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An die verehelichen Leser
des „Mitteilungsblatt"!
Die Gemeindeverwaltungen und sämtliche Leser werden
hiermit gebeten, die Adressen der seit Bestehen des Mit¬
teilungsblattes (d. i. seit 1. Juli 1926) Zugezogenen dem
Verbandsbüro mitzuteilen, damit alle hessischen Israeliten
das „Mitteilungsblatt" erhalten.
Die Herren Lehrer werden vom Vorsitzenden des Isr.
Landeslehrerverbandes ersucht, den ihnen übersandten
Fragebogen, soweit noch nicht geschehen, auszufüllen und
zurückzusenden.
Bericht über die Oberratsfitzung
am 11. Dezember 1927.
Anwesend: Der Stellvertreter des Verbandsvorsitzenden
Herr Kommerzienrat Kronenberger-Mainz. Die Oberrats¬
mitglieder und deren Stellvertreter: Herren Dr. Baum-
Alzey, Bankdirektor Benjamin-Darmstadt, Iustizrat Dr.
Goldschmidt und Dr. Guggenheim-Ofsenbach, Hirsch-Groß-
Gerau und Oppenheimer-Fränkisch-Crumbach, Lehrer
Kahn-Alsfeld, Krämer-Friedberg, Rabbiner Dr. Levi-
MainzundDr. Dienemann-Offenbach,Rabbiner Dr. Lewit-
Alzey, Sanitätsrat Dr. Rickelsburg-Worms, Rosenthal-
Oppenheim und Oppenheimer-Gau-Bickelheim, Rechts¬
anwalt Rothenberger-Gießen, Lehrer Simon-Darmstadt
und Stern-Alzey, Steinberger-Alsfeld.
1. Der Herr Vorsitzende begrüßt die Erschienenen; er
teilt mit, daß der Verbandsvorsitzende durch Unwohlsein
heute am Erscheinen verhindert sei und gibt von schriftlich
und telephonisch mitgeteilten Verhinderungsanzeigen
Kenntnis.
2. Herrn Oberratsmitglied Simon, der namens des
Verbands innerhalb der Gemeinde Seligenstadt Streitig¬
keiten geschlichtet und damit die Verhandlung eines Zivil¬
prozesses in der dritten Instanz verhindert hat, wird für
seine Mühewaltung gedankt und der von. ihm bewilligte
Zuschuß von 25 Jl wird gutgeheißen.
3. Der Bericht des Herrn Bankdirektor Benjamin über
eine Sitzung der Konferenzgemeinschaft der süddeutschen
Landesverbände wird zur Kenntnis genommen. Bezüglich
seiner Stellungnahme zur Gründung eines Reichsverbands
verbleibt das Oberratskollegium bei seinen früheren Be¬
schlüssen.
4. Auch die frühere Beschlußfassung bezgl. der Propa¬
gandatätigkeit soll eine Abänderung nicht erfahren.
5. Die Offerte eines Privatunternehmers zur Ueber-
nahme und zu dem Ausbau des Verbandsblattes wird zur
Kenntnis genommen. Es wird beschlossen, in der Ausgabe
des Mitteilungsblattes zunächst eine Aenderung nicht ein-
treten zu lassen.
6. Die von den süddeutschen Verbänden beschlossene
historische Zeitschrift soll gemeinsam mit einer Berliner
Stelle für ganz Deutschland herausgegeben werden, sofern
die Hälfte des Raumes der süddeutschen Redaktionsstelle
zur Verfügung stehen wird.
7. Die juristische Kommission wird ersucht, baldmöglichst
zu dem Entwurf für ein neues Kirchenbesteuerungsgesetz
Stellung zu nehmen.
8. Herr Krämer empfiehlt, darauf hinzuwirken, daß
vereinzelt wohnende Israeliten zu den Umlagen einer ört¬
lichen Religionsgemeinde herangezogen werden.
9. Auf Grund einer Denkschrift des Verbandsvorfitzen-
den, wird beschlossen, die Subventionen der größeren Ver¬
bandsgemeinden an Seminare, Wohlfahrtsstellcn uftv. für
1927 in der seitherigen Höhe auszuzahlen, und zwar sollen
der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden die Bei¬
träge durch Vermittlung der hessen-nassauischen Wohl¬
fahrtszentrale in Frankfurt zugeführt werden. Es wird ins