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2424] Die Stelle des Gantovs, Ech-chter-
und Religionslehrers, welcher auch gut
aus der Thora vorlesen muß, wird in unserer
Gemeinde am 1. Juli c. vacant. — Das jährliche
Gehalt ist excl. Nebeneinkünfte auf 12 00 bi»
1500 Mark veranschlagt Reflectanten wollen
sich unter Einreichung ihrer Original-Zeugnisse
schriftlich an den Unterjeichneten melden. —
Probevortrag Bedingung, jedoch werden Reise¬
kosten nur dem Gewählten vergütet.
Münsterberg i/Schl., 6. Mai 1880.
Der Borstand der Synagogengemeinde.
Arnold Cros smann. _
2425] Die Stelle eines Schächters, Bor»
beters und geprüften ReligionSlehrerS
ist für die hiesige Synagogengemeinde vom 1.
October c. ab zu besetzen. Das Gehalt beträgt
jährlich 1200 Mark exclusive der Nebenreve«
nüen für die Schechitah. Etwaige Meldungen
sind bis zum 1. Juni c. bei dem Unterzeichne¬
ten Vorstande schriftlich einzureichen. Reise¬
kosten werden nur demjenigen vergütet, welcher
engagirt wird.
Rastenburg in Ostpr., im April 1880.
Der Vorstand der Synagogeng emeinde.
2428] Der hier verstorbene Kaufmann Herz
Peter Spiro hat der Gemeinde ein Legat
von 3000 Mk. zur Verwaltung hinterlassen,
dessen Zinsen nach zweijähriger Ansammlung
einer armen weiblichen Verwandten zufallen
sollen, sobald sie zur Verheirathung schreitet.
Bei mehreren gleichberechtigte» Bewerbungen
soll das Loos entscheiden.
Wir fordern demnach die Verwandten, welche
sich zu einem Anspruch an dieses Legat berech¬
tigt glauben, auf, sich spätestens bis szum 1.
Juli c. unter Beibringung des Nachweises der
Verwandtschaft und der Bedürftigkeit, sowie der
bereits erfolgten Verlobung schriftlich bei uns
zu melden und den Entscheid abzuwarten.
Königsberg i. Pr., den 3. Mai 1880.
Der Vorstand der Synagogeugemeinde.
2423] Ein seminaristisch geprüfter ReligtonS-
kehrer, tüchtiger ßnilbl ]TI"I mit kleiner Fa¬
milie, sucht Stellunq. Adresse 8ub: I). ©.
1809 bef. G. L. Danbe L Co. in Cöln.
2426] Für meinen Sobn, Einjährig-Freiwilli¬
ger, suche ich eine LehrltngSstelle in einem
Producten-Geschäfte bei freier Station.
Jaeob Kinkel,
Gleiwitz, Oberschlesien.
2421] Lin Manufacturist, Jsr., ged.
Soldat, der keine Arbeit scheut, sucht,
um sich selbstständig zu machen, in ein
Geschäft, bevorzugt Knochen- und Lum¬
pengeschäft hinemzuheiralhen , sich
an einem derartigen Geschäfte zu be¬
iheiligen oder ein solches zu über¬
nehmen. Offerten sab M. G. Nr.
120 befördert die Expedition die¬
ses Blattes. _
Inserat.
Ruwen Chaim Bergmann aus Saki
(Russisch-Polen, Gouv. Suwalk) hatte sich vor
15 Jahren mit Zurücklassung seiner Frau und
seines Sohnes nach Frankreich gewandt. Er
trat in französische Militärdienste ein, diente
in Algier unter dem Namen Caim oder Chaim
Bergmann, wurde in dem deutsch-französischen
Kriege gefangen, und dem Vernehmen nach be¬
fand er sich zuletzt (1871) in einem preußischen
Hospitale. Von da ab fehlen alle Nachrichten
über ihn. Sein greiser Vater Joseph Berg¬
mann, bekannt unter dem Namen «Prager
Maggid" (von Praga bei Warschau), bittet
ergebenst Alle, die etwa eine Spur von seinem
vorgedachten einzigen Sohne haben, dies der
Redaction dieser Zeitung mitzutheilen.
Der Sohn selbst wird, falls ihm diese Zei¬
len zu Gesichte kommen, auf das Dringendste
ersucht, sich an die Redaction zu wenden, da
dies auch wegen Erbschaftsangelegenheit in fei*
nem Interesse liegen dürfte. [2430
2422] Bibel-§ehre und Israels Gebete
mit wortgetr. deutscher Uebersetzung u. z. die Uebersetzung dem hebr. Worte gegenüber gestellt.
Die 1. und 2. Lieferungen obiger Werke von der Presse als die erfolgreichste Methode zu
u. s. N 7 > 2 ?Mebersetzen rc. anerkannt, sind schon in ca. 300 Schulen eingeführt. Die 3. Liefgen.
sind unter der Presse. Preis a 36 Pf. In 5 Exempl. & 27 Pf. Aufträge besorgt der
Herausgeber J. Wiesen, Lehrer in Kettwig (Rheinpreußen).
Ei Heiraths-Gesuch.
Ein Kaufmann (Israelit), 50 Jahre alt,
Wittwer (Kinder bereits selbstständig), wünscht
sich wieder zu verheirathen. Damen in den
40erJahren mit Vermögen werden gebeten,
desfallsige Offerten sud M. 1295 a an die
Annoncen-Expedition von Haasenstein & Vog¬
ler in Stettin einzureichen. Diskretion wird
streng beachtet._
2427] Gin gebildetes junges Mädchen
(Israelitin) findet zum 1. August d. I. gegen
Kostgeld Aufnahme in einer fernen jüdischen Fa¬
milie Hannovers. Das junge Mädchen kann
sich imHaushalte beschäftigen und wird ganz als zur
Familie gehörig betrachtet. Offerten aub D. 3141
an die Central-Annoncen-Expedition
von G. 8. Danbe & Co., Hannover.
