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GLÜCKWÜNSCHE AUS AMERIKA
SOCIETY OP FRIENDS FROM BRESLAU
NEW-YORK
Besonders herzliche Neujahrswünsche sendet der
Vorstand:
Dt. Fred Singer, President
Dr. Herbert Zellner, Vice President
Martin Guthmann, Treasurer
Max Baender, Vice-Treasurer
Ernst Wiener, Secretary
Irma Pfeiffer, Vice Secretary
sowie nachstehende Mitglieder:
Mrs. George Fleischmann, geb. Zepler
Mrs. Alice Rosenthal, geb. Zepler
Mrs. Hertha, Julia Freund
Dr. med. Toni Peiser geb. Buechler früher Bres¬
lau-Berlin 47 — 39 40th Street Long Iland City,
New-York.
Mr. u. Mrs. George u. Hanna Millner geb. Preuss
Erwin u. Lotte Wimmer
Margarete Besen
Mrs. Ann L. Donath
Mr. u. Mrs. Alfred Wisch
Richard Sandberg, Pine Hill N.Y.
Gabriel u. Ilse Rabinowitsch
Käte Lippmann, N.Y.
Margot Lewin, N.Y.
Martin u. Frances Guthmann wünschen allen
lieben Breslauern ein glückliches gesundes Neues
Jahr.
HERBERT HUPKA:
Leben in Schlesien
(Verlag Graefe & Unzer, Muenchen)
HERBERT HUPKA gibt hier Erinnerungen
aus 5 Jahrzehnten, betitelt “LEBEN IN SCHLE¬
SIEN ” mit Beiträgen namhafter schlesischer
Landsleute, heraus. So spiegelt sich ein halbes
Jahrhundert der Entwicklung schlesischen Landes
weder. Es ist eine ruhmreiche Geschichte, in der
erfolgreich versucht wird, die Kulturatmosphäre
Schlesiens lebendig zu schildern in Verbindung
mit den bedeutenden Persönlichkeiten, die zum
Glanz des Landes, seiner Wirtschaft und Kultur,
seines geistigen Reichtums, seiner Bedeutung als
zeitgeschichtliche Epoche, beigetragen haben. Nicht
allein historische Erinnerungen werden berück¬
sichtigt, die Atmosphäre ist vorzüglich getroffen.
Die Mitarbeiter wissen Bedeutendes zu sagen, die
Form ihrer Beiträge spricht an, sie versetzt den
Leser in den. Geist glücklicher Zeinten, die wie
Märchen anmuten. Und sie beginnen, zwischen den
Zeilen, mit den Worten “Es war einmal eine
schöne Stadt in einem schönen Land...”, die Stadt
hiess Breslau und das Land Schlesien.
Wir sind Herbert Hupka und seinen Mitarbei¬
tern für dieses Werk grössten Dank schuldig. Es
ist wichtig und wertvoll.
Von jüdischen Mitarbeitern seien genannt:
ERNST SCHEYER und ERNST J. COHEN. Auch
RUTH HOFFMANN kommt zu Wort, deren Ro¬
man “Meine Freunde aus Davids Geschlecht” be¬
kannt sein dürfte. Weitere Namen, mit denen wir
freundschaftlichen Kontakt hatten sind: ANNE-
LIES KÜPPER (München), WOLFGANG JAE-
NICKE (jetzt Bad Tölz), EDMUND NICK (jetzt
München), ARNOLD ULITZ (Tettnang), GER-
HART POHL, HUGO HARTUNG (München), um
nur einige zu nenen. Ein liebenswertes Erinne¬
rungsbuch. S.
SUCHANZEIGEN
Wer kann nähere Auskunft geben üben Salo
Leweck Breslau, Gartenstr.
Mitinhaber der Fa. Gebrüder Leweck (Textilien,
Stoffe).
Antworten eiligst erbeten an die Tochter Esther
Feldheim geb. Leweck.
Kibbuz Beeroth Jizchak, Israel.
Wer hat am jüdischen Krankenhaus in Breslau
in den Jahren 1938, 1939 und 1940 gearbeitet?
Auslagen werden ersetzt. Antworten an Jacob
Goldberg, 20 B. Giwath Schaulstr. Jerusalem
(Israel).
“Wer kannte meinen Vater Dr. Franz MANDEL.
Arzt und Chirurg, der Medizin in Deutschland
studierte und bis zum Jahre 1934 an der Klinik
in Breslau als Assistent wirkte und in Breslau
auch ein Privatpraxis besass.
Ei - ist nn Jahre 1901 geboren, stammte aus
Siebenbürgen (einst Ungarn, heute Rumänien)
und ist in Auschwitz ungekommen.
Ich suche Zeugen zwecks Wiedergutmachung.
Antworten an: Mandel-Vince Stella, RehovRemez24.,
GIVATAYIM, Israel.”
Wer kenn Hanni (Vorname), die in Breslau, Tri-
nitastr. gewohnt hat und mit Frau Sendowsky im
“Jüdischen Kinderhort” Sonnenstr. gearbeitet hat.
Sie soll hier in Israel wohnen.
Wer kennt die Tochter von Schochet Jochimek,
die ebenfalls in Israel wohnen soll und hier verhei¬
ratet ist. Jochimek hat auch in Breslau, Trinitasstr.
gewohnt.
