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DIE LOGEN¬
SCHWESTER
Mitteilungsblatt des Schwesternverbandes der U.O.B.B.Logen
Erschein! am 15. jeden Monats, Redaktionsschluß am 1. jeden Monats. — Bezug nur durch die Post, einschließlich Bestellgeld
46 Reichspfennig viertel jäh rl. — Verantwortlich für die Schrift leitung : D r. Dora Edinger, Frankfurt a.M., Gärtnerweg 55.
Kassel, Januar 1 934
7. Jahrg. Nr. 1/2
ADRESSEN DES VORSTANDES:
AnnaLewy, Stettin, Elisabethstraße 10, I. Vorsitzende
Dr. Frieda Sichel-Gotthelft, Kassel, Malsburgstr. 12, II. Vorsitz.
MargareteWachsmann, Breslau, Goethestr. 24/26, stellvertretende
II. Vorsitzende und korresp. Schriftführerin
Cilly Neuhaus, Mülheim (Ruhr), Leibnizstr. 10, Protokoll. Schriftführ.
Bertha Falken berg, Berlin N54, Lottumstraße 22, stellvertr. Protokoll,
und korresp. Schriftführerin
Die Adressen der Kommissionen stehen am I
Johanna Baer, Frankfurt a. M., Finkenhof straße 40, Leiterin des Ver*
bandsbüros, Kassiererin (für Geldsendungen: „Frankfurter Sparkasse
von 1822, Postscheckkonto Frankfurt a. M. 1511 für Konto 8213/X
Johanna Baer, Schwesternverband UOBB")
Adele Rieser, Karlsruhe, Friedensstraße 8, II. Kassiererin
Else Zedner, Geschäftsführerin (Verbandsbüro: Frankfurt a. M., Melem-
straße 22)
luß des redaktionellen Teiles
Abschied von unserm Bruder
DR. ALFRED GOLDSCHMIDT
Wie ein Vermächtnis ist es uns nun auf einmal geworden, das „Wort an unsere Schwe¬
stern", das unser lieber Bruder Dr. Alfred Goldschmidt noch vor wenigen Wochen an
dieser Stelle an uns richtete. Niemand von uns ahnte, daß es sein letztes Wort an
uns sei! Und unfaßlich scheint es uns, daß uns sein liebevoller,kluger Rat, seine Erfah¬
rung, seine Hilfsbereitschaft fortan für immer fehlen soll! „Freundlichkeit des Tages"
— so nannte er die Haltung, die er von uns sich wünschte — er, dem so viele Sorgen
anvertraut wurden, der sich niemals versagt hat — er hat in aller Stille, Schlichtheit
und echten Bescheidenheit uns diese Haltung vorgelebt. Versuchen wir in dieser Stunde
des wehen Abschiedes den eigenen Kummer umzuwandeln in hingebungsvollen Dienst
an dem Werk, dem er so treu und voll ernster Pflichterfüllung gelebt hat. D.E.
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N DER JÜDISCHEN SCHULE
Von Br. Dr. Ernst Marbach, Frankfurt a. M.
Nicht von der Notwendigkeit jüdischer Schulen, nicht von
der hier zu leistenden Bildungsarbeit soll im folgenden
gesprochen werden, sondern von den erzieherischen Auf¬
gaben dieser Schulen. Das jüdische Kind, den heran-
wachsenden jüdischen Menschen zu einem bewußten, ver¬
antwortungsvollen Juden, zu einem wertvollen Mitglied
seines engeren und weiteren Lebens- und Wirkungs¬
kreises, zur richtigen Haltung in der eigenen Gemeinschaft
und der Umwelt gegenüber heranzubilden, muh eines der
wichtigsten Ziele jüdischer Erziehung in unseren Tagen
sein. Dieser Aufgabe, die in der letzten Zeit in der pä¬
dagogischen Diskussion über der Betrachtung und Be¬
sprechung von Organisations-, Bildungs- und Berufs¬
fragen etwas in den Hintergrund getreten ist, verdient
Logenschwestern! Beachtet die in Eurer Zeitung erscheinenden Anzeigen!
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