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LITERATURBLATT
No. 26
der JÜDISCHEN RUNDSCHAU folgende Berichtigung in Ihrem Blatte
aufzunehmen:
Herr Lipschütz schreibt, dass wir über eine hebräische Chrestomathie
nicht verfügen. Wir gestatten uns, darauf aufmerksam zu machen, dass es
zwei sehr schöne, für jüdische Kinder der unteren und mittleren Klasse wohl
geeignete Chrestomathieen gibt: 1. Den in Jerusalem erschienenen ! המוריד
ein Lesebuch für Schule und Haus und 2. eine Art Auszug daraus: טל ילדות
für die jüdische Jugend. (Herausgegeben in Wilna.)
Beide stammen von dem bekannten historischen und pädagogischen
hebräischen Schriftsteller W. Jawitz.
cand. phil. Immanuel Lewy,
Z. Zt.: Hamburg. Elisabethstrasse 45 .
Sehr, geehrter Herr Redakteur!
Wollen Sie die Güte haben, folgende Zeilen zu veröffentlichen:
Bezüglich der in Ihrem LITERATURBLATT erschienenen, gegen
mich gerichteten Kritik des Herrn Dr. Josef Meiisl will ich hiermit kon-
statieren:
1. Entsprechend dem Titel ״Die Schatten‘‘, an den ich
mich streng halten zu sollen glaubte, habe ich denjenigen Teil de!
Feuerberg’schen Dichtung im JUEDISCHEN VOLKSKALENDER dem deut-
sehen Publikum übermittelt, der sich eben mit dem ״Schatten“
befasst. Der übrige Teil aber befasst sich nicht mit
dem ״Schatten“. Es soll nicht ,״ein Teil als das Ganze“ aus-
gegeben werden, sondern nach der Benennung — etwas, was ihr entspricht.
2. Die Uebersetzung — welche keine ״Streichungen“ enthält — ist
eine sinngetreue, fast wörtliche Wiedergabe des Ausdruckes der ״Schat-
ten‘‘-Stimmung, der etwas Ganzes in sich bildet und für das Grundwesen
der Feuerberg’schen Dichterseele überhaupt bezeichnend ist. — und de!
übrigens nicht ein Viertel, sondern beinahe die Hälfte der ganzen Arbeit
umfasst. Im übrigen s!?i hier auf die Antikritik in der JUEDISCHEN
VOLKSSTIMME vom 15. November verwiesen.
Hochachtungsvollst
Joseph Lin.
Briefkasten
P. K. in B. Der verlangte Titel ist der folgende:
Palästina als Ziel und Boden germanischer Auswanderung und Kolo-
msation mit Rücksicht auf eine germanische Kolonisation des Orients im
Allgemeinen. Mit einer Karte von Palästina. Pest, Wien v Leipzig: A.
Hartlefcen’s Verlag 1869. (78 S.) 8°. 15 Spr. Das Werk ist ausführlich.
Besprochen !von Dr. Wolsbornin: ALTPREUSSISCHE MONATS-
SCHRIFT. N. F. Bd. 6. (Der Provinzialblätter Bd. XXII.) Königsberg
i P. 1869. S. 525—532.