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Wnj bcviefrn ju haben glaubt, daß dem immer «ehr und mehr sich
Bah» breche»dea Skeptt'cr'Smus allein die Ehre gebührt, die Quelle
der Duldung zu sein. so müssen »ir — um die Ehre Gottes »nd
seines geoffenbarten Glaubens zu retten — ebenfalls, als nicht min-
der feststehende Wahrheit « nehme n 7 daß auch -eoffe»b«rte Religio»
DultzMg »n». Würdigung der Menschenrechte nicht nur glH.zulchssig,
sondern als Pflicht lehr» und vorschreibt. Demgemäß kann eS als eia
nicht zu bestreitendes Axiom ausgestellt werden, daß echter positiver
Glaube sowohl, wie wahrhaft durchdachter SbytieiSmus, Faktoren
sind, deren sicher zu berechnendes Produkt — Duldung ist. Ge-
affeubartet * *) wie natürliches 3 ) Gesetz, richtig aufgefaßt, werden uns
hierüber nicht in Zweifel lassen. Für diese Wahrheit stehet aber auch die
Erfahrung rin, und ihre ewige Schriftführerin, die ewig wahre Clio.
Nach Voraussetzung dieser feststehenden Wahrheit können wir nicht
mehr daran zweifeln, daß die Judenfeinde unserer und ftüherer Zeit,
unsere- und jedes Landes, weder wahre Anhänger eines positiven
Glaubens noch des Skcptikismus sein konnten und sein können; denn,
da sie weder nach dem Gebote de- geoffenbarten, der Gleich-
heit, noch nach dem des natürlichen Glaubens, der Liebe und
Duldung lehret, Geist und Herz sprechen lassen: so muß man noth-
gedrungen zum Schlüsse kommen, daß sie Priester einer Wahngott -
heit nur sein konnten-, die sie sich selbst zu eigenem Vortheil
. geschaffen, auf deren Altar sie, zur Kurzweil ihres verblendeten und
irre geführten Anhänge-, Menschen — die sie Juden nannten und
nennen, opferten und immer noch opfern wollen.
Als Cäsar in seiner Red« zu Gunsten deS Eatüina die S t e r b -
l i ch k e i t der Seele zu beweisen versuchte, ließe» Lato und Cicero
— wie die Alten erzählen *) — sich nicht auf das Phüosophiren ein,
um den Redner zu widerlegen, sondern es genügte z« beweisen, daß
Cäsar als-ein schlechter Bürger sprechet indem er eine Lehre
vortrage, die für den Staat nachtheilig sei. Ebenso könnten wir
eS uns anch ersparen, die von de» T 0 n«Atkberu im .Prstk trinftt
gebrachten, jndenfeindlichen Artikel z» widerlege», »nd hätte» bloS
zu beweisen, wie nachtheilig Lehre» ei»r« Staate werden können,
die anrathen. 400,000 LandeSkiuder, die zudem geistig- und materiell-
begabte, rüstige, fleißige Laudeskmder find — vom Herzen des Lan-
des loszureißen, um sie. entweder j« gleichgültigen, polilischunthäiigen
Zuschauern zu verdammen, oder zur feindlichen Stimmung gegen da-
lheuere Vaterland za reizen — — u.'s. w.!
Ader wir »ollen so leichte» Laufe- de» Handel nicht lo- wer-
den; wir wollen uns bestreben, die von Jene« vorgebrachte» Bor-
würfe — obwohl dir« schon oft, sehr oft geschah — vor den Augen
de- großen, geehrten Publikums zu prüfe», nnd sehe».- ob diese Bor-
würfe wirNich G»«»d und Bode» haben. Wollen !« diese indirecten
Rälhe d«S gesetzgebende» Lörpers nicht einmal in de» Auge» der
Welt als Judenfeinde gelten; das »tre ja nicht zeitgemäß. Als
Freunde de- Staates, des armen Volkes, ja. als Freunde der Inden
sprechen sie, um ja nicht- zu überstürze», um Unheil zu verhüten
u. s- w. Run desto besser, ihr Herren Staats- «nd Menschenfreunde!
so wird eS euch ja Freude «acheu z» höre», wie das Alle-, waS
euch euer Menschen- und staatsfrenndlicher Genius in die Feder die-
tirt hat, nicht wahr sei; ja! es wirs nutz Kreide mache», und
darum also: widerlegen! —
,Geld" — sagt einer dieser Judenfteunde im ״P. H." — Geld
ist den Juden alle-; nicht- sonst ist ihm heilig ans Erden, und alles
räumt er auS dem W ge, waS ihn daran verhindert dazu zu getan-
gen, denn e- war und ist das einzige Mittel sich zu erhalten." Welch
ein Wirerspruch zwischen Vorder- und Nachsatz? erst ist dem Juden
Geld Alles, und rann wird es ihm blos Mittel. Also ihr gesteht eS
') Geschichte der Livilisation in England, 2. ALl-eilung von H. Th. Buckle,
rette 12 ff.
*) Zm jüd. Sinn: 4. Buch Moses Cap. ä ». 14, - Cap. 15 v. 15. 3m
cdristl. Lina: Ev. Lukas Tay. 10 v. IS—3s Paulus Epheser Lap. 4, v. 1—3.
*) Lolne», physische Grundsätze der Moral § 1 n. ff.
*) Saluftii Lariltaa 51 u. 52.
selbst ein. daß Geld dem Juden blos Mittel war und ist, um
EpijtzrH seine Nutz» «d Duldung, die ihm Zweck ft»d.
