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Mt, wahrlich wir Juden böten. durch,, dis.ttWem^l Unbilden und I
Recht-Verkürzungen bi« ^a»E^e^tt«eÄ^'eM«^ schwerwiegenden
Beleg dafür, wie verderblu»' dietirte« !
Schlagwort zu wirke« sS AM HM»W^MaFAMfgrgr 1 'ffeue. wen« '
auch von der Gegenwar^hochgehattene I^mse scheint wenigstens be- ;
zügltch unserer EultBchMEdest Nt RIoK ^GG^ß4 »Om i e und da-
rer «Ratio,alistrn»»4»K .mnu • } ג \
Weit entfernt dtM^PrAiitisi«-ö»H fdekM? Mdchgeschränktestr« '
Selbstbestimmung der südifch^ «etNeiNbe^bsivl^pl sei», haben wir »
es in diesen BlLttern wleidertzMeMlich au-gesprache». wie sehr unS !
diese am Herzen liege. UM. »wer. der ei», wa«»S Gefühl für die :
Ehre und Würde de» Jnd1,«hPP»L imsich bärgt ->sMr es nicht sehn- i
lichst wünschen, daß die Berathunga» und BeßchiMsse im Gemeinde- !
Hause ohne ehreakränkende Eingriffe uud.lästt^e.Bevormundung statt- j
baben, wie daß die Wahlen her Rfpr^eyta^tyi oss«e ungerechtfertigte i
Intervention der Behörde vor sich gehen, d^ ^ener^die Administra-
tion unserer Institute — so lange wir alleiu^dssM Sorge tragen j
müssen, auch von unS allein geleitet und besorgt werde. — Denselben
Wunsch nach freier SelbstdiMgung haben wir^be^Üglich der Schul-
und der Eultusangrlegm^eiten. — Ja. wir ssstd sticht einmal so klein-
müthig und verzagt wie Manche, die bei dem erste« ׳ Frhlschritt, bei 1
dem ersten Straucheln in Folge der Beseitigung bes burraukratischen
Gängelbandes sogleich ״ Zeter' und «Hilfe" rufe«) well uns die feste j
Ueberzeugung beseelt, daß so. wie Einzelne im Lebe» nur durch eige- >
ncn Schaden klug werden,.f«. «nch ganz, Eprparationen nur durch
Erfahrung zu Takt und Einsicht, gelangen, Erfahrung aber ist ohne
freie Bewegung niemals möaltch.^ . ..
Und dennoch ^abrn, w»r gegründete Ur^ache.'vor' der unrichtigen
Auffassung de» Worte» Äuipuomie nachdrückliche r« warnen, peil
diese ohne bestimmte L)r^aqjsation nicht 1 י bestehen, f£nn. Autonomie
ist nicht mit Gillkühr und eiben so wtnig mir Regellosigkeit zu ver-
wechseln. So lange eS keine festgezogene Grbnzlisise gibt. innerhalb
welcher diese sreie^Thätigkeit ohne RachthE füt -le'Gesammtheit ge-
stattet werden kann, so lange e» nicht allgemein gtltende Brstimmun-
gen gibt, die, um ein Beispiel hervorzuheben/-die Wirksamkeit und
die gegenseitige Stellung der'R-bbiue«, der Lshrep, unter elnander ^
und zur Gemeinde regeln und sichern; so. lang« wird daS Wort
Autonomie in der jüdische« Lommune mehs zu Unheil als zum
Segen führen. Streit und Hader, Zerklüftung und. Zerspaltung wer-
reu die einzigen sichtbaren Folgen diese» sonst so heilsamen u»d ge-
rechten PrtncipeS sein. ,
Ein gleiche» Bewandniß hat cS mit der ebenfalls zur herrschen-
ren Idee gewordenen sllationalisiruag. So gerecht auch die Bestre-
bungen. derjenigen sind, die sich dahin bemühen, die Juden Ungarn»
zur Annahme der Sprache und Sitten de» Lande- zu bewegen, so
darf dies doch nicht mit Verleugnung und Hintansetzung desjenigen
geschehen, was unS als Juden ckaraktrrifirt und dessen wir uns durch-
au- nicht zu schämet» brauchen. Man hat eSbereits wiederholentlich
von christlicher und leider auch von jüdischer Seite gewagt, gegen die
in der Synagoge gebräuchlichen hebräischen Gebete- so wie überhaupt ׳
gegen die Pflege der altehrwürdigen heiligen Sprache zu remonstriren.
