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viiizial-Lehrervein mit regelmäßigen Ccnferenrcn, ffowie ein Pro- >
vinzial-Ecmits des UnterfiützungsverejnS. Bei. Erstcrem bssirte !
man auf den Statuten des rheinhesfischen LebrervereinS. bei !
Letzterem auf denjenigen der Lippstadter Versammlung vom !t5.De-
cember v. I. Die Stistuna einer Tereiusbibliotbek blieb der
nächsten Eorferenr vcrbebalten. Am Schlüsse kamen einige den
Unterstützurgsverein betreffenden Gegenstände ;ur Sprache, welche
. dem Hauptcrmits zur Berücksichtigung empfehlen werden sollen.
Ein ausführlicher B-ricbt über den Gairg der Verhandlimgcn
wird von d>m Schri'lfübrer der Versau mlung, Herrn Jsaac
aus Alsfeld, in Kürze'geliefert Werden. M.
Ober-Jngelbeiüi. ö. Dug. Gestern fand hier die Ein¬
weihung rcip. Ire Feierlichkeit der Wiedereröffnung des Gottes¬
dienstes in der Svnggo.ie Oker-Ingelheim statt. Vor etwa
d'4 Jahren durch die -itl: Unterstützungsbereitwrlligkeir opfer¬
freudiger Mitglieder der isracliikijcken Gemeinde gegründet, war
die hiesige Svnagoge vielkeck' schadhaft, in letzterer ^eit einer
mehrfachen Reparatur benrthrgr Dneftstbe-uabm einige Zeit in
Anspruch. Wie waren wir daher überrascht, - als wir gestern
Acend um üf» Nbr in das reichlich ausgescl mückle und gedrängt
angefüllte GotteslauS eintraten. AÜeS war hier auf das Pracbt-
rollstch-tekerirt, die Kinder, in ihrem Festschmuck prangend, in
rwei Reiben im Ebore aufaestellt, die Damen auf den Empor-
aübnen, die Herrn in den Bän'en und B.tstüblen, Alles harrt:
in freudiger Erwartung und in. laul^oi'r Stille dem Beginne
der feierlichen Hand.um entgegn. Da begannen die Ten? eines
mächtigen Flüae.s, rer fern wir des Herrn Vo stelers T. O ppen-
aeimpr's Söbuckest rblckten, die' Dc»'lodie des'dt» T.ibu zu
intcniren, welches die Ve.san nun«,> in größter Andacht ab lang.
Nachdem inzwischen von den sechs ältesten Gemeindemitgliedern
die Tbora-Rollen in die Synagoge gebracht, begann das Halle¬
luja mit Musikbegleitung, dann das Festlied: „Tu, dessen Haus re...
aus Jvhlscn's Ecsangb. 207 . Hierauf begann Hr. Schimmel
die Predigt,kut; und bündig, aber mit vieler Wännc und'Be¬
geisterung durch ihren entsprechenden Inhalt die Herzen und
Geister der aufmerksam lauschenden Versammlung mächtig ergrei¬
fend und anregend. 'Nachdem Hr. Schimmel roch der Garen
gedacht,^namentlich aiseiten der verehrlrcheu Damen, durch deren
Vermittelung dije Renovation und Ausschmückung diests Tempels
in so kurzer Zeit, in jo Herrlicker Weise ermbalickt werd-n konnte,
begann, wie das Progamm sagt, „nach schon eingesübrker Ord¬
nung mit Eboralgesang und Musikbegleitung der 'iib ndgott-s
dienst. Tie geladenen Fremden aus allen Eonfejsioncn, nament¬
lich Frau Barcnjn von Herder, wohnten mit aroßem Inte'eff: d.-m
Verlauf der Handlung bis zu deren Ende bei. Auch Schreiber
dieses, der fast noch nie einem .sraeliiischen Gottesdienste beige-
wohnt zu haben sich entsinnt, war ganz entrückt über die lc
alterthümlick klingenden, dem bebräücken Tene so angemessene
Weisen der vcrgctragenen Gesänge. Besonders ;u loben war
die necte. glatte und präcisc Ereeutien dieser Gelänge, sowie die
reinen'Stimmen der Knaben- und Diädch'i'chö'e, deren cr-olg-
reichc Ausbildung dar rühmliche Verdienst ibr s cbr rücdigen
Lebrers ist. Ihm, der schon vor 21 :.*abr;n da? Glück Halle
di: Gründung des Jngelhcimer Gotteshauses zu vollzieh.n, war
cs beschiedcn, auch die diesmali, e Einwei ung zu ei >: so ireu-
dig erhebenden, dem Andenken aller Anwesenden auf tan c Zeit
vcrblelbendcst E'inneru'. aefeier gemacht zu da en. Ihm sei
, darum Dank und Aue kennnng iür seine Verdienste jetzt Und
für die Zukunft.
1 \ Z E I « E X.
B ü c ss u;$.
Die iTüfIit.’ci; ■ Reiir:.:vr!sö»'me.!ndü zu Ostbostn an der
ffessischku Ludwlgsbalrr. «Aiberrifesstu,- 'ucht zstnr sofortigen
Eintritte eircn Lcurfr, der. zugleich 'das Vorbeterarnt und
een Echächtordienst su'v-rst hoch-hat. F:rcr Gehalt 2LO fl.,
nebst freier Wcbnunz' n.u.d cincm schönen und einträglichen
Gartest. Tie sehr bedeut, ndr Echöchkernmktion wirft im
Fahre nnndcstens o''l:.st cd. Austerdow. bietet -ich niannich-
fe.che Gelegenheit -u Rebenverdionsien durch Pr:volnnterr:chl
und zur etgoncn Fotlbilouna. de. der Unterricht au der Re-
lrgions'chule bei sthr goring.r Minderzahl nur wenig Zeit
beansprucht. . ' '
Frank, le Tffeiteu/ mit 'dclr gehör-igen Zeugnissen be¬
legt, sind ?u richteu an den
- Vorständ. der ist.' Ncligionsgemeinde
M. Levi.
WM" In denelben Gemeinde sucht n:an zu den be¬
vorstehenden heiligen Herbstsesfen einen anständigen Vorbeter
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sind stets vorrälhig bei
Eduard SJlfltKr in Worms.
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von Alb. Mayer, Dirigent, ustd Z. taab, Organist.
Vrstcllnn.rcn bci Tao. Napv in 5/air; rdcr bcn '.Miu-cctciv
daselbst. Preis jöa-.imüdcv-äbcr- und Leli-Lrimaien 'S' ■„ J'. lr.
X'ific-- ancrtfliult vr.ift.id'c Wirk, in j c c; r ('Knic iirr onn’cr.b-
bsr, cntf'ilt ‘J6 »>'. als Aiil.itewg :un: KriangumeriichU :ir Lci'iilci!
■fcxrie 10l> DhnAmcin für eie Liturgie aller Labbatli- »'nb F.sttagcl
Bei Moritz Jourdan in Mainz ist erschienen:
Grundlage
einem wissenschaftlichen Unterrichte
in der mosaischen Ucligion,
rcn
D r, .1 o n. A 11 b.
Preis I fl.
iLeranrworrlicber Rttcctenr: I. Klingenftein in Ctemlcim in Rlkmlrsic»; Selbstverlag der Redaktion. Für den Bllcbbandel: in
Eommiffron.tt; ^skar-Leiner in Leipzig — Dcmrf-Scbncllpresienkruck von I. Eottsleben in Mainz.