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Inserate werden bil¬
ligst berechnet.
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Hrgan für die Interessen des Judenthums.
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richten sind.
Die „Gegenwart" er»
scheint am l. und
15. eines jeden Mo¬
nates.
Uro. 24.
Prag 15. Dezember 1869.
H. Jahrg.
An Misere P. T. geehrten Abonnenten.
Einem dringenden Bedürfnisse, das sich durch die immer mehr auftauchenden Zeitfragen im Allgemeinen, im Juden»
thume insbesondere fühlbar macht, dieselben in kürzeren Zeiträumen, als dirß bisher in unserem Blatte stattgefunden,
zu behandeln, so wie dem Wunsche unser geehrten Abonnenten zumal auf dem Lande gerecht zu werden, haben wir
un« entschlossen, die „Gegenwart" vom 1. Jäner 1870 angefangen als WSlhenbtatt und zwar am Freitag einer
jeden Woche erscheinen zu lassen. Indem wir auf das Schlußwort in diesem Blatte aufmerksam machen, danken
wir für die Sympathie, die Sie bisher unserem Blatte entgegeugetragcn, und bitten, demselben ferner Ihre Gunst zu
schenken. Das Programm wird wesentlich erweitert.
Die Herausgeber der „Hegellwart."
Abonnements-Preise.
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Ganzjähriges Abonnement.fl. 5.50
Halbjähriges „ .
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Halbjähriges „ „2.50
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Inserate werden billigst berechnet.
Äi* Mit jenen Abonnenten, bei denen sich die nach dem frühern Zahlungsmodus später entrichteteAbon-
ncmentSgcbühr noch auf einen Theil des Jahres 1870 erstreckt, wird das Abonucincut, so wie die
Zusendung deö BlattcS nach dem neuen Abonnementstarif verrechnet.
Die Administration der „Gegenwart"
Prag Nittergasse Nr. 408 — 1.
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Inhalt:
Leitartikel: Fischhof und die böhm. Juden.— Di e Juden in England.
CorreSpondenz: New-Bork.
LaealeS. Auswärtiges. Buntes.
Feuilleton. Inserate.
Nachtrag. Schlußwort. .
Fischhos und die böhm. Inden.
Co oft wir in diesen Blättern das politische Gebiet
betraten und im Kampfe für die heiligen Interessen des
Vaterlandes unseren Glaubensgenossen jenen Weg als den
irrigen erklärten, den ihnen eine Eliquc von politischen Klein»
krämern vorzrichncte. welche in Orden und Ebrciistcllrn daS ganze
Palladium der Freiheit erblicken, da erhob sich in manchem
Kreise der Juden, den daS politische Schattenspiel eines
oder deö andern Casinomatadorö verfinsterte, ein Halloh und
wir wurden für feudal und fortschrittsfeindlich gehalten,
weil wir ein friedliches Berhältnis zwischen unseren Glau¬
bensgenossen und den beiden Nationalitäten unseres Baker-
landcs angestrebt und jene künstlich erzeugte von einem
Dutzend politischer stciblakaien kommandirte Opposition ge¬
gen die Majorität des Landes als eine gefährliche, die Exi¬
stenz der Israeliten beeinträchtigende aufgefasst haben.
Wohl ist rS nicht weg zu lüugncn. daß das patriotische
Gefühl der Israeliten nicht erstorben ist und insofern diese
fnulktii».
Plaudereien
VI.
Bevor ich von Ihnen geehrter Leser in diesem Jahre Abschied
nehme, gestatten Cie mir nrch eine k'-inc Plauderstunde, um jene Re-
strxionen, dir ich in» neue Jahr nicht hinüber ziehen will, noch
heute zur Geltung zu bringe». Bekanntlich hatte in früher Zeit
jeder König einen Hofnarren, der ihr» in altem Scherze oft die
bitterste Wahrheit sagte, so ist es mit diese,» Blatte, dem zwar
jede königliche Majestät abgeht, aber bei seinem ernsten Charakter
den Feuilletonisten zur Seite hat, der mit der Schellenkappe de»
> Scherzes auch der Wahrheit den Tribut zollt. Wenn ich somit zu¬
weilen auf der Flöte des Carkatnius pfeife und mit der Pritsche
der Kritik und Ironie Personen geißle, dir jenen Weg nicht wan-
deln wollen, der zum Heile de» Einzelnen und der Grsamnttheit