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Gememdezettung
für die israelitischen Gemeinden Württembergs l
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Verlag:
Israelitische Verlagsaustall <6. m. d. Fr.
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Stadtraddtuer vr. Itteger, Stuttgart
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I. Jahrgang
Stuttgart, 15. März 1-25
Nr. 12
»Gemeiudezettuug» erscheint vom 1. April
ab bei unveränderter Bezugsgebühr zweimal
monatlich, am 1. und 15. jede« Monat».
Amtliche Bekanntmachungen.
Israelitischer Oberrat. Stuttgart. I9.II.25.
Nr. 147
Gemäß des Gesetzes über die Kirchen vom
3. März 1924 sind die örtlichen Steuern und
die Landesumlage des am 31. März 1925 ab¬
laufenden Steuerjahres zunächst auf ein Viertel¬
jahr, d. h. bis zum 39. Juni 1925, als Voraus¬
zahlung für das Steuerjahr 1925 sortzuerhebm
und demgemäß auch die Leistungen an die Zentral¬
kaffe in der bisherigen Weise auf den 25. jeden
Monats vorauszubezahlen. Eine Einhaltung dieser
Zahlungstermine ist unbedingt notwendig, da
sonst die Bezüge unserer Beamten nicht rechtzeitig
ausbezahlt werden können.
In welcher Weise die örtlichen Steuern und
die Landesumlage im Jahre 1925 erhoben werden,
ist noch unentschieden und kann endgiltig erst
tzurch die Landesoersammlung bestimmt werden.
An die Jsr. Vorsteherämter. Nördlinger.
Nr. 147 Stuttgart, 19.11.25.
Um für das Rechnungsjahr 1925 eine Grund¬
lage für die Erhebung der örtlichen Steuern und
der Landesumlage zu erhalten, ist es notwendig:
1. daß die Gemeindepflege vom zuständigen
Finanzamt die Höhe
a) der von den Gemeindeangehörigen geleisteten
Vorauszahlungen auf die Reichseinkommen¬
steuer für das Kalenderjahr 1924 und
b) der auf die Gemeindeangehörigen auf
1. Januar 1924 veranlagten Vermögens¬
steuer
erhebt und die Gesamtbeträge zu a) und b)
alsbald hierher mitteilt,
2. daß die Gemeindepflege alsbald berichtet,
wieviele Steuerzähler und wieviele Seelen die
dortige Religionsgemeinde am 1. Januar 1925
gezählthat. DieSeelenzahl kann auch schätzungs¬
weise angegeben werden. Die außerhalb der
Gemeinde ansäßigen, aber der Gemeinde zu¬
geteilten Steuerschuümer find der Zahl nach
besonders aufzuführen.
An die Jsr. Gemeindepflegen, j Nördlinger.
Stuttgart, 2. III. 25.
Betreff: Vorbeterlurs.
In überaus anerkennenswerter Weife haben
sich in den Gemeinden, die keinen eigenen Reli¬
gionslehrer haben, Privatpersonen zur Verfügung
gestellt, um in altherkömmlicher Weise bei den
Gottesdiensten die Gebete und die biblischen Ab¬
schnitte würdig vorzutragen.
Der Oberrat nimmt an, daß es in Ihrer
Gemeinde eine Reihe Gemeindemitglieder gibt,
welche bereit find, im Ehrendienst der Gemeinde
als Vorbeter und Baal köre zu wirken. Um diesen
Personen die Kenntnis der herkömmlichen Melo¬
dien und des LaienenS zu vermitteln, hält es
der Oberrat für angezeigt, Vorbeterkurse für
Privatpersonen in Hall zu veranstalteü, die
unter der Leitung der Herren Uhlmann-
Gmünd, Wissmann-Künzelsau und Krämer-
Heilbronn stehen werden. Diese Borbeterkurse
sollen an Sonntagnachmittagen stattfinden. Der
Oberrat gewährt allen Teilnehmern an diesen
Kursen das Fahrgeld 4. Kl. und ein Taggeld
von 3 Mk. Sollten Teilnehmer an den Kursen
das Postauto benützen müssen, so werden auch
diese Fahrkosten von hier aus ersetzt.
Das Vorsteheramt wird ersucht, diese Mitteilung
durch Anschlag an der Sunagogentüre und durch
Verkündigung im Gotteshause zur Kenntnis aller
Gemeindemitglieder zu bringen.
Es ist dem Oberrat bis zum 1. April d. I. ~
mitzuteilen, wieviele Personen aus der dorttgen
Gemeinde an diesem Kurse teilnehmen werden.
In Anbetracht der Wichtigkeit dieser Kurse ersucht
der Oberrat das Vorsteheramt, auch persönlich
dafür eintreten zu wollen, daß eine tunlichst große
Zahl der Gemeindemitglieder an diesen Veran¬
staltungen teilnimmt.
Nördlinger.
An die Jsr. Borsteherämter
Braunsbach, Michelbach a. Lücke, Wiesenbach,