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Marmor- u. 6uivr« poli von M. 30 an per
Stück bis zu Garnituren 4 M. 1200. [2392
Auswahlsendungen in Uhren u. Ketten stehen
zu Diensten sowie Zusendung von Zeichnungen
von Pendules, Candelabres, Vasen rc.
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llcrtraueu können Äraiikc
X» nur zu einem solchen Heilver¬
fahren fassen, welches thatfächliche
Erfolge für sich hat. Dir vereitr- i»J» |
2.Auflaae erschienenen Tpecialbiicher:
„Die Gicht" nnd „Tie Brust-
und Äungenfranfheiten" geben
allen Jenen, die an
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gar G-icht 1>@
Rheumatismus, Gliederreissenetc,
leiden, oder aber an einer
Brust- oder Lungenkrankheit,
wie Schwindsucht rc. dahinsiechen,
neue Hoffrrung, denn die darin
enthaltenen Dankesäutzerungen über
glückliche Heilungen beweisen, daß
selbst Schwerkranke oder anscheinend
hoffnungslos Darniederliegende noch
die ersehnte Hilfe fanden. — Kein
Honorar, ärztlicher veirath vielmehr
unentgeltlich I Jedes der obigen Bücher
kostet so Pf.* Prospekt gratis und
franco durch Th. Hohenleitner,
Leipzig und Basel.
Soeben erschien die 11 verbesserte Auslage:
„Die sofortige Rettung von Trunk¬
sucht und Beseitigung ihrer allerschreck¬
lichsten Folgen."
Ein Wort zur Warnung und Beruhigung
aller Derjenigen, welche von diesem schreck -
lichsten Laster geheilt und wieder in sichern
Besitz von Gesundheit und Familienglück
gelangen wollen.
Dieses schätzbare Werk wird für 50
Pfennige in Briefmarken franco sofort zu¬
gesandt.
Deutsche Medicinische Buchhandlung
zu Rixdorf (Regbz. Potsdam),
2415] Bergstraße 14.
HAKAVL
„D i e Stimm, e“
eine der berühmtesten hebräischen Zeit¬
schriften, allgemein verbreitet, empfiehlt sich
dem Publikum als Organ des Judenthums
und als eine höchst unterhaltende Zeitschrift.
Mit dem Jahre 1880 begann der 5. Jahrgg.
Preis für Deutschland pro Quartal M. 3 (für
Oesterreich 7 fl. jährl., 2 fl. vierteljährlich).
Insertionen erfreuen sich glänzender Erfolge
und wird die Petitzeile mit 20 Pf. berechnet.
Man abonnirt bei allen Postanstalten
und bei der Redaction der „Stimme“
2429] Königsberg (Preussen).
Durch »11# Postanstalten (Postzeitunga-
lute No. 91) sorrie durch die Bachhind¬
iungen za beziehen:
Allgemeine
Mniiir des Mentim
von
Da. L. PHILIPPSON.
Prel» vierteljthrlieh S M.
Das hervorragendste jüdische Wochen¬
blatt und nur in den feinsten israeliti¬
schen Kreisen gehalten. Sehr gesuchtes
Insertionsorgan. (Per Petitzeile 20 Pf.!
Inserat-Aufträge durch R. Hesse, Leipzig.)
“W3 Restaurant, Rue du Nord 3.
' Synagoge im Hause, Aussicht aufs leer. <
BAD HOMBURG.
Hotel-Restaurant Sraunschweig.
Israel. Lotet I. Hlanges,
feinste und streng religiöse Küche.
Elegant meublirle Zimmer.
— Großer Speisesaal. —-
Diner a part.
[2393
Table d’höte.
Pension.
Israel. Hötel Sch wed
Bad Kissingen.
Bedeutend vergrössert, fein, rein reli¬
giös Prinzip. [2345
Briefkasten der Redaktion.
Auf mehrere Zuschriften aus Bonn. Nr.
19 (Ein literar. Diebstahl) ist vergriffen. Sie
haben ihn erst jetzt erkannt?! Es sind dem¬
selben bereits im Jahrg. 1877 Plagiate und
grobe Unwissenheit nachgewiesen.
Triest. Die Corresp. über Ihren Lands¬
mann, die Antecedenzien des „Plagiators" betr.,
eignet sich nicht zur Veröffentlichung.
Hrn. 8. in T. Weder Schächter Levy
noch Raphael (früher in Mecklenburg) sind
von uns zum Schlachten autorisirt.
Hrn. 8t. in O. Diese Frage ist bereits
früher angeregt, ein Erfolg ist jeyt auch we¬
niger zu erwarten.
Petersburg. Ihre Corresp. erhielten
wir gleichzeitig mit „Hameliz."
Corr. B. T. (in SB.?) Das sind ja die
„Initialen von: »Berliner Tagebi.“, woselbst
der „Leitar. mit jener ruff. Ueberschrift" wört¬
lich stand. Sie kleiner Schäker! (? “lptf)
Corr. Stockholm. Erhalten, wird
zur Zeit verwendet werden.
Verantwortlicher Redakteur Dr. Rahm er in Magdeburg. Druck von 4>. Horvach in Barby. Verlag von Robert Fr.iese in Leipzig.
fiitnu hm ,Aüd. Lileraturblatt* Nr 22.