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besuchen 225 die beiden bereits bestehenden Schulen und
lernen da die Thora; 90 Wahlen ein monatliches Schulgeld
von 1 Frank, die übrigen genießen den Unterricht unentgelt-
lich. Die neu zu errichtende Schule wird mit 50 Schülern
eröffnet (wovon die Hälfte zahlend) und ihr Programm wird
sich auf Hebräisch, Türkisch und eine europäische Sprache er-
strecken. Die ״ Allianz" müßte den Director besolden und
1000 Frank zur Vollendung des neuen Schulgebäudes zu-
schießen. — Beschlußfassung auf die nächste Sitzung verschoben.
— In Smyrna besuchen 130 Zöglinge die Schule (sollen
auf 150 gebracht werden), von 7 Lehrern und 1 Hilfslehrer
unterrichtet. Aber die Kinder sind barfuß und in Lumpen
gehüllt; das Herz zieht sich beim Anblick dieses Elends zu-
' ׳ mmen; das Jahr war schlecht. Zur anständigen Bekleidung
oären 2000 Fr. nöthig — ״ eine Summe, die niemals für
einen besseren Zweck verwendet werden könnte". — Der
Centralausschuß will 500 Francs bewilligen, aber sie erst
dann auszahlen, wenn ihm Gewißheit geworden, daß der Rest
der nöthigen Summe durch die locale Mildthätigkeit aufge-
bracht würde — Ein dortiger Jsraelite, Hann Susal, hat
mit einem Aufwands von 1000 Fr. der Schule das fehlende
Trinkwasser beschafft. Es wird ihm der Dank der Allianz vo-
nrt. Der englische Zweig der Allianz gibt der Schule 70 Pfund
Sterling als Beitrag für das laufende Jahr. — Am 13. April
mrden in Tetuan (Marocco) durch Lehrer Gogman jüdische
'nder zur Erlernung eines Handwerks untergebracht: 1 Klemp-
12 ,: ׳ Schuhmacher, 1 Schreiner, 2 Schneider, 2 Kessel-
niede, 1 Sattler und 1 Seiler. (Glück auf zu einem
chen Anfang! Aehnliches sollte im hl. Lande geschehen.)
2. Außer diesen Schulnachrichten enthält der Bericht:
e Klagen über das Spirituosengesetz in Rumänien, durch
hes 10,000 israelitische Familien (!) ins Elend gestürzt
׳ ütaen. — Klagen über den zerrütteten Zustand der Cult-
'meinte Atom (wohin man das in Padua bestandene Rab-
rer-Seminar zu verlegen wünscht), und Klagen aus der
' nen israelitischen Gemeinde Adalia inKaramanien (Klein-
a) über Judenverfolgung zu Ostern (Judas - Ceremonie,
at in die Mazos), während in dem fanatischen Smyrna
j .bst die Ostertage ausnahmsweise ruhig verliefen — Dank
m Hirtenbriefe des Patriarchen, der die Griechen ermahnte,
t ihren ״ israelitischen Brüdern" in .gutem Einvernehmen zu
L m. — Der persische Minister des Aeußeren wird die Gnade
ן en zu gestatten, daß persische Israeliten nach Paris gesandt
“ da erzogen würden, d. h. auf Kosten der Allianz-
sehr gnädig?!
Correjpvmlen;.
Kreskau, 1. Juni. Wenn Sie, geehrter Herr Redacteur,
; in dem hiesigen Orte keine, weder materielle, noch gei-'
stige, Unterstützung für Ihr dankenswerthes Unternehmen ge-
funden, durch Ihre ״Jüdische Volkszeitung" zeitgemäße Auf-
klärung über religiöse Verhältnisse in der Judenheit zu ver-
breiten, so schreiben Sie dies nicht dem Umstande zu, daß das
Gros der hiesigen jüdischen Bevölkerung zu coniervativ denkt,
um ein Blatt von derjenigen Tendenz zu fördern, wie sie
diese Zeitschrift so wacker vertritt, sondern, wie sich dies auch
in vielen anderen Dingen zeigt, einem hohen Grade von In-
differenz. Ich will mich heute nicht — das mag späterhin
geschehen, wenn sich mir in meinen Berichten über die hie-
sigen jüdischen Gemeindeverhältnisse die Veranlassung dazu
bietet — auf Beweise für meine obige Behauptung einlassen.
Nehmen Sie heute vielmehr mit einigen Angaben über die
Breslauer Universität vorlieb; ich hoffe, daß dieselben, so
dürftig sie ausfallen mögen, das Interesse Ihrer Leser erwecken
werden.
Wie sich das auch an anderen höheren Lehranstalten
geltend macht, ist die Zahl jüdischer Studenten an der hiesigen
Universität eine verhältnißmäßig bedeutende. Freilich gilt dies
meist in Bezug auf die juristische und anedicinische Facultät;
indeß es ist zweifelsohne anzunehmen, daß, wenn sich erst dem
Juden die sichere Aussicht geboten haben wird, als Philo-
löge zu reussiren, auch die Zahl jüdischer Aspiranten der
höheren Lehrcarriöre eine große sein wird. Dagegen zählt
eben die juristische Facultät schon seit mehreren Jahren eine
erkleckliche Anzahl von jüdischen Studirenden und das hier
ganz bekannte Sprüchwort: ״An dem hiesigen Stadtgerichte
herrscht kein Rischus" ist recht bezeichnend für die große Zahl
von jüdischen Refrendarien und Assessoren, die in Breslau
gegenwärtig beschäftigt sind. — Es bietet sich mir hier Ge-
legenheit, eines Mißstandes an der hiesigen juristischen Facul-
tät Erwähnung zu thun, der noch sehr an die nun zum größten
Theil überwundene Intoleranz zu erinnern geeignet ist, die
׳uns früher von Seiten der Christenheit allwärts entgegen
►trat. Es herrscht nämlich in den hiesigen Universitütsstatuten
die Bestianmung, ein Jude dürfe hier nicht zur Absolvirung
des äootor zuris-Examen zugelassen werden. Die betreffenden
Aspiranten sahen sich, ja sehen sich noch genöthigt, zu diesem
Zwecke eine andere Universität aufzusuchen. Es wird nun von
Einigen die Behauptung geltend geanacht, daß seit der Auf-
Hebung jeder coaafessionellen Ausnahmestellung durch das Reichs-
gesetz auch jenes Statut als nichtig zu betrachten sei. Meiner
Ansicht nach ist dies freilich noch eine offene Frage. Da
iardeß die Mehrzahl der hiesigen Professoren der Jurisprudenz
für die Streichung jener Bestimmung eingenoanmen ist, steht
es zu erwarten, daß dieselbe in der That über kurz oder lang
aus den Statuten schwinden wird. So hat sich — was
( bisher ebenfalls nicht gestattet war — zu Beginn dieses Se-
«mesters ein jüdischer Privatdocent an der hiesigen Universität