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gliedern unentgeltlich tu. * Erscheinungsort Main;. III jchriftleitung: Babbintr Dr. $. Seoi, Blami
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Bericht über die Tagung des Landesverbandes
der israelitischen Religions-Gemeinden Hessens
am 19. Juni 1927 in Mainz.
I. Geschäftsbericht
erstattet von dem Verbandsvorsitzenden, Herrn Kommerzienrat B. A. Mayer.
Auf das erste Geschäftsjahr unseres Verbandes kann mit Befriedigung zurückgeblickt werden. Am 2. Mai 1926
von 85 Gemeinden begründet, ist derselbe in der Zwischenzeit auf 121 Gemeinden mit ca. 15500 Seelen angewachsen.
Der bei dem 1. Gemeindetag letzten Jahres gewählte Oberrat hat nach Konstituierung und Aufnahme seiner Tätig¬
keit es als zweckmäßig erachtet, neben den Mitgliedern des Kollegiums auch deren Stellvertreter zu den Sitzungen
einzuladen. Es haben im vergangenen Jahre fünf Oberratssitzungen stattgefunden, und zwar am 23. Juni, 3. Okt.,
14. November 1926, 23. Januar und 10. April d. I.
Von dem verfassungsmäßigen Rechte, Ausschüsse zu bilden, ist Gebrauch gemacht worden, es wurden errichtet
ein Schulausschuß, in dessen Händen die Hauptarbeitslast geruht hat, ein juristischer Ausschuß, eine Kommission für
Propaganda, eine Kommission zur Bearbeitung von Fragen betr. der Sch'schitah und ferner ein Kommission zur
Erhaltung der alten Friedhöfe. — Die vom 1. Gemeindetag gewählte Berussberatungskommission hatte keine Ge¬
legenheit zusammenzutreten. Wir haben aber wie bisher wegen der Berufsberatung mit der Zentralwohlfahrtsstelle
der deutschen Juden in Berlin und dem Landesverband der jüdischen Wohlfahrtspflege von Hessen und Hessen-Nassau
in Frankfurt a. M. in unmittelbarer Verbindung gestanden. Sämtliche Büroarbeiten des Verbandes find von dem
Büro der Vorortgemeinde Mainz erledigt, und dadurch dem Verband recht viel Kosten erspart worden. Lediglich
zum Versand der ersten Nummer des „Mitteilungsblatt" und für die Anlage einer Kartothek, die in doppelter Aus¬
führung innerhalb weniger Tage fertig zu stellen war, mußten Hilfskräfte herangezogen werden.
Das „Mitteilungsblatt", welches seine Entstehung der Initiative unseres verehrten Herrn Rabbiner Dr. L e v i
verdankt und von ihm in selbstloser Weise redigiert wird, geht allen hessischen israelitischen Familien kostenlos und
frei von Bestellgeld zu. Zu den Kosten des Bestellgeldes haben einige Gemeinden Sonderbeiträge geleistet, die Druck¬
kosten sind durch die Inserateneinnahmen ungefähr gedeckt worden. Das Blatt bietet ein glänzendes Propaganda-
mittel für unseren Verband und wird allgemein gerne gelesen. Ueber die Tätigkeit des Landesverbandes ist durch
unser Blatt bereits im wesentlichen berichtet worden. — Zum Rechner desVerbandes wurde der Rechner der Mainzer
Gemeinde, Herr Salomon Wilhelm F r a e n k e l, vom Oberrat ernannt, und ihm ist ganz besonders für die pünkt¬
liche Erledigung der Verbandsarbeiten zu danken.
Der Schulausschuß, unter dem Vorsitz des Herrn Rabbiner Dr. Sander, Gießen, hat in vier Sitzungen
getagt. Auf den Antrag dieses Ausschusses wurden in erster Linie unsere Mitgliederbeiträge für Religionsunter-