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Gemetndesettung
für die israelitischen Gemeinden Württembergs
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I. Jahrgang
Stuttgart, 15. fiugust 1?24
Nr. 5
Amtliche Bekanntmachungen.
Israelitischer Oberrat, Stuttgart.
Stuttgart, den 23. Juli 1924.
Betreff: Steuererhebung.
Die Israelitische Landesversammlung hat in
ihrer Sitzung vom 30. Juni 1924 folgende Be¬
schlüsse gefaßt:
Zur Deckung des Fehlbetrags wird eine
Landessteuer von 10 .j auf je 1000 JL Reichs¬
einkommensteuer von 1922 erhoben.
Mit Ermächtigung des Oberrats kann eine
Religionsgemeinde, welche die OrtSsteuern nach
Steuerklassen erhebt, auch die auf ihre Mitglie¬
der entfallende Landessteuer von allen Steuer¬
pflichtigen oder einem Teil nach Steuerklassen
erheben. Wird die Landessteuer nur von einem
Teil der Gemeindemitglieder nach Steuerklaffen
erhoben, so hat die Gemeinde zunächst beim Ober-
rat die Festsetzung des Abteils zu beantragen,
der für die an der Klaffensteuer beteiligten Ge¬
meindemitglieder entfällt. Den Borsteherämtern
ist gestattet, steuerpflichtigen Gemeindemitgliedern
wenn sie Nachweisen, daß sie bei ihren gegen¬
wärtigen Einkommens- und Vermögensverhält-
niffen die auf sie entfallenden örtlichen und Landes¬
steuern nicht aufbringen können, einen Nachlaß
oder Versetzung in eine niedere Steuerklaffe zu
gewähren. Der Nachweis des Unvermögens ist
aber nur dann als erbracht anzusehen, wenn der
Steuerschuldner, der Ermäßigung beantragt, eine
Auskunft des Finanzamts über seine diesjährige
Steuererklärung oder seine diesjährigen Voraus¬
zahlungen auf vie Reichseinkommensteuer vorlegt
und aus dieser Auskunft sein Unvermögen, die
Landessteuern voll zu bezahlen, sich ergibt.
Soll einem Steuerpflichtigen mehr als 100 uSf
nachgelassen werden, so entscheidet der Oberrat
auf Antrag de- Vorsteheramts der Gemeinde
des Steuerpflichtigen. gez. Nördlinger.
Stuttgart, den 28. Juli 1924.
Auf Anregung der Reichsregierung soll am
3. August d. IS. anläßlich der Wiedeickehr des
Kriegsbeginns eine Gedächtnisfeier stattfinden.
die der Erinnerung an die im Kriege Gefallenen
und an die Opfer, die das ganze Volk während
des Krieges gebracht hat, gewidmet ist.
Der Oberrat ordnet an, daß in allen Syna¬
gogen des Landes eine gottesdienstliche Feier im
Anschluß an den Sabbathgottesvienft am 2. Au¬
gust d. Js. abgehalten wird. Bet der Gedächtnis¬
feier soll der gefallenen Krieger und der Volks¬
opfer ehrend gedacht werden, gez. Nördlinger.
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Stuttgart, betft 28. Juli 1924.
Vor kurzem hat sich unter dem Vorsitz von
Herrn Prof. Dr. Israel ein Komitee konstruiert,
bestehend aus den Herren Prof. Citron, Prof.
Hans Cohn, Prof. Levy-Dorn und Dr. Sandler,
das sich der Aufgabe widmen soll, für die
Universitätsbibliothek in Jerusalem die in
Deutschland erscheinende medizinische Literatur
zu sammeln. Insbesondere sollen die deutschen
Zeitschriften für Jerusalem!abonniert werdem
Zur Aufbringung der erforderlichen Geldmittel
will das Komitee sich an aste jüdischen Ärzte
Deutschlands mit. der Bitte zur Zahlung eines
Jahresbeitrags wenden. .
Die Vorsteherämter werden gebeten, die Adressen
der im Gemeindebezirk wohnenden jüdischen Ärzte
und Zahnärzte dem „Preuß. Landesverband
jüdischer Gemeinden" in Berlin, N. 24, Oranien-
burAerstraße 29 unter Tagebuch-Nr. 673/24 mit-
zuterlen. gez. Nördlinger.
3fr. Gemeindevorsteheramt, Stuttgart.
Der II. Gottesdienst an bin Neujahrstagen
und am Versöhnungstage d. I. findet im
Festsaal des Gustav Siegle-Hauses
statt. — Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung
einer Eintrittskarte gestattet. Der Preis der Plätze
beträgt Gm. 6.—. Kinder unter dem schul¬
pflichtigen Alter werden nicht zugelassen.
Gemeindemitglieder, welche Eintrittskarten wün¬
schen, haben dies bis spätest« nS 5. September
schriftlich der Israelitischen Gemeindepflege
mitzuteilen. Die Karten sind von Mittwoch, den
10. bis Freitag, den 12. September abzuholen.