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ä. . . Ist. 40 kr.
ftr'S Ausland ITHlr.
fikAmerika 2 Dollar.
Inserate werden bil-
ltgft berechnet.
Die
Gegenwart.
Grgan für die Interessen des Iudmthums.
Redaktta» »nd Ad-
«inistratia, Ritter»
gaffe Rra. 408 — 1
»,hin alle Briese ».
Geldsendungen z»
richte» fi»d.
Die ״Gegenwart" er׳
schein a« 1. »nd
15. eise- jede» Ra.
nateS.
Uro. 8. Prag 15. April 1869. II. Iahrg.
Anhalt:
LettartUel: Erledigung (v). Ein probates Mittel. — Zongreßbritf«
— Nach den Feiertagen. — Der Eancho Pansa eines fortschrittlichen
Don Quixote,
Tarrrspondenzr New-Uork, New-Bork, Lincinati.
LoealeS. — Auswärtiges — Buntes.
Fenilleton.— Inserate.
§. 3. Wahlberechtigt ist jeder männliche Geineinde-Angehörige
der daS 24. Lebensjahr überschritten hat u»d eine dirette Abgabe
zu den CultuSgemeinde-AuSgaben leistet; ferner jeder männliche
fremde Gemeindegenoffe, der daS 24. Lebensjahr überschritten, zu
den Gemeinde - Ausgaben einen direkten Beitrag von mindesten-
5 fl. ö. W. im abgelaufenen Jahre entrichtet hat und mit einem
mindestens gleichen Bettage für das laufende Jahr vorgeschrieben ist,
§. 4. Ausgenommen von dem Wahlrechte und der Wähl-
barkeit find Personen, welche unter väterlicher Gewalt, Vormund,
schüft oder Euratel stehen.
AuSgeschloffen find:
a) Jene, welche eine ihnen obliegende Gemeindegiebigkeit nicht
gezahlt haben.
b) Personen, über deren Vermögen der ConcurS oder da-
Ausgleichsverfahren eröffnet wurde, so lange die Crida- oder AuS-
gleichSvcrhandlung dauert und nach deren Beendigung, wenn der
Verschuldete deS im §. 486 St. G. B. bezeichneten Vergehen-
für schuldig erkannt worden ist.
e) Personen, welche wegen eines Verbrechens oder einer auS
Gewinnsucht herrvorgegangenen Uibrrtretung schuldig erkaimt wurden.
d) Personen, welche wegen eines Verbrechens in Untersuchung
gezogen wurden, so lange diese dauert.
§. 5. Wählbar sind alle Jene, die das Wahlrecht genießen,
Erledigung (B)
auf das von 180 Gemeinde-Mitgliedern an die - pra-
ger Cult^Gem.-Repr. eingebrachte Gesuch.
Bezugnehmend auf die hieramtliche Zuschrift vom 22. März
1. I. beehrt man sich daran die weitere Mittheilung zu knüpfen,
daß die Repräsentanz in ihrer außerordentlichen öffentlichen Sitzung
vom 4. April l. I. über Anttag der mit der Revision , der Wahl,
vrdnung bettauten Eommisiion hehufS Erledigung der von Ew.
Wohlgeboren und P. T. Herren Genoffen eingebrachten Petition
dm Beschluß gefaßt hat, die Paragraphe 3, 4, 8, 13 und 14
der bisher gesetzlich geltendm Wahlordnung bei der hohen k. k,
Statthalterei zur Abänderung in nachstehender Weise zu beanttagen.
^Feuilleton.
Das Alter unserer Urahnen.
auS einem Vorttage deö Di־. Engel Statistiker in Berlin,
mitgetheilt von I. Baum.
Bei den Juden, Egyptern und Indiern erregen selbst sehr
bestimmte AltcrSnachrichten großen Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit.
Die Natur deS Menschen oder seine natürlichen Eigenschaftm
haben sich wie das aus unzähligen Anzeichen zu beweisen ist, nicht
wesentlich verändert. So sehr die Angaben der lebenden Statistiker,
wenn sie behaupten, daß sich die Lebensdauer der Bewohner die-
feS oder jenes modemen Staates im Laufe der letzten Jahrhun-
derte um 4, 5 ja 10 und 20 Jahre verlängett habe, eine Täu׳
j schunfind, ebenso sind auch viele Nachrichten über daS Alter un-
errr Borfahren ins Fabelreich zu verweisen.
MoseS als einer der ältesten Statistiker, ist nicht frei vom Vorwurf der
Uibertteibung der Langlebigkeit, wenn er in dem GeschlechtSregister der
Patriarchen von Adam bis aus Noah dem Adam ein Alter gibt
von 930 Jahren, dem Lno» von 905 Jahren dem Met hu-
s a l e m von 969 Jahren und dem Noah von 950 Jahren.
Die Annahme, daß MoseS ganz andere Jahre als unsere ge-
meint habe, kann deshalb nicht Platz greifen, weil die «egypter
sowohl al- auch dieEhaldäer um die seit 1500 vor Ehr., wo
MoseS lebte, schon sehr große Astronomen waren und MoseS. be-
kanntlich am Hofe der Pharaonen erzogen, al- einer der hochge-
bildetesten Männer seiner Seit bezeichnet, mithin auch mit der Strm.
kund« vertraut gewesm sein wird.
Daß die Beobachtungen der Chaldäer bis 2000 Jahre vor
Chr. hinaufreichen, wurde bereits erwähnt, lieber die Schärfe der-
selben ist aber noch hinzuzusügen, daß die von den Chaldärm be-
rechnete MondcSsinsterniß deö JahreS 721 v. Chr. den Anfang
der Finsterniß nur um eine Minute zu spät, die Mitte derselben
nur um sechs Minuten zu früh ansctztc. Da» läßt unstreitig auf
eine lange Hebung in astronomischen Dingen schließen.
Außerdem erfanden die Ehaldäer den ThierttelS, ein deutli.
chcr Beweis'dafür, daß sie auch die RotazionSdauer unseres Jahr.
Hunderts kannten.
Angesichts dieser Thatsachen steht zu vennuthen, daß die Ue-
bcrtreibimg des Alters der ältesten Menschen einen religiösen Grund
gehabt habe.
Wie die Griechen und Römer Menschen zu Göttern und Un-
sterblichen machten, so mußten bet andern Rationen die älter» Men-
scheu den jünger» als weit überlegene Geschöpfe erscheinen.
Gegen den Hindus, welcher hinsichtlich der AlterSvorstellun.
gen offenbar daö meiste geleistet hat, bewegen sich die Juden noch
in sehr bescheidenen Grenzen.
In der alten indianischen Literattir wird die Lebensdauer ge-
wohnlicher Menschen auf 80,000 Jahre, die der Heiligen über
100.000 Jahre angegeben. Sogar diese» ist alle- noch mäßig.
Einer ihrer Könige ein besonder- brillanter
Eharakter, der auch zugleich Heiliger war, tritt
seine Regierung erst im Alter von 2 Billionen
Jahren an, dann regierte er 6,300,000 Jahre, und
al- er diese-^>u-re girrt hatte, dankte er ab und
schleppte sich noch 100,000 Jahre hin-
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