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Seile 588.
Israelitische Wochenschrift.
Nr. 41.
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solchen Fällen auszusprechen, wo die betreffenden Parteien vom
bürgerlichen Richter bereits geschieden sind. Trauungs- und Schei¬
dungsurkunden sollten nur von Mitgliedern des Rabbinerver¬
bandes und von solchen Personen ausgestellt werden, die durch
Diplome dazu berechtigt sind. Es sind leider in den letzten
Jahren häufig von unqualisizierten Personen Trauungen vor¬
genommen und Scheidungen ausgesprochen worden, die vor den
Staatsbehörden ungiltig waren, und die die beteiligten Per¬
sonen wurden dadurch in große Ungelegenheiten gebracht.
Melbourne, 18 . August. (Gutes Einvernehmen der
Konfessionen.) Als die Nachricht vom Ableben Leos des XIII.
Melbourne erreichte, besuchten die Herren Dr. I. Abrahams,
I. Lenzer und E. Staubaum den römisch-katholischen Erzbischof,
um ihm namens der Jüdischen Gemeinde ihr Mitempfinden bei
dem Verlust, den die katholische Kirche erlitten, auszudrücken.
Der Erzbischof empfing sie selbst und dankte ihnen, aufrichtig
erfreut, für ihr warmes Mitempfinden. Ehrwürden A. I. Boas,
der Vorsteher der Adelaider Gemeinde, der einen Kondolenzbrief
an den Erzbischof gerichtet hatte, erhielt folgende Antwort:
„Mein lieber Rabbi! Ich danke Ihnen herzlichst für Ihren
sehr freundlichen Brief und für die warmen Ausdrücke der
Sympathie für den Verlust, den die katholische Kirche bei dem
Tode ihres geistigen Hauptes erlitten hat. Es ist viel Mensch¬
lichkeit unter den Menschen; je länger ich lebe, desto mehr
wächst meine Ueberzeugung, daß die Menschen gutartiger und
liebevoller sind, als man gewöhnlich anzunehmen geneigt ist.
Sie und Ihr Volk haben uns oft Freundliches erwiesen. Ihr
Brief fügt nur noch eine Ziffer an die bereits lange Schulden¬
liste gegen Ihre Rasse".
Personalffachrichten und kleine Mitteilungen. In
^ischi.iew ist vre neue Centralsynagoge am Neujahrstage mit
Zierlichem Gottesdienst eröffnet worden. — Der fünfte Band der
/in New Aork erscheinenden Jüdischen Enzyklopädie ist jetzt
^ fertiggestellt und kommt demnächst zur Versendung. — Der Richter
Meyer Sulzberger in New Aork hat dem dortigen Rabbiner¬
seminar die von ihm erworbene, früher in Bielitz befindliche
Halberftam-Bibliothek zum Geschenk gemacht.
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Löwenstein in Mosbach. — Pforzheim i. B. Hilfst., Sch. und
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Geschäftliche Mitteilung.
Nur wenige Tropfen! Man wolle diese Mahnung beim Ge¬
brauch von Maggi's bewährter Suppen- und Speisenwürze wohl
beherzigen. Ein „Zuviel" beeinträchtigt die Wirkung dieses treff¬
lichen Küchenhilfsmittels, das in keinem Haushalt fehlen sollte.
Gerade bei sparsamster Verwendung weist es ganz überraschende
Erfolge auf. Die schwächste Bouillon, die allereinfachste Wasser¬
suppe, Saucen, Gemüse u. s. w. werden nach Zusatz von wenigen
Tropfen im Geschmack außerordentlich gehoben.
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Heil- u. Pflegeanstalt f. Nerven-». Gemütskranke
zu Sayn bei Coblenz am Rhein.
Bestand seit 1869. Gesonderte Abteilungen für 160 Kranke. Neu¬
erbautes separates Kurhaus für Nervenkranke«. Erholungsbe¬
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Verantwortlich für den redaktionellen Teil: M. A. Klausner,
für den Inseratenteil: Arthur Scholem in Berlin.
Druck und «erlag von Arthur Scholem, Berlin 0>, Roßstraße s.