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Mitteilungen des Israel. Lehrervereins für Bayern
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seine Methode einmütige Zustimmung nicht zu er¬
langen.
Glaubt Berlinger auf grammatikalische Übungen
weniger Gewicht lesen zu sollen, so zeigte Spatz
(Rexingen) mit Geschick und Verständnis die Be¬
handlung des Gebetübersetzens durch lebhafte
Mitarbeit der Schüler.
Weitere Referate erstatteten Rabbiner Dr.
Beermann (Heilbronn): „Zur Methode des Tal¬
mudunterrichts", Dr. Kahn (Mergentheim) ans
Kizzur-Schulchanaruch über Lernen und Lehren,
Dr. Kroner (Oberdorf) über die Prinzipien der
wahren Lebensweisheit in den Hilehot deot des
Maimonides.
Alle Teilnehmer an dem Fortbildungskurs schie¬
den ans dein gastfreundlichen Stuttgart mit der
Überzeugung, daß solch eine Einrichtung dringend
notwendig sei, daß sie auch anderwärts segens¬
reich sieh auswirken könnte für Rabbiner und
Lehrer sowohl, w ie für deren Gemeinden. K.
50jähriges Amtsjubiläum
Am 10. April dieses Jahres konnte Kollege Jo¬
sef Kissinger auf eine 50jährige Tätigkeit in
F rankenwinhei m zurückblicken. Ans die¬
sem Anlasse fand an diesem Tage eine Festfeier mit
einer Ansprache des Vorstandes Kahn in der Sy¬
nagoge statt. Am Sonntag wetteiferte die Gesamt¬
gemeinde unter Teilnahme der Feuerwehr, des
Krieger- und Radfahrervereins in der Ehrenbezeu¬
gung für den Jubilar. Der Bürgermeister, die Ver¬
einsvorstände und Oberlehrer Schimpf würdigten
in herzlichen Ansprachen seine Verdienste. Be¬
zirksrabbiner Dr. Stein, Schweinfurt, Pfarrer Huf¬
nagel. Frankenwinheim, Oberregierungsrat Haase.
Bezirksschulrat Nees, Gerolzjiofen, hatten ihre
Glückwünsche schriftlich zum Ausdruck gebracht:
auch von Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer
für den Verband Bayerischer Israelitischer Ge¬
meinden und dem Vorsitzenden des Israelitischen
Lehrervereins für Bayern waren Glückwunsch¬
schreiben eingelaufen. Die festliche Veranstaltung
durchzog ein einziger Gedanke: die Liebe zu dem
Jubilar und die Verehrung für den hochgeschätz¬
ten Mitbürger. Der 11. April war ein Ehrentag
nicht nur für den Jubilar, sondern auch für die
Gemeinde Frankenwinheim. Auch an dieser Stelle
seien dem lieben Kollegen die herzlichsten Glück¬
wünsche ausgesprochen. Ad meoh w'esrim schonoh!
Von der Bezirkskonferenz Ansbach
Die auf 11. April anberaumte Konferenz, war
von 13 Mitgliedern und von Kollegen Strauß,
Nördlingen, als Gast besucht. Ferner erschien der
stellvertretende Vorsitzende des Bezirksausschus¬
ses. Herr Dietenhöfer, Ansbach, um die Beamten
des Bezirks persönlich zur Einführungsfeier des
neugewählten Bezirksrabbiners Dr. Münk einzu¬
laden. Die Feier hat inzwischen unter Teilnahme
der gesamten Beamtenschaft, in deren Namen
Hauptlehrer Levite, Günzenhausen, den Rabbiner
begrüßte, stattgefunden. Das Amt des Schrift¬
führers übernimmt Schmid, Ausbach. Der Kon¬
ferenzleiter erstattete im Anschluß an das ge¬
druckte Referat des Kollegen Hirnheimer. Höch¬
berg, „Hebräischer Sprachunterricht im Sinne des
Arbeitsprinzips", ein interessantes und klar durch¬
gearbeitetes Referat über den hebräischen Über¬
setzungsunterricht. Zur Regelung von Standes¬
angelegenheiten beschließt die Konferenz die Er¬
richtung eines Schiedsgerichts, dessen Vorsitz der
jeweilige Konferenzleiter einnimmt.
Neue Bezirksvereinigung
Im Rabbinatsbezirk Bayreuth hat sich eine Be¬
zirksvereinigung gebildet, deren Leitung Bezirks¬
rabbiner Dr. Salomon übernommen hat.
Aufruf
Schochtim im Hauptberuf wollen ihre Adresse
zwecks Gründung eines Verbandes umgehend an
mich gelangen lassen. H. Neustädter,
Bad Kissingen.
Mitgliederbewegung
Dem Verein ist neu beigetreten Oberlehrer Ro¬
senstiel in Mutterstadt.
Die in Nummer 2 vom 12. Februar d. J. ge¬
machte Mitteilung über den Austritt des Kollegen
Strauß, Leutershausen, beruhte auf Irrtum (her¬
vorgerufen durch postalisches Versehen); Kollege
Strauß ist Mitglied des Vereins.
Einzahlungen im März 1926
Durch: Dr. Bamberger, Nürnberg 120.—, Hammel¬
burger, Haßfurt 15.—, Neumann, Feuchtwangen 5.—,
Strauß, Weiden 25.—, Sonn, Buttenwiesen 20.—,
Ellinger, Fürth 188.—, Gutmann, Öttingen 18.—,
Heß, Miltenberg IL—, Nußbaum, Dahn 12.—.Edel¬
stein, Sugenheim 10.—, Strauß, Windsheim 5.—,
Blum, [chenhausen 25.—, Lion, Grünstadt 17.41,
Eldod, Höchberg 10.—, Haymann, Rodalben 15..—,
Dingfelder, München 127.—, Gutmann, Ottensoos
15.—, Rosenblatt, Memmingen 40.—, Hellmann
Würzburg 126.—, Bamberger, Kitzingen 250.—,
Gundersheimer, Brückenau 21.—, Fulder, Treucht-
lingen 10.25. Levite, Günzenhausen 10.—, Hofmann,
Rothenburg 15.—, Brückheimer, Marktbreit 6.—,
Hofmann, Rothenburg 15.—, Rosenblatt, Memmin¬
gen 35.—.
Von: Wolfrom,Ermershausen M. 10.—, Sulzbacher,
Großbiberau 20.—, Strauß, Weiden 15.—, Sonn,
Buttenwiesen 20.—, Lübeck, Fürth 15.—, Ellinger,
Fürth 15.—, Eldod, Höchberg 15.—, Haymann,
Rodalben 15.—, Klestadt, Bamberg 16.—, Rosen¬
blatt, Memmingen 20.—, Hirschberg, Berolzheim
15.—, Mayer, Niederhochstadt 7.—, Stern. Frank¬
furt 14,— Blatt, Obbach 24.—, Steinern, Landau
15.—, Zeilberger, Floß 55.—, Michel, Pirmasens
15.—.
Würzburg, 7. April 1926. M. Heitmann.
Kauft bei den Inserenten
des „Jüdischen Echos"