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Die» (h furjtn Zögen die j üdis che Lqiehungmnethode durch Lat
»nd Lehre, wie eine jede wahrhaft -idifche Gemeinschaft sie in» Gr-
Ziehungsprogramm aufnehmen muß. Wenn wir nun die Besonderheiten
beleuchten -wollen, die da» «ffsenschastüche v. 3• A.-Programm charak-
terisieren, so können wir sie auf -vei Ursachen zurücksühiren: dq»
Mdische Büdungsdefizit in Deutschland, 2. den akademischen Büdmngsgang.
Da» jüdische Büdungsdefizit resultiert aus dem öffentlichen Schul-
weftn hieyolande. Unsere Jugeitb wird entweder in den allgemeinen
Scholen erzogen, wo sie alle» andere eher ats jüdischen Geist übermittelt
erhält, und für die jüdische Ausbildung sorgen, wen« es hoch kommt,
einige ungünstig gelegene^ Stunden, in denen ein mehr oder minder
geeigneter privat- »der Religionsschullehrer die <ckler n ot r r>endigsten Grund-
lagen jüdischen wissen» übermittelt, oder unsere Jugend besucht doch '
wo ein gütige» Geschick uns jüdische Schalen beschert hch. diese Insü-
tute, von denen aber die Giern verlangen, daß sse ihren Rindern zu«
mindest auch die öffentlich gütige Ginjährigenreife übermitteln. Damit
sind so ipno die Schulen unter staatliche Kontrolle gestellt, and der
Staat wacht sorgsam darüber, daß die profanen Fächer den allergrößten
Raum im Lehrplan einnehmen und daß die ״Religion" nicht über-
wuchert. Daß trotz dieser Beengung diese Schulen noch ein wertvolle»
wissen den' Rindern übermitteln, ist besonder» anerkennenswert, wenn
es auch naturgemäß hinter dem unserer östlichen Brüder zurückkteiben
muß. Im Gegensatz ja diesen wenigen Schülern jüdischer Anstalten fehlen bei
vielen Abiturienten selbst die elementarsten Renntnisse, selbst im »«punktier-
ten Lesen und Lesen der sog. ,^!aschischrift", von UNschnah und Se-
' moroh gar nicht jn reden. So etwa sieht da» Material aus, das der
v. I. A jur Bearbeitung überantwortet wird. - , ,
wenn wir anfangs auf die Wichtigkeit der positiven jüdischen
Renntnisse zur Prägung etzier jüdischen Lebensanschauung hingewiesen
haben, so müssen wir nunmehr -»geben, daß die selbständige Urteil»-
büdnng nur bei schon sehr umfassenden Renndchsen mögüch ist. Da diese
aber bei den allermeisten v. 3 2L-«rn auf Grund ihrer Schulbildung
nicht vorliegen können, so wäre e» da» Gegebene, wenn der Abiturient
sogleich nach Abschluß der Schscheßt sich ein halbe» oder «jm ganze»
Jahr allein der jüdischen Wissenschaft widmet, um da» verlorene wieder
etwa» einzuholen. Der B. I. A. LechLht sich seine' Mitglieder in
diesem Sinne -» einem längeren rDV • Besrech zu vevcufiassen »nd hat
neuerdings sogar weitgehende pekuniär» Unterstützung der willigen Sbr.
Bbr- in Aussicht genommen- vielleicht wird stch in einer hoffentlich
sticht zu fernen Zeit äln Au»gl«ich in diesem Sinne erzielen lässt«; .doch
vorerst liegen die Verhäl t n i sse noch wie vor im argen^ Da gitt e».