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Sitzung des Oberrats
am 23. Oktober 1927.
Anwesend: der Verbandsvorsitzende, Herr Kommerzien¬
rat Mayer, Mainz und Stellvertreter: Herr Kommerzien¬
rat Kronenberger, Mainz. Die Oberratsmitglieder und
deren Stellvertreter: Herren Dr. Baum und Küchler,
Alzey; K. Benjamin, Bdir., Darmstadt; Engel, Friedberg;
Dr. Guggenheim, Offenbach; Hch. Hirsch, Groß-Gerau;
Rabbiner Dr. Levi, Mainz; Marcus, Gießen; Iustizrat
Dr. Marx, Bingen; Sanitätsrat Dr. Nickelsburg und
Dr. Goldschmidt, Worms; Oppenheimer, Gau-Bickelheim;
Rabbiner Dr. Sander, Gießen und Rabbiner Dr. Lewit,
Alzey; Lehrer Stern, Alzey; Lehrer Sulzbacher, Groß-
Bieberau.
Der Vorsitzende begrüßt die Erschienenen und gibt
Kenntnis von den eingegangenen Mitteilungen der an der
Teilnahme verhinderten Mitglieder des Kollegiums.
Seit der jüngsten Oberratssihung haben die Gemein¬
den Bürstadt, Dreieichenhain, Hahnheim, Hungen, Lauter¬
bach und Nieder-Mockstadt ihren Anschluß an den Landes¬
verband erklärt.
Der Vorsitzende berichtet über stattgehabte Vertretun¬
gen des Verbands bei Jubiläen und erfolgte Gratulationen.
Die auf dem Gemeindetag am 19. Juni d. I. gewähl¬
ten Revisoren haben die Rechnung für 1926 (Rj.) geprüft
und für richtig befunden.
Eine Religionsgemeinde will an Stelle von Umlagen
Platzgeld erheben. Auf die Anfrage des Kreisamts soll ge¬
antwortet werden, daß nach Maßgabe der gesetzlichen Be¬
stimmungen der Aufwand der Gemeinden durch Steuern
aufzubringen ist, insoweit der Bedarf nicht durch andere
Einnahmen gedeckt ist.
Im Anschluß an das vom Vorsitzenden zur Verlesung
gebrachte an das Staatsministerium unterm 5. Okt. d. I.
in Sachen Petition um Staatszuschuß, gerichtete Schreiben
berichtet Herr Kommerzienrat Kronenberger über seine dies¬
bezüglich geführten Korrespondenzen. Nach stattgehabter
eingehender Aussprache wird beschlossen, wegen einer er¬
neuten Petition in der nächsten Oberratssitzung zu beraten.
Als Termin für diese Sitzung wird der 11. Dezember d. I.
bestimmt.
Es liegt ein Antrag vor, um die Errichtung einer
Koscherküche für die Universitätsklinik Gießen erneut zu
petitionieren. Es wird beschlossen, diesen Antrag in einer
der nächsten Oberratssitzungen zur Verhandlung zu bringen.
Das Rescript des Landesfinanzamts vom 25.Aug. 1927,
betr. Steuerausschlagskosten, soll allen Verbandsgemeinden
abschriftlich übersandt werden.
Herr Rabbiner Dr. Italiener hat von der aufgelösten
Gemeinde Kirch-Brombach herrührende dl überweisen
lasten. Weitere'1200 Jl werden vermutlich noch eingehen.
Auf Antrag des Herrn Rabbiner Dr. Levi wird beschlossen,
anzustreben, daß die Kapitalien der sich künftig auslösenden
Gemeinden an den Landesverband übergehen und dieser
gehalten sein soll, dieselben in den betreffenden Bezirken
zur Pflege jüdischer Lehre oder für Brautausstattungen zu
verwenden.
Dem Vorhaben des Rabbinats Darmstadt I, vom
Minister des Innern aus den Mitteln des deutschen Volks-
opfers überwiesene 200 Jl für den Rabbinatsbezirk Alzey
zu verwenden, wird zugestimmt.
Der Vorsitzende stellt fest, daß die für das lausende Rj.
bis jetzt bewilligten Beträge sich auf ca. 20 000 Jl be¬
laufen. Im Anschlüsse hieran berichtet Herr Rabbiner Dr.
Sander über die Beschlüsse des Schulausschusses im ein¬
zelnen. Es werden für Gemeinden und Lehrer 2510 Jl
bewilligt.
Die vom hessischen Landeslehrerverein übersandten, auf
seiner Tagung am 12. Dezember v. I. gefaßten drei Re¬
solutionen, werden zur Kenntnis genommen.
Bei Beratung über das Gesuch eines Wanderlehrers
um Eingruppierung in die staatliche Besoldungsordnung,
wird der Ansicht Ausdruck gegeben, es habe der Verband
zunächst die seit Jahren innerhalb der Gemeinden wirken¬
den Lehrer zu verwenden, bzw. für deren Besserstellung
Sorge zu tragen. Von anderer Seite wird dagegen geltend
gemacht, der Verband sei in erster Linie verpflichtet, seine