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Hieraus voll zieht sich das Schicksal au Pharao und Aegypten,
die Israeliten u ׳ erdeu befreit, uud wieder steht Moseh am
Horeb, aber uicht allein, ein ganzes Volk umringt ihn, sechs-
hunderttausend streitsühige Männer horchen ans sein Wort,
sie alle voll Erwartung der großen Kunde, die ihnen am
Horeb werden sollte. Nun meldet Jethro seinem Schwieger-
sohne, daß Ziporah mit ihren Kindern ,;11 dem Gatten
znr»ckkeh ׳ .e. llnd Mosel) und die Aeltestcn und das ganze
Volk ziehen entgegen — einem Weibe. Wer ist dieses Weib?
sie ist nicht Richtern!, nicht Prophetin, es ist Ziporah, von
der die Alten nur das Eine rühmen: .“!* שטיהרה את בירי
״ daß sic ihr Hans rein erhielt"; sie hat dem Flüchtling die
Hand gereicht, darum ward sie nun geehrt vom Könige und
Propheten. Das Volk, das Zeuge gewesen ist, wie Mosel) den
Pharao gedemüthigt, wie er die Acgypter ins Meer ge-
schlendert, wie er den Amalek besiegt hat mit hocherhobener
Hand, wie aus sein Geheiß die dürre Wüste Speise und
Trank den Darbenden gespendet, wird auch Zeuge, wie er
sein Weib umarmt, wie er seine Kinder kost. Der Auszug
aus Aegypten, die Offenbarung am Sinai, hoheitsvolle und
erschütternde Momente: dazwischen ein liebliches Idyll, ganz
Israel schließt sich wie eine große Familie um Mosel), und
alles Volk verläßt die Zelte und Alle ziehen aus — um
eine Frau zu begrüßen. Dem Jethro, dem heidnischen
Fürsten, werden außerordentliche Ehren erwiesen, weil er
der Vater der Ziporah ist. Wie das Weltmeer unermeßlich
weit dehnt sich Israel aus, kein Auge kann den Zug über-
schauen, der das Lager verläßt, aber sie ziehen nicht zu
Kamps und Streit, Ruhe und Frieden breitet sich über die
ungeheure Menge: es ist das spiegelklare Meer, nur von
sausten, leichten Winden lieblich durchzogen, von blauem
Aether umrahmt, von heiterer Sonne bestrahlt, eine Welt
von Licht und Frieden und Freude. Mosel) und sein Volk
wie eine Familie znm sestlichu! Zuge vereint ehret ein Weib,
huldigt der bescheidenen Tugend, dem schützenden Geiste des
Hauses! Amen.