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Nachrichten.
Karlsruhe, 2P. Jan. Der.Präsident des Ministeriums
des Innern legte heute in der 9. Sitzung der.2. Kammer
einen Gesetzentwurf vor, betreffend: bürg er licke. Gleich¬
stellung der Israeliten. Nqch der lurzen Erläute¬
rung des Präsidenten bezweckt der Entwurf sofortige und
vollständige Gleichstellung mit zwei nothwcndigen Ucbcr-
gangsbeschränkungen bezüglich de» BürgergcnuffcS und der
Armenunterstützung. Zn gcwiffen Kreisen regt sich eine
Agitation gegen die Emarcipaticn; so im Bezirke WaldS-
hut, Ettcnheim u.- A^ Tie ilL F. Z. ftagt mit Recht:
wann nach den scheinheiligen Ansichten jener Partei endlich
die Zeit dcS Rechts gekommen -fei? Vor 20 Jahren sagie
der liberale Rcttck: di: Juden sind noch nicht reif! Hcnte
kann man dies nicht mehr sagen ; dagegen sagt man: Un¬
sere Bauern sind noch reif für die volle Gleichberechtigung
Wiesbaden. Unter, den dem bevorstehenden Landtage
vorzulcgcnden Gesetzentwürfen soll einer lauten: „Ueber das
Derhältuiß der Staatsgewalt einerseits und der katholischen j
und evangelischen Kirche, sowie der übrigen Rcli-
gionSgescllschasten andererseits i,m Sinne voll¬
ständiger Glaubens- uud Gewissensfreiheit.
lautern und Herr ällerj in Dürkheim am 19., 25. und 26. Dezember
letzthin in Betreff dcffelden, auf Ersuchen de« Verfasser«, gemäß gütigst
ausgestellten Zeugnissen, sich noch besonder» d.hin ausgesprochen, „daß
„jene Schrift — da sie sowohl für den biblischen alS-nach-
„diblifrben Geschichtsunterricht wichtige Dienste in dop¬
pelter Hinsicht leisten und darnach für ein sehr nützliches
„Schulbuch zu halten sei — sänimt.lichen Sckulen und
„Lebranstalten der Pfalz mit Vorbehalt der Genehmigung
„Seitens der St, Rgierung empfoblen resp. jene Genehmi-
,.gung auch ermöglicht werden solle."
Bon den von demselbeii Verfasser berausgezebenen und für Juden
sehr brauchbaren
Hundert Tabellen
„Ausgaben der jüdischen Fest-Feier- und Fasttage vom Jahre der Welt
5622 bis 5722(1861 — 1991V' sind noch Eremplare zu 21 kr. vorräthig.
Wiederverkäufer, die sich an mich oder auch an den Herausgeber
H. Schlesinger in Kreuznach direct wenden, erhalten entsprechenden
Rabatt. I. jkauffmann in Frankfurt a. M
' In Commission bei 8 o n r f (6 tl m Berlin ist erschienen uud
durch olle Buchhandlungen zu beziehen:
ruvoi nrxx
Der Pentateuch
in
lehrreichen und erkanlichenZselrochlungen, Erzählungen und gedichlen
von
Dr. Cmanuel J&ecbt.
20 Dogen 4®. Preis 1 L Haler pr.
Diese volkstbümliche Schrift des bekannten Verfassers eignet sich
zur Privatlektüre in israel. Häuiern, sowie zu Vorlesungen in frommen
Venammlung n, Ehebras u. dgl.
A n ; e. i g e n.
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SteLe Gesuch. .
Ein tüchtiger Cpmmiö sucht eine stelle, am liebsten
in brr bavr. Pfalz. Gr würde einige Zeit nöthigenfallS
auch Volontär.fein. RähereS auf frankirtc Anfrag n. bei
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Wohnung und Heizung. ^
bavr.
Brt Unterzeichnetem ist zu haben und durch alle Buchhandlungen
zu beziehen:
Schltfinger's
Erwach Haiti in*
„Zeittrfel zur biblischen und nach - biblischen Geschichte der Juden'
14 Bogcn in -1°, geheftet 44 ft
Wenn schon die diesrm überaus billigen Buche beigcdrucktcn Empscb-
lnngen für seine Brauchbarkeit, bürgen, so haben dock die Bezirksrab-
tm-r: Herr Dr. Zjrüneüaum in Landau, Herr 8elign>a»n in Kaisers¬
Benaehrichtignng.
An di-e israel. Lehrer der bahr. Pfalz.
In einem Privatschreiben des Herrn Rabbiner Seligmann in
Kaiserslautern an Ihren Vorsitzenden Herrn Lehmann bedauert derselbe
recht sehr, in Folge hier ricH zu erörtender Verhältnisse nicht in der
Lege zu sein, die nöthigen Anordnungen zum windigen Empfange der
Lehrerversammlung zu treffen. Hr Rebbiner Seligmenn spricht sich zu¬
gleich gegen Herrn Lehmann weiter aus, indem er lagt: „Ich denke, Sie
gewähren uns wieder Ihre bewährte Gastfreundschaft.'' In Folg« dessen
schreibt uns Hdrr Lehmann zum Bibufc der Veröffentlichung in diesen
Blättern:
„Ich erkläre mich, dem Wunsche des Hrn. Seligmann entsprechend,
mit Vergnügen bereit, auch der nächsten Versammlung israel. LArer
meine Local'tät einzuräumen, worauf ich besonrers die Herren Bär¬
mann, Singerund Schloß als Begründer dieser Zusamincnkünft«
aufmerksam zu machen, mir erlaube. Ich bitte di se-Hcrrcn zuiammcn-
treten, sich hierüber schlüssig zu machen, und dann Näheres entweder
mir mittbiilcn, rder durch diese Blatt,r peröffintlichen zu wollen.
Neustadt a. d. H., 24. Januar 1862. Ignaz Lebmanu.
Seit dem 22. v. M. sieht der vollsiändir regelmäßigen Versendung
die''er Blätter durch Post kein Hinderniß mebr im Wege, und hoffen
wir, daß die Klagen wegen unregelmäßigen Eintreffens nun gehoben
sein werden. Bis dahin waren mehrfach gesetzliche Hindernisse vor¬
handen; dies zur Entschuleigung. Tie Rehaktlon.
Briefkasten.
Herrn F. in Ld.' i. d b. P. das Versprechen?! Dr. jf. in H.
soll alles geschehen, sobald Zeit vorhanden. — Wir können
selbstver¬
ständlich die Geschichten verschiedene Schulen aus Württemberg, Kur-
e Freunde
Hebräische
sied.
Hessen re. nur nacheinander bringen, unv bitten darum unsere
um Entschuldigung. Zugleich buten wir wiederholt, das
deutlich, in groß Quadratschrift zu schreiben.
Verantwortlicher Redakteur: I. Klingen stein in Odernheim in Rheinhcsscn; Verlag von Friedrich Schott in Mainz;
Druck von I. Gottsleben in Mainz.
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