Antworten baldigst an Sendowsky, Tel-Aviv, Mer-
kas Baale Melachastr. 15.
Wer kannte CÄCILLE LANDSBERG, Breslau,
Agnestr. 11. Wann deportiert?
gest.: 20. Februar 1943
Ins Goldene Buch eingetragen
NATHAN HERRNSTADT
geb.: 14. September 1866
best.: 20. Februar 1943
ELISE HERRNSTADT
(geb. Matzdorff)
geb.: 7. August 1874
gest.: 15. März 1934
eingetragen von ihren Kindern.
RUDOLPH S. HEARNS und ELIZABETH geb.
Ballin, Vineland, USA.
Dr. WALTER GOLDSTEIN und EVA geb.
Hermstadt, Jerusalem, Israel, sowie Enkeln und
Urenkeln.
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LIEBE FREUNDE !
Wollt Ihr das Andenken unseres Gründers und
1. Vorsitzenden unseres Vebandes
Dr. Wilhelm Seew Freyhan s. A.
in Ehren halten, der Tag und Nacht für diesen
Verband gearbeitet hat und in der Erweiterung
der Vereinigung sein Lebenswerk sah dann spendet
für den Dr. Wilhelm Seew Freyhan Fond, damit
wir das in die Tat umsetzen, was ihm vorschwebte.
Spenden können jederzeit auf das Konto: Irgun
Joze Breslau, Tel-Aviv, Bank Japhet, Rotschild
Blvd. 11 No. 26582/43 gesandt werden. Sie werden
umgehend mit Dank quittiert.
Vorstand des Verbandes ehemaliger Breslauer
Die Fahndungsstelle für Kriegsverbrechen bittet
uns, unsere Mitglieder und Freunde aus Breslau
zu veranlassen, alles schriftliche Material von
199 — 1945, was mit Verbrechen, Deportationen
Wegnahme von Eigentum jüdischer Bürger zu¬
sammenhängt, Urkunden, Bescheinigungen etc. uns
zuzustellen oder uns davon Mitteilung zu machen.
Insbesondere die Aktionen der Gestapo. Alles Ma¬
terial ist von Wichtigkeit.
Wir werden für Weiterleitung an die richtige
Stelle sorgen oder Ihnen aufgeben, wohin es ge¬
sandt werden soll.
Verband ehemaliger Breslauer in Israel,
Tel-Aviv, Karl Netterstr. 7 (Erich Lewin).
Lutz Löwenberg s.A. Haifa
Wir sind gerade im Begriff unsere Verbands¬
zeitung No. 20 abzuschliessen, da erreicht uns die
traurige Nachricht vom Ableben unseres Vorsit¬
zenden der Haifaer Ortsgruppe Lutz Löwenberg.
Wir haben von seiner langen Krankheit gewusst
und sehr um ihn gebangt. Nun ist er heimgegan¬
gen ein Mensch, wie man ihn sehr selten findet.
Aus angesehenem religiösen Hause aus Breslau
stammend hat er diese Tradition der Familie-
Zionsliebe und tiefe Frömmigkeit-bis zu seinem
letzten Atemzuge gelebt.
Schwer waren die Jahre der Einordnung- wie
wir alle sie gespürt haben — aber eine starke
Aktivität gepaart mit ausserordentlicher Mensch¬
lichkeit hat ihm geholfen, alles leichter zu ertra¬
gen.
Ein Mensch, der durch seinen Beruf täglich
mit hunderten und im Laufe der Zeit mit tausen¬
den Menschen zusammenkam, die oft gehetzt,
nervös, übereilt vorwärts kommen wollten, die
waren nicht immer angenehm — und es gehörte
eine besondere Gabe dazu, mit ihnen fertig zu
werden.
Das hat Lutz Löwenberg verstanden. Seine
überaus feine, vornehme Art, seine geradezu ari¬
stokratische Zurückhaltung, seine Liebenswürdig¬
keit haben jeden Streit gemieden.
Es ging von ihm eine beruhigende Atmosphäre
aus, die sich auf die anderen übertrug. Soll ich
erwähnen, wie er die Eltern bis ins hohe Alter
ehrte, die Liebe zu seiner Gattin, Kindern und
Geschwistern, die Treue, die er Freunden hielt.
Soll ich hervorheben die Zuverlässigkeit, mit der
alles, was er übernahm, ausführte.
Seine grosse Bescheidenheit lässt es nicht zu,
dass man über ihn viel Worte macht. Das ist
nicht in seinem Sinne.
Ein Mensch im besten Sinne ist allen, die ihn
liebten und verehrten verloren gegangen.
Wir trauern mit der Gattin und der Familie um
diesen guten Jehudi und aufrichtigen Mann.
Sein Andenken wird bei uns in Ehren gehalten
werden.
Erich Elieser Lewin.
SAMUEL COHN s.A. NEW YORK U.S.A.
Am 11. Juli ist der in Breslau geborene Natur¬
wissenschaftler.
Samuel Cohn im Alter von 94 Jahren gestorben.
Cohn wurde dadurch besonders bekannt, dass
er vor 70 Jahren einen neuen Glühstrumpf für
Gaslicht erfand. Insgesamt liess sich Cohn rund 200
Erfindungen patentieren.