ßrßp^n. OeH Oigst hstw.rer Pels» PGltzist an, he»- Un»r-
q. qster-de». SqDMM»? Weil n» dem- UMi»r««cke? Geld
alle- war und ist. u»d de« Unterdrückten überdies jeder andere Weg
abgeschvitte» war, zum Herzen seines Unterdrückers gelangen zu köu-
ue», so «nßte er ja uatürtich mit allem Eifer sich bestreben, die gol-
dene Brücke stet- in gutem Zustande zu erhalten, die allein ihn zum
Bruder-Unterdrücker geführt, hat. Daß tß aber nicht ausschließlich
seinen Geist und sein Gemüth tu Anspruch, nehmen konnte, haß qr eS
nicht als das Heiligste. Theuerste, allein Seligmachende betraArte,
beweist, daß er kqrch, achtjr.hn Jahrhunderte seinem Gjaüben troh des
Druckes, der Verachtung lreü geblieben, Md zu allcn Zeiten MgMcr
in feiner Mitte hatte, dir — Sterne erster Größe — jeder Nation
Ebre gemacht hätten. Der Jude betet das Geld nickt an. ״ES ist
eine irrige Annahme — sagt Monttsqieü *) — daß die Alten, wenn
sie diesem oder jenem Laster Altäre erricktetcn. darum daS Laster ge-
liebt hätten; sie beurkundeten kadurck im Gegenthril ihren Haß gegen
dasselbe. Wenn die Lakevämonier der Furckt rin Hriligthum weihten,
so bedeutete die- doch wahrlich nickt, daß eine so krikgeriscke Nation
jene Gottheit anflebte. in den Scklackten die Herzen der Lakedämv-
nier zu erfüllen." Der Jude betet das Geld nickt an! es war ihm
von jeher der Blitzableiter gewesen, woducck er selbst verschont ge-
blieben, wenn sein Horizont von Berfolgungswettern schwanger war;
es war da- Opfer, das er der ihm feindlichen Gottheit — — —
darbringen mußte, um deren Grimm zu besänftigen: eS war das
einzige Mittel, wodurch er mit seinem mächtigen Unterdrücker in Be-
rührung kommen konnte. Er liebte nicht das Geld — das Mittel; er
liebte den Zweck, zu dem ibm dies Mittel allein verhalf. Wer liebte
demnach mehr das Geld? wen klagen jene weisen Rathgeber also an?
»Gleiche Ursachen, gleiche Wirkungen" sag« einer dieser Apostel
der Freiheit im ,P, H." Nun da- sagen auch wir. Oeffnet ihm die
Arme ohne Entgelt, öffnet ihm die Ehrenpforte, damit ihm der Ein-
gang gestattet sei, wenn er ihn fick verdient, und ihr werdet sehen,
wie er beflissen und bestrebt sein wird, um de- Einlasses sich verdient
pe mache». Ihr sehet es. ja, wie er bestrebt war, dasjenige Mtttsl
z» suchen, wodurch er euch nützlich und angenehm werden konnte;
schließet daran-, daß er nicht minder bestrebt sein wird, auf dem
Felde der ^khre Md der Bürgertugendrn euch zu gefallen und eure
Spmpatien zu gewiMru.
״Der Atde — sagt einer dieser Menschenfreunde und Volks-
aufklärer — «isbrauchl da» Werkzeug, da- er in seiner Gewalt de-
fitzt; wo er sich Mficdelt, da verarm! das Volk." Wo wird - fra-
gen wir — von Seiten des Juden, als Judea^ da- Geld miSbraucht *
Wo wird vom Jude», als Solchem, zur VerarmMg des Volkes Beran-
laffuug gegeben? Wir habe» Wucherer? nun ihr habt sie nicht min-
der! Wir haben Betrüger? ihr habt sie nicht minder! Da- sind
Gottlob nur Ausnahmen. In jedem Orte, wo der Jude als Lauf-
mann lebt und Erzeugnisse der Jndustrie verkauft, sind Irtztere
so wie die des Kaufmanns christlicher Confessio», und dennoch ver-
kaust er sie billiger; darum der größere Absatz. Wo er rohe Na-
turprovukte kaust, bezahlt er sie so und auch besser als der christl.
Provakienhändler. Wo ist die Bevortheilung zu suchen? Wenn
dies sich bestätiget — sagt ihr — wie mag es kommen, daß der
jüdische Kaufmann dennoch schneller zu Vermöge» kommt, während
Lausteute anderer Glaubensgenosse« weit Zurückbleiben? Nun? Töl-
tsnyi erklärte es ja selbst. Geistige Md sittliche Tbatkrast — sagt
er — ist es; und wir setzen hinzu: Sparsamkeit, Nüchternheit. Fleiß
und Ausdauer. Lernet von ihnen, wetteifert mit ihnen, ahmet ihnen
»ach, und ihr werdet anstatt zu fluchen, segnen.
«Der Jude wählt zu seinem Aufenthalt Länder der geknechteten
Völker" behauptet Töltänyi. Aber er hätte durch statistische Daten
beweisen müssen, daß Juden aus Frankreich, England, Belgien, oder
sonstwo wo sie vollkommen gleichgestellt find, gekommen find, um sich
dort anu,fiedeln, wo die Völker geknechtet find, um dort ihr Unwesen
zu trerdcn. Bis er daS nicht thut, erklären wir seine Angabe als
Verleumdung Wohl lebte dort der Jude stets am sichersten, wo, wie
er, auch die übrige Bevölkerung unter der Waltung einer starken
') Geist der Gesetze, Buch *4, 2. Eap.