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Der unterzeichnet« Vorstand richtet ztylchch a» sei« Gla»
beu-gmoffeu die Bitte, auch fer»er den hiesigen Eomit»'« reich»
liche Spenden zufließen zu lassen, und ist er der Ueberzeugung,
daß gerechte Wünsche stet» volle Berücksichtigung finden werdet».
Der Vorstand der Synagogen« Gemeinde.
. Äpsesch chor d» Pharaosperche« hören, daß er fle «ach de»
'Lodo- sein« ^ter» «dtim würde, damit fle nicht mit seinen
Brüdern erben sollten, weil fle Töhue der Mägde wären und chn
den Israeliten verkauft und ihn beneidet hätten. Und er über,
redete sie, daß fle den Joseph tödten »ächten, und er selbst wollt
de« Pharao, sein« Kater, uw bringen, der wie ein Vater war
zum Joseph.
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-ie Geschichte der Affeneth.
(Lchluß zu T. ««.)
Kapitel l«. ^ y
Und Affeneth sprach zum Engel: „Herr, ich habe fieben
Jungfrauen, erzogen mit mir von Jugend auf, und in einer
Nacht mit mir gebvren; ich will sie rufen, auf daß du fle segnest
wie mich. Tr ließ sie herbeirufen und segnete sie sprechend: ,,E»
segne euch der Herr, Gott der Allerhöchste, daß ihr seiet wie die
sieben Gäulen der Stadt der Zuflucht. „Und er gebot der Affe«
nech, daß sie den Tisch wegnehme, während sie sich aber anschickte
ihn fortzuschaffen, verschwand der Engel vor ihren Augen, und
sich umkehrend sah sie wie ein Wagen mit vier Pftrden gen Mor¬
gen in den Himmel fuhr.
f .
Kapitel 18.
AIS er dies in der Nacht thun wollte, verweigerten ihm die
Wächter seines Vaters den Eingang zu ihm, sprechend: „Dein
Vater hatte Kopfweh, jetzt schläft er, und er hat un» verboten.
Jemanden hineinzulaffen, selbst nicht seinen erstgeborenen Sohn."
Und er nahm fünfzig bewaffnete Männer, begab sich au den Ort
des Hinterhalt», wo da waren Dan und Gad, denn dort sollten
vorbeikommen Joseph und Affeneth mit sechshundert Männern,
die alle von dem Hinterhalte niedergemetzelt wurden mit Ausnahme
eine» einzigen, der zu Simeon und Levi flüchtete. Affeneth aber
floh in ihrem Wagen und mit ihr Benjamin. Simeon aber und
Levi nahmen alle Bewaffnete, die sie um sich hatten und verfolg,
ten sie. Und sie überfielen sie plötzlich und erschlugen die meisten.
Dan aber und Gad verbargen sich im Dickicht de» Schilfe».
Al» nun Affeneth betete, daß e» ihr nachgesehen werde, daß
sie so dreist mit ihm gesprochen, siehe da kündigte ein Jüngling
von den Dienern Potiphar'» an sprechend: „Siehe Joseph, der
Starke Gotte» kommt, denn schon ist sein Vorläufer in euere
Halle gekommen." Und Affeneth eilte dem Joseph entgegen und
stand im Eingänge de- Hause». Und al» Joseph in die Halle
hineingiog, grüßte ihn Affeneth und erzählte ihm die Worte, welche
der Engel zu ihr gesprochen, und sie wusch seine Füße. De«
andern Morgen» bat Joseph den Pharao, daß er ihin di« Affeneth
zum Weibe gäbe, und der Pharao gab sie ihm. setzte ihnen die
besten seiner goldenen Kronen auf, ließ sie sich mit einander küffen,
bereitete ihnen die Hochzeit und. ein große- Mahl sieben Tage
lang und befahl, daß Niemand ein Werk verrichte an den Hoch.
zeitStagen Joseph'». Und er nannte Joseph den Sohn Gotte»
und Affeneth die Tochter de« Allerhöchsten. >
Kapitel 1».