Uns hingegen und, wir hoffen, allen besonnenen! Männern deS Fort-
schrittS muß dies als schr,Lender Mißbrauch »er.PatipnalifirungSidee
bcdünken. Uebrrhaupt ist, jede eraltirte Auffassung dieses Prin-
cipeS von großen Nachtheilen begleitet, während hie.vernunftgemäße
Adoptirung desselben zum Heile ׳ führt. Wir begnügen uns für dies-
mal damit, die dunklen Kehrseiten der beiden herrschenden Ideen:
Autonomie und Nationalifirug flüchtig ^berührt zu haben, 1
und behalten unS vor', einige unmaßgebliche Ansichten brzüglich der-
selben gelegentlich nachzutrageir. ' ' ' F-n.
Frir-e über Irrsrl.. ,
Mag «Lnultch kühn »ie Wissenschaft >
sich trqjlcn weihen.
Die Poesie sott weionch «itd ver- >
% shhnon'tsie Parteien i ,
Ich möchte reden, reden
Zu memrS Stamm'» Äenossen.^ ' י
Ich möch^'kntdZminrn ׳ Jeden, . !
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Ich möchte pp» Propheten
D» Krch^M Wr^Ikid'P
Und zu« Allerer», »rhlll.,
Er «öge «tr^ei«. .
Und «Friede; Friede ;׳ töne
Au» m/ine» stades Schall«. ;
O mein,» LjoM S-Hß«. >t
Seid U r st d e r Alle ? —
Dt« ihr da» M ^»llt lr«ch«
Zu Ihch, ^,..Ltk,ye^ Heißt,
Wie dürft «lü Haß shr traoks»..
Mit vvldtkhaß, den ^<Aeist!.
Die ihr de» Hächstß» Einheit
Bereinigt sollt verkünden.
Wie darf de» Frieden- Reinheit
Aus eurer Brust rntschwindeu! —
Ach, Juda ist gewesen
Der Liebe Friedrnsbiik,
Als Gott ups einst erlesen
Zu seinen Boten mild.
Ich seh' mein Volk sich,bilden
.Im Schmuck der Hirtenfitten
Auf Kanaans Gefilden ,
In Pattiarchenhütten.
Des Frieden» Fürst und Meister.
Der hohe Abraham,
Er lenkt zu Gott die Geister
Im schlichten, Hirtrustamm.
Und als noch Wahn so mächtig
Die Völker hielt umschlungen.
Da ist am Horeb mächtig
Schon ׳Gotte» Wort erklungen.
Da ward daS Ziel auf Erden.
Das hehre, un» allein».
Ein einig Volk zu werden
Ein Priestervolk zu seit l י—
Ich seh' an MoabS Marb n
Sie ruh'n, der Väter Worden;
Sie sind zum einig starken, j
Zu GottrS Volk geworden!.
Co daß in FeindcS Mittet j ' -
Ein Seher rief, ein Hld:
״Wie schön sind Jakobs Hütten
Und JSrae'lS Grzelt!" —
Und nun, ihr Lichtgrstaltrr,
Ihr naht durch Harfen klängt --
Ich seh' nun David walte»,
Den König der Gesänge.
Srh' dort auf golvuem Tlrone
KohelethS Herrlichkeit;
״Schelomoh' trug die Krone
In Juda's Diüthrzcil! "
Wie rings die Beter wallli,
Vereint zum Dienst de S Einen l
Ich seh' in Tempel» Hallen
Da- treue,Volk erscheinen.
Da klingen Psalmentöne
Am hehren GotteSort,
Da rufen Arons «öhne
Verklärt ihr Friedens» or*. — .
Und wie nun bald die ;
Ihr Priesterziel ctringen
Und auf de- Friedens Bahnen
Der Welt 6rkenntrtiß! ringen!