Seite
440
Das Jüdische Echo
Nr. 52
München: Stabsarzt Dr. Bertold Buff: Vizewacht¬
meister Franz Gutmann.
Nürnberg: Vizefeldwebel Benno Löwenstein; Dr.
Louis Lindenheim; Stabsarzt Dr. Siegfried
Bauer; Gefr. Rudolf Goldschmidt im 14. bayer.
Inf.-Regt; Unteroff. Albert Müller; Dr. Josef
Dessauer; Offiz.-Stellvertreter Ludwig Kirsch¬
baum.
Pirmasens: Ersatzreservist Heinrich Rothschild.
Rosenheim: Unteroff. Hans Kuhn.
Würzburg: Sally Neumann, Unteroff. im 5. bayr.
Res.-Art.-Regt.
Gefallen :
»Ersatzreservist, Kantor und Lehrer Heinrich
Zeilberger aus St. Ingbert i./Pfalz.
Gefreiter Gottfr. Kronacher im 8. bayer. Land-
wehr-Inf.-Regt. aus Bamberg.
Nürnberg. Eine Feierstunde zur ernsten Zeit
möchte man den Vortrag des Herrn Schauspielers
Arnold Marie aus München „Die Juden
und der Weltkrieg" bezeichnen. In kurzen,
wuchtigen Bildern, zog das Schicksal unserer Brü¬
der in Ost und West an uns vorüber, und wie ein
Aufschrei aus wundem Herzen klang die Mah¬
nung des Redners: Helfet den Unglücklichen eine
Existenz schaffen und laßt es nicht mit einer
wohltätigen Gabe sein Bewenden haben. Die
zahlreichen Zuhörer spendeten dem Redner herz¬
lichen Beifall. Im gemütlichen Beisammensein, im
engeren Kreise, fand nach dem Vortrag noch ein
Gedankenaustausch über zionistische Fragen
statt, und allseitig war der Wunsch, Herrn Marie
recht bald wieder in Nürnberg zu hören.
Berlin. Der „Jüdische Frauenbund"
(Vorsitzende Berta Pappenheim, Frankfurt a. M.,
Schriftleitung Frau Henriette May, Berlin-Wil¬
mersdorf, Gieselerstr. 16) hielt am 17. November
d. J. seine 21. Vostandssitzung, die dritte Kriegs¬
sitzung ab, die erfreulicherweise von allen, mit
Ausnahme von zwei Vorstandsmitgliedern wahr¬
genommen werden konnte. Aus der reichen Ta¬
gesordnung haben sich nach langen Erörterungen
folgende gefaßten Beschlüsse ergeben: 1. Bewußte
Erziehung der Frauen und Mädchen für jüdische
soziale Arbeit und die Bundesinteressen. 2. Antrag
Frau Helene Meyer, einen „Bund erwerbender
Frauen" zu gründen, der nach vier Punkten er¬
örtert und beschlossen wurde: a) Es besteht die
Notwendigkeit einer Organisation der erwerben¬
den jüdischen Frauen, weil die jüdischen Arbeite¬
rinnen in anderen Organisationen vielfach nicht
zu ihrem Recht kommen und weil sie eine gemein¬
same Vertretung nach außen brauchen, b) Die Or¬
ganisation ist nötig, um die Undiszipliniertheit der
jüdischen Arbeiterinnen selbst zu überwinden, c)
Die Organisation fördert die Hebung der Standes¬
bewußtseins der arbeitenden Frau gegenüber der
unterstützten Frau, d) Die Organisation wird den
erwerbenden jüdischen Frauen jeder religiösen
Richtung gerecht werden. 3. Anregung, Gefäng¬
nisse und Krankenhäuser zu besuchen. 4. Samm¬
lung Frauendank: die Sammlung wird allmählich,
planmäßig in den einzelnen Städten aufgenommen.
Der Jüd. Frauenbund wird jeorts in den einzelnen
Sammlungen mitgehen, und hat seine Vertretungen
in den Provinzial- und Landesausschüssen. 5. Die
Frauenarbeit in Polen ist zurzeit abgelehnt wor¬
den. 6. Der Vorstand des Jüd. Frauenbundes
übernimmt die synagogale Einrichtung einer be¬
dürftigen ostpreußischen Gemeinde wiederherzu¬
stellen. Die Beamtinnenbrosche ist bei der Schrift¬
leitung erhältlich, sie kann den Beamtinnen der an¬
geschlossenen Vereine übergeben werden und muß
bei Aufgabe der Stelle zurückgegeben werden.
r
Ad
■ES=®
Adressen von bedürftigen jüdischen
Soldaten sind in der Redaktion des
„Jüdischen Echos" stets zu erfragen.
•*T Neil eröffnet! Das erste in seinerArt!
y otel JUstawratit 7 extver
Schillerstraße 40 (nächst Hauptbahnhof)
Moderne behagl. Zimmer, elektr. Licht, Bad usw. Billige Preise.
Vorzügliche österreichische Küche.
Spezialität: Wiener Mehlspeisen, polnische u. böhmische
Fische, pikante Frühstücke. — Erstklassige Getränke aller Art.
~!
Americ. Surgeon Dentist
OSKHR STÄHL L.D.S.
Nach!. JOSEF HERZOG
l Schillerstr.43/I Tel. 52600
ordiniert von 10—1 u. 3—5 Uhr.
Sonntag nur nach vorheriger Anmeldung.
»
< ^
L
Schwedisches Institut
lür manuelle Massage und Heiioymnaslik
Josephspitalstraße 10 1 U pari.
Behandlung aller Arten von Rheumatismus, Steifheit der Gelenke,
Muskelentartung,Ver8topfung (auch chronisch), Neurasthenie usw.
Turnübungen für schwächliche Kinder
DiePatienten können auch in eigenenWohnungen behandelt werden
Nähere Auskunft durch den Direktor:
H. v. Schulman, schwed. dipl. Heilgymnast
Sprechzeit 2—3 Uhr.
Trauer-Rlbum
311m Rnbenfen an nerftorbene
SamUienmUglieÖer
mit Jadeiten-Tabelle auf 50 3afjre
= preis 2 ITtarf =
3u be3icl)en t>om Verlag 3ion
Berlin N 65, 6otfd)eoftr. 11
... „ Druck und Verlast: B. Heller. Buchdruckerei. München, Herzoz Maxstr 4
Verantwortlich für die Redaktion: Dr. Max Mayer. München. Schwanthalerstr. 95: für den Anzeigenteil: H. W. Stöhr. München.