Im zweiten Jahre der Hunger-noth, im zweiten Monate,
am ein und zwanzigsten Tage de- Monat- kam Israel nach Eghp«
ten mit seiner Verwandtschaft und zog hinein in da» Land Gosan.
Und Affeneth sah den Jakob, und ward verwundert, denn sein
Alter war schön wie die Jugend. E» war nämlich sein Haupt
überau» weiß, wie der Schnee, der weiße Bart fiel bi» über feine
Brust herab, seine Augen leuchteten, seine Nerven, Schulter, festen
Arme, Kniee, Schenkel und Füße waren wie die eine» Niesen.
Und Jakob segnete sie und küßte sie. Und nach der Mahlzeit
kehrten Joseph und Affeneth nach Hause, zurück, und Levi und
Simeon mit ihnen.
Kapttrl 17. —’ >
Und al» der Sohn de» Pharao die Affeneth in dem Hause
seine» Later» herumwandeln sah, entbrannte er ob ihrer Schön«
heit und sprach zu Levi und Simeon, daß sie den Joseph tödten
sollten, damit er sie zum Weibe sich nehme, da sie ihm zugedacht
fei, und er gab ihnen viel Gold und'Silber; fle aber gingen
nicht ein auf feine Neben. Und es begann der Sohn de» Pharao
den Joseph anzuklage« bei seinen Brüdern Dan und Gad, die
die Söhne der Mägde Jakob'« waren, sprechend, er habe den
Kapitel 1».
Nach diesem Kampfe faß Benjamin im Wagen mit der
Affeneth, sah den Sohn de» Pharao gegen ihn heranrücken, um
die Affeneth gewaltsam weg zu nehinen, ergriff einen Stein au»
dem Bache, schleuderte ihn in den linken Nacken und stürzte ihn
vom Pferde herab auf die Erde gleich einem Tödten. Sodann
sah Benjamin Simeon und Levi kommen (welcher sehr stark war),
welche ihre Brüder Dan und Gad aufsuchten, um sie zu tödteu;
er besänftigte ihre» Zorn. Sie aber hoben deit Sichn' de»' Pharao
auf von der Erde, wuschen und verbanden seine Wunde und führ«
ten ihn zu seinein Vater, dem Pharao, und erzählten ihm alle
diese Vorfälle. Der Pharao aber erstattete ihnen Dank dafür,
daß sie ihn nicht getvdtet. Doch am dritten Tage starb der Sohn
de» Pharao in Folge der-Wunde. Und nicht lange darauf starb
der Pharao au» Schmerz über den Tod seine» Sohne» neun und
neunzig Jahr alt. Und er überließ sein Reich dem Joseph, wrl«
cher für da» Mündel acht und dreißig Jahre in Egypten geherrscht.
Und nach dieser Zeit übergab er da» Diadem dem Sohne de»
Pharao, welcher noch Säugling war, al- der Pharao gestorben.
Und Joseph ward sein Vater genannt im Lande Egypten.
,^hiob" dramatiflrt.
Vor 4 Jahren hat Victor Hugo in seiner Shakespeare«
Säkularschrift den biblischen Hiob al» den „Urheber de« Drama"
dargestellt'), vor 2 Jahren Hermann Hvlty die alte Frage
hinsichtlich der Entstehung de« „Buche» Hiob" durch ein fünf«
actige» Drama beantwortet,') und In ganz neuester Zeit endlich
hat Philipp Zapf die Hiob'» Historie selber — wie sie in
>) Der geistreich« franz. Dichter nennt nnd behandelt unser» Hiob unter
den „Ocnit*", die er aus,rhlt und beschreibt von Homer an bi» herunter
zu William Ghale«pear«. Sr widmet ihm rin ganz besondere« Sapilel,
da« er mit den «orten begiimt „Hiob beginnt da» Drama, nnd dieser
Smbry» ist ei» Loloß." (WilliamSh,ke»peare von «.Hugo, deutsch
von A. Diezmann Leipzig 18»«. Bergt. Buch II. Abschu. 1L 8J)
*) „So» Gelübde", rin Mysterium in » Acten von Herrmann
Hölty.