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für die israelitischen Gemeinden Württembergs
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I. Jahrgang
Stuttgart, 15. 1111^24
Nr. 4
Amtliche Bekanntmachungen.
Israelitischer Oberrat, Stuttgart.
Infolge der am 30. Juni d. Js. durch die
Israelitische Landesversammlung vorgenommenen
Wahl deS Oberrats seht sich dieser nunmehr
zusammen wie folgt:
Präsident und rechtsk. Mitglied: Reg.-Rat
Dr. Nördlinger-Stuttgart.
Theol. Mitglied: Stadtrabbiner Dr. Rieger-
Stuttgart.
Ehrenamtliche Mitglieder: Louis Hirsch-
Stuttgart, I. I l e g e n h e i m e r - Heilbronn. Leo¬
pold Levi und Dr. Gunzenhauser-Stuttgart,
Moses Herz-Hall.
Stellv. Präsident: Louis Hirsch.
Nördlinger.
Bei der am 29. und 30. April d. I. stattge¬
habten Tagung der israelitischen Landesoersamm¬
lung wurde beschlossen, zur Deckung des Ab¬
mangels im Haushaltplan der israelitischen
Zentralkafse für das Rechnungsjahr 1924 eine
Landessteuer von 10 Goldpfennigen auf je
1000 Mark Reichseinkommenfteuer von 1922
zu erheben. Die Steuer wird beitreibbar, sobald
daS Ministerium des Kirchen- und Schulwesens
unserem Antrag entsprechend den Beschluß für
vollziehbar erklärt hat.
Laut unserem Erlaß vom 25. März 1924
Nr. 184 ist dieser Betrag in monatlichen gleichen
Beträgen an die Zentralkafse abzuführen. Beim
Ausbleiben der Zahlungen besteht die Gefahr,
daß unsere Beamten ihre Bezüge nicht rechtzeitig
erhalten.
Die Nachprüfung der Gemeindepflegerechnun¬
gen 1922 und 1923 unterbleibt. Nördlinger.
Württ. Ministerin« deS Innern.
Nr. IX. 2066.
Stuttgart,
den 4. Juli 1924.
Auf Grund von Art. 2 Abs. 7 L.F.V. sind
Sie vom Ministerium des Innern im Einver¬
nehmen mit dem Arbeitsministerium auf 6 Jahre
und zwar bis zum 31. März 1930 als stellver¬
tretendes Mitglied der Landesfürsorgebehörde
berufen worden. Bolz.
An Herrn Stadtrabiner vr. Rieger
Stuttgart.
Die erste Tagung
de:
Laudesversammlung der Israelitischen
Religionsgemeinschaft Württembergs.
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Die Eröffnung der ersten Tagung der israel.
andeSversammlung war ein feierlicher Akt von
'''sichtlicher Bedeutsamkeit. Schon lange vor
inn der auf Sonntag, den 29. Juni, 2'/, Uhr
hmittagS, angesetzten Eröffnungsfeier hatte sich
er den Abgeordneten ein überaus stattlicher
jörerkreis in dem schönen Raume deS Handels¬
es, der für die Beratungen der Landesver-
mlung gewählt worden war, eingefunden.
einem ernsten Gebets, das der Bedeutung
Stunde angemeffen wax, eröffnete der Stadt-
»biner von Stuttgart qls theologisches Mil¬
des Israelitischen Oberrates die Tagung,
erinnerte an das fromme Bedürfnis, in
er Stunde die Seelenkraft durch die Erhe-
g über die Enge der Endlichkeit, durch die
> zidhuny auf das überzeitliche, durch die Ver-
"ung tn das Ewige zu heiligen und zugleich
steigern. Wie einst R. Juda den Jlai, der
Meister der GotteKgelahrtheit nach den
des politischen Zusammenbruchs, die
ligung der Lehrer „im Weinberg zu Jabne" durch
Hinweis auf die EwigkertSwerte Israels,
die Thora als Lebensquell eröffnet, so sei es
Berantwortlichkeitsgefnhl gegenüber dem Vä-
erbe der Religion u. das stolze Bewußtsein Sach-
älter der heiligsten Güter der israelitischen Ge-
änschaft Württembergs zu sein, das die berufenen
geordneten dieser Tagung erfüllen müsse. Der
ckblick in die Vergangenheit künde die Mah-
_ zur Dankbarkeit für die weise Milde, mit der
Staatsbehörden bish« die israelitische Ge-
linschast des Landes geführt, und mahne zu-
>ich zur Nacheiferung der frommen Väter und
ütter, der leuchtenden Vorbilder unserer Ge¬
schichte. Der Ausblick in die Zukunst erinnere
die ernsten Pflichten gegenüber der religiösen
rsamtheit und gegenüber dem deutschen Vater-
ide, das seit fünf Jahre ein Spielball der
illkür, verachtet im Rati der Völker, gebrannt-
»rkt durch die Schuldlügn ein doppeltes Anrecht
df die Liebe aller seiner Kinder habe. „Möge Gott