Seite
Nrn. 1.
Prng,dtil5.JäMcrMö.
II. JaMang.
-f
Agcninr in Wien: f
Herzftld nnb 6 au er.'
I f!
.4 f -4 • •■’ä ri f‘,ä \m
M |j‘rt J:P 11 w
/ >^M' K'- ji ! - ■ ■'
^. ; ;>r.v s n v .-;
Lentralorga« filE:- alle- zcitgemäßen Jntcrcsscni „ !
"'des Jlldmthllmts. - 1 ' £■ Lpl!rin >Ä7
.. ' . , r ■ ■■■ i " *■ V ■ . jf.«8
• V) V- r . r, Xf
- 1 li-* *■"
' Li sch eint jeden Donnerstag. — Neda'iionsbnreau-.' ^ikis hmarstt Nr. C. 7<!Z—1,-!.-Sio6
TMir.
Born i, Jänner 186) beginnt ein neues Siuomicmcnt auf das
...: ’ . : j : ; j;i >
;f 1
■Ui
4 ? V:; ;
11
H
-Ganzjährig 7A;- halbjährig-.3..ß. 75 Kr.; vierikijühng ^ü. 95 Kr. ^^
' Born Neujahr an ers eint unsere Zeitschrift in der Stärke, von mindestens 1^ Druckbogen wöchentlich,
und-wird auch, um vielfältigen Lnrsorderungen zr genügen«.Geschiistsb?ri.chte bringen. : , ./.
' Neu -emftclende Ästomrenlen eehalteo die bisher erschierr lert DTinuii • n f mn.t Ä erlag n, o weit der Vorrath reicht, gratis.
rrj
Ir ;if£ o"
iHf/.
i ÜijWiljthl,
■T r
2
tt'JU’
1 J:" .»u;-J
I : ; 'v 'Die'-Million dcsi Iudenthüms)' ™- : ? m
. . Alle Fragen.und Probleme,' welche die" Welt m 'Enrp'pa'
schäfligen, ihr. Gemüth, erregen und mitunter' ihre' Leidenschaft
tflammt haben,, werden an ftmfang' stmdtlerairrege'ndem Iü-
. . 'st. . . s. . -- j . . r
Alle Fragen.und Probleme,' welche die Welt m 'Ettrocha
beschäftigen
en
tercsse durch di Üniversalfragen" überrrojfech welche sich, auf das
Vcrhälrniß zivifchen Ost und West,. Orienc und Occident cheziebcn.'
Denn diese nehnren .uns rlicht'blos durch', die Rücksicht astf ma-
Die'Mission ^eS yebrärscbtn Elementes: in dem -Gange der nia-
tivnalenftmd Weltkulturen'-'ein VerschurelzendeS und Vereiirigen^
des' abzuZeben, soll "hier 'zugleich -unser Anlay unb-unsere Auft
gäbe sein. — 1 4 ' ’ ' " - :; Z'-" 0
Der Weltberuf des Jndntthums liegt in der Dhatsache
und. in dem sozialen Gesex. begründet, daß. bas Menscheuge«.
terielle Folgen ntld .politische Rachwr'kungen ein, "sondern änch schleckt 'nur durch die Spaltung zu criitiren vermag, und daß es nie«'
vorzüglich nn'er Gemüth .^und .unsere, ideale. Empfindlichksttin """ ' —p.a-...!..- m.^rr.-x.r. ......^.—
Anspruch. A les--,nämlich, ..was ,das ^ Verhaltmß''.zwischen' den
.zweien- Haupcangelpunkten der Menschengeschichte. betrifft, muß
nothwenbig energischen Widerhall in den Tiefen..unserer Seelen
finden, die sich stets des .inneren Zusammenhangs.mit'dem Leben'
und den Schmerzen der Vergangenheit, deren Schau-sund, Erin-
uerungsplatz der Orient ist,bcwirßt bleiben. Wie vom Zauber
geführt, . wie von 5 längen einer-unsichtbaren-Aeolsbarfe'.'änge-
nials zur einzigen, allumfassenden Gesellschaft -zusammens. urrlzen
kann. Das.Entstehen 'desselben hat' seine-beste Motivirung in¬
dem Iftnstände ft daß der, Bestand der Völker mrnd Staaten aw
ürrd^in sich'zur Abschließung führte und in-'dem-Uebermulhe'deS
individuellen oder nationalen Geistes, der jeder hochmüthigen-'
Unterdrückung' 4 ;» Grunde liegt.'Je'meb? der Instinkt der Selbst-
erhaltung die Staaten' und Völker zur-Jsolirung treibt, desto,
mehr wird in seinem Bereiche'das"Zudentbum bemüht sein, sich
zogen, strebt unsere Phantasie wie unser Geist den .Landen' zu,' dttser'.J'ollruisg zu "eiitziehen und seinen allgemeinen Horizont
welche der Reiz entschwundener Menschenalrer,. wie 'die" Weibe" i z:'r" währen: je welker .individueller Hochmukh fremde^Eigenthüm
uralter Weisheit ew-.g ehrwürdig und, anzieherid erhalten."-—-
-^ ^ Der geehrte^Lcser erblicke in unserer EingängSlirade keine,
politische Pointe, steinen hochfahrenden Anlauf gu einem Ans-'
flug anf.daS kalce Gefilde politischer Erörtermlg. Wir fühl n
lichkeit znrückstoßt und'''zu'.unterdrücken strebt, desto mehr füblb
as Zudenthum den Beruf/gegen diese despotische E gherzig' it
anznkämpfen, indenr es seine eigene -Individualität - gegen sie^ ver-
the ,'igl Gegen dce Enghc zigkeit' der' heidnischen wie der christ-
weder einen liefimieren Drang uns" über die orientali''che Frage ! lichen Weit,' 'gegenüber mahomcdanischer lliohhe-st, wie-alles', ans-
vom Standpunkte des Judenrhllms anSznspreck en. ' noch hegen gleichendem 'Räisonne'merrts muß daS Iud-entbttin' 'eine Eri'ten;
wir welche.Leidenschaft^ ob des flltanaHoeu Moskowiten- oder behaupten imb die Zähigkeit, mii der es dies eigene Selbst
TürkentbnnlS in-unserem Herzen.-Diese Fragen wollen wir ge- schuht," ist die beste Garantie' der Erfüllung- seines allgemcinerr
trost den Thatfacheu in Constantiiropel oder Suez festziistellen ! Zweckes, jeder Erklnsioität', ' sei ' es der Autorität oder der L er-
überlassen, wo der eigentliche Boden zur Austragung solcher > nunft, cntgegenzntreten. Das jüdische 'Volk ist ein Eorrectio,
Machtfragk» ist. Das, was uns hier iuteressirt, ist nicht die das der Geist der Geschickte gegen die eigene divergireride Ten-.
änß e re Beziehung rivalisirerlder Mächte an der Scheidelinie
zweier Welttheile, sondern die inneren geistigen Rapporte, welche
das Zndeitthttm zwischen. diesen zweien Halsten unserer Henii-
s;bäre verintttelt hat, zu beobachten, das Judenthnin, sagen wir,
-das seil uralter Zeit zu diesen! Mitklerdienst herangebildet ist.
denz gestiftet bat: es'ist ein' BinduugS'.'.rttel, da-5 dem unmäßi¬
gen Anseuianderstreben der Menschheit seine Gränzen setzt. -
' Im Orient, wo nicht bloS physische und psychische Ur¬
sachen, sondern vor Allem die Geschickte und ibre Ereignisse irr
tiefgeg rbencu Zügen den Abstand von den Ländern deö Westens
- . - 1 , '- ^