Page
MITTEILUNGSBLATT DES SCHWESTERNVERBANDES DER U01B.B.LOGEN
Für die Redaktion verantwortlich: Dr. Dora Edinger, Frankfurt a. M., Bockenheimer Anlage 49.
Manuskripte sind an die Redaktion zu senden — Redaktionsschluß am 1. jeden Monats. — Erscheint am 15. eines jeden Monats.
Bestellungen nehmen alle Postämter an. — Bezugspreis und Bestellgeld 31 Reichspfennig für das Vierteljahr.
Nr. 10
Kassel, 15. Oktober 1929
| 2. Jahrgang
Adressen des Vorstandes:
Margarete Wachsmann, Breslau, Carmerstraße 19, stellvertr. Schrift¬
führerin
Bertha Kochmann, Berlin SW 19, Seydelstraße 19a, Kassiererin, Postscheck¬
konto: Berlin 109777
Johanna Baer, Frankfurt a. M., Finkenhofstraße 40, Leiterin des Verbands¬
büros
(Veroandsbüro: Frankfurt a. M., Melemstr.22, ElseZedner, Geschäftsführerin)
Zentrale der Kommissionen für Schwesternberatung : 1. Vorsitzend«): Martha Schlesinger, Frankfurt a. M., Brentanostraße 6
Kommission für Erholungsfürsorge: 1. Vorsitzende: Erna Merzbach, Magdeburg, Logenhaus, Breiter Weg 139 140
Kommission für Erhoiungstürsorge für Kinder: 1. Vorsitzende: Charlotte Hirsch, Berlin W 50, Augsburger Straße 40
Kommission für Geistige Interessen: Else RaDin, Breslau, Wallstraße 14.
Vorstand: Ernestine Eschelbacher, Berlin NW, Klopstockstraße 47,
1. Vorsitzende
Anna Lewy, Stettin, Elisabethstraße 10, 2. Vorsitzende
Dr. Frieda Sichel - Gotthelft, Kassel, Malsburgstraße 12, korresp.
’ Schriftführerin
Lilly Spanj er-'Herford, Braunschweig, Wolfenbüttler Straße 2, Protokoll.
Schriftführerin
VOR UNSERER TAGUNG
möchten wir über diese erste Nummer i m n e u e n J a h r e die G o e t h e w o r t e setzen:
„Zwischen dem Alten, Und das Vergangne
Zwischen dem Neuen, Heißt mit "Vertrauen
Hier uns zu freuen Vorwärts zu schauen,
Schenkt uns das Glück, Schauen zurück“
Auch für uns bedeutet die heutige Nummer: Rechenschaft." Die letzte Delegiei tentagung beschloß die Grün¬
dung des Verbandsbüros und unseres Verbandsblattes — die kommende wird unsere Leistungen prüfen und uns neue
Wege und Aufgaben zeigen.
Das wenige, was wir erreichten, steht vor aller Augen; nicht die Vorarbeiten, nicht die Umwege, die wir gehen
mußten — denn man lernt ja nur aus seinen Fehlern! Wir sind oft herb getadelt worden — um Dinge, die, es sei auch
an dieser Stelle noch einmal nachdrücklich ausgesprochen, gar nicht von uns geändert werden konnten; denn die prak¬
tischen Aufgaben als Mitteilungsblatt des Verbandes, die finanzielle Basis hat uns die Mannheimer Tagung bestimmt;
nur im Rahmen dieser Möglichkeit war es uns gegeben zu arbeiten.
Aber auch unser Wunsch war es, daß die Zeitung über ihre Pflichten als unser Mitteilungsorgan hinaus clas
Kennenlernen und Verstehen erleichtere, auch außerhalb der Tagungen unsere Probleme zur Diskussion stelle, Erfah¬
rungen vermittele. Und wir sind allen Schwestern, die uns hierbei mit wirklichen Leistungen halfen, von Herzen dank¬
bar; denn nur durch ihre Mitarbeit war es möglich, audi das Wenige zu erreichen, was überhaupt erreicht worden ist.
Wir danken hier zuerst den Distriktsvorsitzenden, die uns aus ihrer genaueren Kenntnis der einzelnen Vereini¬
gungen wertvolle Mitarbeiterinnen gewannen; und sie waren es auch vor allem, die sie in der Praxis beschäftigende
Fragen zum Nutzen des Ganzen besonders vor uns aufgerollt haben. Auch die Schwestern vom „Geistigen Ausschuß“
und einzelne Vereinsvorsitzende und noch vereinzeltere Schwestern ohne Amt waren uns treue und zuverlässige Stützen.
Nicht nur, weil sie uns mit Stoff versorgten — weit mehr, indem sie sich mit unseren besonderen Aufgaben und Schwie¬
rigkeiten selber vertraut machten und in ihrem Kreise dann werbend nncl aufklärend für uns arbeiteten, indem sie aus
ihrem besseren Wissen um unsere tatsächliche Lage und unsere praktischen Aufgaben im Falle der Ablehnung, Kür¬
zung oder Zurückstellung eines Beitrages allzu strengen Tadel unseres „Niveaus“ milderten, vermeintliche persönliche
Kränkungen aufklärten.
Noch aber ist die Zahl dieser freiwilligen Helferinnen viel zu gering; ein Blick in unsere übervollen Korrespondenz-
mappen, besser noch, ein Tag der Mitarbeit bei der Redaktion würde viele Schwestern (sicher zu ihrem Erstaunen)
davon überzeugen, daß es fast immer wieder dieselben Klagen und Beschwerden sind, die an uns kommen, fast immer
die gleichen Antworten, die wir dann geben müssen. Wir können uns nur einen festen Kreis wertvoller Mitarbeiterinnen
gewinnen, wenn wir mehr Mittel und Platz zur Verfügung haben! Da aber unsere „Logenschwester“ selbstverständlich mit
auf den Einnahmen aus den Inseraten beruht, so brauchen wir das Interesse jeder Schwester auch für diese unsere
wirtschaftliche Basis, wenn die Wünsche nach Vertiefung und Aus¬
bau des Blattes sich erfüllen sollen. Ebenso muß die Abonnenten¬
werbung noch energischer durchgeführt werden; nicht allein bei
unseren Schwestern, die ja leider immer nodi nicht alle Beziehe¬
rinnen sind, auch — und da müssen wir uns wieder besonders an
die Distriktsvorsitzenden wenden — bei den Frauen von Brüdern
an Orten, wo noch keine Schwesternvereinigungen bestehen. Aus
diesen Frauen Schwestern zu machen ist doch nur möglich, wenn
sie von dem Ernst unserer Arbeit und von ihrer Notwendigkeit
überzeugt werden. Und das kann — unserer Ansicht nach — ein¬
dringlicher und nachhaltiger als bei dem gelegentlichen Be-
Wir richten an unsere Schwestern die herzliche
Bitte, zur Erhöhung der Erträgnisse der
„Ernestine Escheibacher-Stiftung“ nach Kräften
beizutragen durch Spenden auf Postscheck-Konto
Berlin 7000, Deutsche Effekten- und Wechsel¬
bank Frankfurt am Main, Abteilung Berlin,
Konto Escheibacher-Stiftung.
Logenschwesternl Beachtet die ln Eurer Zeitung erscheinenden Anzeigen 1
__ Jl> -
_ |V