׳ vollführt."
Tie Aiistelluug kagegeu üiuftte rer Zell überlasse» bleiben. Tantals
bilreten sich keine neue Wemeiuren, nur rie alten sd'ickten ihre :)labbiner
nickt fort. Es waren nid't täglid, E0i1curs׳A»ssd,reib1»1gen ;11 lesen, mir rer
augehenre Rabbiner kinfte es nur dem Zufall oter gewidlliger Einpsehlnng
verrauken, wenn eine k'st'ineiiirc ihre Augen ans ihn richtete. Ta;u war
aber vor Allem rie Autorisation res saures Rabbiners erforkerlid,, wcld׳e
Sdnvab nod, nid't besaß nur vor oder so kur; nad, rer Perehelichuug and׳
kaum nod, beanspruchen konnte.
Tic Wewitscher Wemeiure hielt cs für gerathen, nad, Teiitsdiniann's
Abgang rie Stelle unbesetzt ;11 lassen, weil tic Bermögcnsunistänre vieler
ihrer Wlierer, n»r ramit and, tie Wemeiureverhältuiste, fiel, verschlimmert
hatten. Aud> Sdnvab's Sdnoiegervater hatte kieses ?oos getrosten: und
bleiern lag nun aus Sdnvab kie Sorge für den uäd'sten Tag. Einer Be
sd'ästjgung sid׳ wirmcn, rie von dem einmal erwählten Berufe ab;us1ibren
trolite, wirerstrebte seinem Innern: nur kod, war Broksudicn nun rie trin
gcnrste Angelegenheit. Unter sold׳eu Uinftänren muftte er eS karum für ein
Wltirf eraditen, als sid, ihm ein Unterkomiiien datbot, tas gleidisam eine
einleiteurc Stellung ;u rem Rabbinatsposken, weld׳em er cntgegensah. ;»
bitten geeignet war, tie Stelle nämlid, als ?chrer nur Haus-Rabbi bei rem
reichen Tud'fabrikanten Bcith Ehreustaiiim in Proftnitz, weld,e er-and,
im aal,re II autrat.
'iknille ter Sdmier; des Watten unk Paters, ferne vom häusliche»
Herre, au sreindem Tisd׳e sein Brok ;11 csten, je außer Betrad't kommen,
so tunte Sd'wab in vieler Bc;iehnng mit feiner Stellung ;usrieden sei».
Tas Hans, in rem er lebte, war unstrcitig das erste jüriscke in Mäh
ren, rurd, Reid'thum, Wesd'ästSbetrieb mir Perbindnngen hod,angesehen in
rer Hantels׳ mir vornehmeren Welt, so wie wegen strenger .rrömniigkeit,
Milrthätigkeit mir Mäcenatenthmn von Rabbinen mir jütisd'en (belehrten ge
ehrt mir geachtet. Hier war eine Hans-Siutagoge; eine rcid׳e Sammliing
nid,! blos rabbinisd>er, fonrern aud, allgemein wistcusd'aftlicher Sdiriste»
. stank ihm ;11 Gebote: mir so konntc er Besd'änigung unr ?ebcnswcife gan;
rem von ihm angestrrbteu Berufe entsprechenr einridllen.
Sdnvab war i» Proftnitz mir in tiefem Hause schon längere Zeit
voNheilhast bekannt. Wiffen, Eharaktcr mir Persönlid'keit hoben ihn balr
aus rer Stellung heraus, weld,e in der Natur kes Perhältnistes ;wisd,en
rem ai-men WelehNen unr dem reid׳en Brotherrn gewöhnlich liegt; in X11 v -
;cm batte er rie Hod,ad>tung sä»1mtlid,er Familienglieder erworben »nt war
rer ׳vrenitr mir Pertraute seines Ehef sowohl als testen eben fo frommen
.mir mehrseitig gebilrete» Schwiegersohnes geworden. — Nickt blos in ter
״aabrik,"-- rie gleickfai» eine Wemeinrc für sid, — and׳ in der ״Waffe"
eifreute er sid, ;al,lreid,er areunke, unter reu Aeltere» mit aüngeren. nnter reu
Rabbinatsglierern »nr Taluinrisien wie unter den Webilretcn nur Ausgelläncn.
/